Rick Future (1): Planet der Träumer
- Independently published
- Erschienen: März 2025
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Gelungener Romanauftakt im beliebten Sci-Fi-Universum
Mit Planet der Träumer startet Dane Rahlmeyer die Romanreihe zum Science-Fiction-Universum Rick Future, das ursprünglich 2007 als Hörspielreihe von Sven Matthias ins Leben gerufen wurde. Nach dem Tod des Schöpfers übernahm Rahlmeyer als Autor die Weiterentwicklung des Franchise – jetzt auch in Romanform.
Auftrag mit ungewissem Ausgang
Rick Future ist von Geldsorgen geplagt auf der Flucht vor Kopfgeldjägern, als er den Auftrag erhält, einem Notruf vom verlassenen Planeten Godima nachzugehen. In der Hoffnung auf eine schnelle Finanzspritze macht er sich mit seiner kleinen Crew auf den Weg. Doch als sie auf Godima eintreffen wird schnell klar, dass es ein beschwerlicher Weg werden wird.
Rahlmeyer wirft uns ohne große Umschweife direkt in die Welt von Rick Future. Im Jahre 2385 angesiedelt, steht es um die Erde nicht gut. Sie wurde von einer feindseligen Spezies nahezu vollständig zerstört. Die wenigen Überlebenden sind in der Milchstraße verstreut. Rick Future selbst war noch ein kleines Kind, als er von der Erde evakuiert wurde, während sein Vater zurückblieb.
An Bord des betagten Raumschiffes lernen wir die Crew kennen: den Golwonen Hubert, die clevere Androidin Evi – und natürlich Rick selbst, der als Captain wider Willen mehr Fragen als Antworten mit sich trägt. Früh stellt sich die Frage nach seiner Herkunft und nach dem Verbleib seines Vaters, den er in all den Jahren vergeblich versucht hat ausfindig zu machen.
Obwohl Rick Future deutlich in der Tradition großer Science-Fiction-Vorbilder steht – nicht nur zum großen Namensvetter Captain Future - schafft es Rahlmeyer, seinem Universum einen eigenen Charme zu verleihen. Sein atmosphärisches World-Building lebt von kreativen Details rund um Technik und Lebewesen und vor allem seinen liebevoll gezeichneten Figuren. Ein auffälliges Stilmittel ist der Humor: Rick, Hubert und Evi liefern sich wortgewandte Dialoge, necken sich und haben stets einen flotten Spruch auf den Lippen, egal wie haarsträubend oder aussichtslos die Situation sein mag. Das sorgt für Leichtigkeit – ist für meinen Geschmack aber streckenweise etwas überdosiert.
Flüssig und geradlinig erzählt nehmen die Geschehnisse auf Godima Fahrt auf. Die Crew erwartet ein gefährliches Geheimnis. Die dortigen Siedler sind von einer fremden Macht kontrolliert, Dinosaurier-artige Wesen greifen an, und die Lage eskaliert rasch zu einem Wettlauf gegen die Zeit. Immer mehr Action hält Einzug bevor uns Dahlmeyer ein etwas abruptes und unspektakuläres, zugleich stimmiges Finale beschwert. Auch wenn das Buch gut 200 Seiten hat – auf nur 160 Seiten wird die Geschichte erzählt. Daneben gibt es eine Leseprobe von Band 2 und ein sehr hilfreiches Glossar, das wichtige Begriffe erläutert.
Fazit:
Planet der Träumer ist ein überaus unterhaltsamer Einstieg in das Rick-Future-Universum. Die Mischung aus Sci-Fi-Action, Space-Soap, humorvoller Crew-Dynamik mit einem Schuss Retro-Charme funktioniert und so ist nachvollziehbar, warum Rick Future eine stetig wachsende Fan-Gemeinde hat. Die Geschichte lässt noch viele Fragen offen – insbesondere zur Vergangenheit der Figuren – und legt damit die Grundlage für kommende Bände.
Wer nun Appetit auf mehr bekommen hat und neu in die Serie einsteigt, darf sich freuen. Mittlerweile ist das Universum um die Hauptfigur auf zahlreiche Hörspiele, Bücher, Podcasts und Merchandising angewachsen. Die Romane zur Serie zählen auch bereit 5 Bände. Und es gibt auch einen Spin-Off mit dem Titel „Garlyn“.

Dane Rahlmeyer, Independently published





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