Gruselkabinett - Folge 194: Das Geständnis des Charles Linkworth

  • Titania Medien
  • Erschienen: September 2025
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Gruselkabinett - Folge 194: Das Geständnis des Charles Linkworth
Gruselkabinett - Folge 194: Das Geständnis des Charles Linkworth
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80°1001

Phantastik-Couch Rezension vonNov 2025

Der Geist des Mörders findet keine Ruhe

London im frühen 20. Jahrhundert: Eigentlich müsste der junge Arzt Dr. Teesdale nicht mehr arbeiten. Da ihm seine Arbeit aber gefällt, arbeitet er hauptsächlich für das naheliegende Zuchthaus. Von dort wird er immer mal wieder angerufen, wenn es einem der Insassen schlecht geht, oder wenn er den Tod eines zum Tode verurteilten nach dessen Hinrichtung feststellen muss. Einer der ganz besonderen Insassen des Gefängnisses ist Charles Linkworth, der seit seiner Verhaftung seine Unschuld beteuert und versucht hat, die Todesstrafe in lebenslange Haft abzuändern.

Der seltsame Fall des Charles Linkworth

Linkworth wird vorgeworfen seine eigene Mutter ermordet zu haben. Scheinbar hatte Linkworth hohe Schulden und so kamen ihm die 500 Pfund, die seine Mutter gespart hatte scheinbar genau recht. Doch dies basiert alles nur auf Fakten, denn Linkworth hat diese Tat nie gestanden.

So ist Linkworth, allen Versuchen zum Trotz, immer in der Berufung gescheitert. Nun ist es leider soweit und Charles Linkworth soll hingerichtet werden. Gemeinsam mit Pfarrer Dawkins begleitet Dr. Teesdale den zum Tode Verurteilten auf seinem letzten Weg. Doch selbst mit dem Strick um Hals beteuert Linkworth immer noch seine Unschuld und möchte den schrecklichen Mord, den er angeblich begangen hat nicht gestehen.

Damit scheint einer der bekanntesten Kriminalfälle Großbritanniens erledigt zu sein. Doch schon bei der Obduktion des Körpers verspürt Doktor Teesdale eine unangenehme Kälte, die den ganzen Raum erfüllt. Dieses Gefühl vergeht, doch als er bei sich zu Hause ist klingelt plötzlich das Telefon. Der Teilnehmer am anderen Ende ist aber kaum zu verstehen und schon nach kurzer Zeit bricht die Verbindung ab. Nach einem Gespräch mit der Vermittlung erfährt Teesdale, dass der Anruf aus dem Gefängnis gekommen ist – dort aber weiß man nichts von einem Anruf.

Am nächsten Tag beginnt Dr. Teesdale mit seinen eigenen Ermittlungen. Zu seinem großen Erstaunen vermisst der Henker den Strick, mit dem Linkworth hingerichtet wurde und der unauffindbar zu sein scheint. Da Teesdale ein wenig übersinnlich begabt ist, hat er nun eine Vermutung, wer dieser nächtliche Anruf gewesen sein könnte. Scheinbar ist Charles Linkworth endlich bereit ein Geständnis abzugeben…

Gänsehaut bei mysteriösen Anrufen in der Nacht

Mit „Das Geständnis des Charles Linkworth“ veröffentlich Titania Medien unter der Leitung von Marc Gruppe und Stephan Bosenius nun schon die 194. Folge aus der Serie Gruselkabinett. Dieses Mal haben die beiden Macher sich eine Geschichte des Autors E.F. Benson ausgesucht, die im Jahre 1912 veröffentlicht wurde.

Obwohl Benson eigentlich eher für seine bissigen Gesellschaftssatiren sowie die Romane um seine Hauptfigur Dodo bekannt ist, hat er daneben auch einige Mystery- und Gruselgeschichten veröffentlicht. Zu diesen zählt auch „The Confession of Charles Linkworth“ und ist nach „Mrs. Amworth“ (Folge 102) und „Das unheimliche Turmzimmer“ (Folge 178) nun schon die dritte Geschichte des britischen Autors innerhalb des „Gruselkabinetts“.

Wie auch schon bei den vorherigen Geschichten ist es Gruppe und Bosenius auch mit dieser Hörspieladaption wieder hervorragend gelungen die passende Atmosphäre für ein Gruselhörspiel zu erschaffen. Dazu tragen vor allem die gut ausgewählten und eingesetzten Sprecher bei, die dieses Hörspiel mit Leben füllen.

Zu diesen Sprechern zählen Valentin Stroh als Dr. Teesdale, Bodo Primus als Wärter Draycott, Bert Stevens als Mr. Dawkins, Glenn Goltz als Charles Linkworth, Marie Bierstedt als Ellen Linkworth, Petra Nadolny als Mrs. Linkworth, Leon Reichert als Mr. Carmody, Herma Koehn als Mrs. Parker, Lutz Reichert als Mr. Parker, Uschi Hugo als Vermittlung, Marc Gruppe als Henker sowie Jennifer Rhode als Frau.

Doch nicht nur die ausgezeichnete Arbeit der Sprecher und dem damit verbundenen geschickten Einsatz ihrer Stimmen tragen zur Atmosphäre dieses Hörspiels bei. Auch die passenden Soundeffekte an genau der passenden Stelle sorgen für ein wohliges Unbehagen. So kann es als Zuhörer geschehen, dass eine Gänsehaut den Rücken hinabläuft, vor allem in dem Moment als sich das Gespenst in voller Größe manifestiert. Auch wenn das Thema des Hörspiels mit dem mysteriös klingelnden Telefon für uns als Generation Horror- und Splatterfilm nicht unbedingt etwas Neues ist und von Hollywood schon in jeglicher Art und Weise verbraucht wurde.

Nicht nur das Hörspiel an sich ist erwähnenswert. Das dazugehörige Coverbild von Bastien Ephonsus muss hier ebenfalls eine Erwähnung finden. Dieses spiegelt nämlich schon einen Hauptaspekt der Geschichte wider. Das Cover ist ebenfalls überaus atmosphärisch und macht aus meiner Sicht schon große Lust auf das Hörspiel.

Fazit:

Ich gebe zu, ich bin seit der ersten Episode ein Fan des „Gruselkabinetts“. Diese alten Geschichten haben mich schon immer fasziniert – so auch diesmal. Die Geschichte von E.F. Benson an sich war ganz in Ordnung und aus heutiger Zeit nicht wirklich etwas Neues. Die Umsetzung war aber überaus atmosphärisch und gruselig.

Gruselkabinett - Folge 194: Das Geständnis des Charles Linkworth

E. F. Benson, Titania Medien

Gruselkabinett - Folge 194: Das Geständnis des Charles Linkworth

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