Der dunkle Brunnen (Im Schatten Simyalas 3)

  • Piper
  • Erschienen: April 2026
  • 0
Der dunkle Brunnen (Im Schatten Simyalas 3)
Der dunkle Brunnen (Im Schatten Simyalas 3)
Wertung wird geladen
75°1001

Phantastik-Couch Rezension vonJun 2026

Die Suche nach der verschwundenen Elfenstadt geht weiter

Nachdem die Abenteurer in der letzten Zeit herbe Niederlagen durch den Verlust einiger Freunde und den Diebstahl der Harfe der Winde erleiden mussten, geben sie dennoch nicht auf und nutzen die neuen Hinweise. Diese haben sie durch die Beschwörung eines Mondsteins erhalten, als ihnen der Weg in die Salamandersteine gewiesen wurde.

So machen sich die Scharlatanin Franya, der Halbelf Lindion und die Skaldin Eyvin auf den Weg in dieses unwegsame Gebirge. Dort soll auch der Künstler Golodion Seemond leben, der das verzauberte Gemälde von Simyala gemalt haben soll. Da eine Gesandte der elfischen Gräfin Naheniel Quellentanz genau dieses Gemälde untersuchen möchte, bittet die Gräfin die Freunde um eine Anleitung des Künstlers, um die Magie zu entfachen. Irgendwie ist es angeblich möglich, das Gemälde zu betreten.

Die Suche nach den Geheimnissen der Elfen

Der Weg in die Salamandergebirge ist beschwerlich. Vor allem für Eyvin, die immer noch das dunkle Kettenmal besitzt. Mit Hilfe dieses Males können ihre Feinde sie überall aufspüren und sie am Erreichen des Zieles hindern. So geschieht es auch auf der Reise, als plötzlich ein Trupp Dunkelelfen aus dem Wald auftaucht und schließlich der Eisdrache auf der Suche nach Eyvin mehrere Menschen tötet. Völlig verzweifelt verlässt Eyvin ihre Freunde und versucht Hilfe bei einem Praiosgeweihten zu finden. Doch auch dieses ist nicht ganz so einfach.

Gleichzeitig versuchen Wulfhard von Rabenmund sowie sein Cousin Allerich von Falkenstein den Mitgliedern der KGIA (Kaiserlich Garethische Informations-Agentur) zu entgehen. Durch einen Hinterhalt ihrer Feinde glauben die Agenten von KGIA nun, dass Wulfhard und Allerich zu den Anhängern des Namenlosen gehören und mehrere Morde in dessen Auftrag begangen haben. Dieses war nur die List eines Zauberers, dennoch ist der Ruf der beiden Adligen jetzt erstmal beschmutzt.

Über viele Umwege gelingt es ihnen nach Gareth zu gelangen, wo die Gräfin Quellentanz schon auf sie wartet. Sie hat in Erfahrung gebracht, dass das Gemälde von Simyala versteigert werden soll und möchtet nun erst einmal sicherstellen, dass es sich dabei um das Original handelt. An genau dieser Stelle kommen Wulfhard und Allerich ins Spiel.

Zu guter Letzt versucht die Phexgeweihte Vike Precht noch ihren eigenen inneren Dämonen loszuwerden, der seit einem Blick in das schwarze Auge in der Hafenstadt Havena in ihr wohnt. Da ihr Gegner bei ihrer letzten Begegnung genau diesen Dämon an die Oberfläche geholt hatte und sie als Folge ihre Freunde attackierte, hat sie diese kurzerhand verlassen, um für sich ein Heilmittel zu finden.

Leider ist ihre Queste leichter gesagt als getan, denn ihr dämonischer Begleiter taucht immer zur falschen Zeit am falschen Ort auf und bringt Vike in Schwierigkeiten. Dabei schreckt er auch vor Mord nicht zurück, sodass sich Vike nach einem dieser Ausbrüche im Kloster der Noloniten wiederfindet und sich dort von Doktor Contador behandeln lassen soll. Dieser ist aber ein getarnter Druide, der nicht helfen, sondern nur die Veränderungen in Vikes Verhalten studieren möchte. Kurzerhand flieht Vike, erhält vorher aber noch einen göttlichen Hinweis auf den Phextempel in Gareth. Was für ein Zufall, denn schon bald kreuzen sich ihre Wege erneut mit der Gräfin Naheniel Quellentanz und ihren Verbündeten.

Ein Abenteuer in der Welt des „schwarzen Auges“, nicht nur für Fans

„Der dunkle Brunnen” ist nun schon der dritte Teil der großen Fantasysaga „Im Schatten Simyalas” von Lena Falkenhagen und Thomas Finn. Das Abenteuer geht nahtlos weiter und die Helden und Heldinnen müssen sich weiteren Prüfungen stellen. Falls man sich nicht mehr so gut an die vorherigen beiden Teile erinnern kann, bekommt man je nach Hauptfigur im Kapitel eine kurze Zusammenfassung der vergangenen Ereignisse geliefert.

Dabei werden die Aufträge und die Missionen immer schwieriger und die verschiedenen Heldengruppen müssen immer wieder neuen Gefahren ins Auge sehen. Dies alles ist wieder eingebettet in der Welt von Aventurien, welche Rollenspielfans schon seit vielen Jahren als Heimatland des „Schwarzen Auges“ kennen.

Wer sich hier nicht auskennt – kein Problem. Lena Falkenhagen und Thomas Finn nimmt uns als Autorenduo durch ihre Erzählweise mit auf die Reise in dieses verwunschene Land. Dabei beschreiben sie die Umgebung und die Figuren immer sehr anschaulich, sodass man sich als Leser ein gutes Bild davon machen kann, wie es denn in der jeweiligen Stadt, im jeweiligen Ort, oder sogar im jeweiligen Raum aussieht. Manchmal ist es für meinen Geschmack ein wenig zu viel Beschreibung und zu viel Detailverliebtheit – aber das ist nur meine Meinung.

Der Aufbau der Geschichte ist wieder sehr gut gelungen. Die jeweiligen Kapitel haben abwechselnd immer eine Heldengruppe zu einer bestimmten Zeit als Hauptthema. An genau dieser Stelle sollte man als Leser dann auch aufpassen, da die Zeitebenen nicht immer fortlaufend sind und einige Abschnitte früher bzw. später stattfinden. Ich verspreche aber, dass am Ende alles einen Sinn ergibt und dass auch genau diese Reihenfolge in der Erzählung notwendig ist.

Auch wenn ich ein wenig gehofft hatte, dass das Abenteuer mit diesem Band ein Ende finden wird, endet „Der dunkle Brunnen“ wieder sehr offen und ich verfluche mich ein wenig dafür, dass ich es schon gelesen habe. Die Handlung ist so gut geschrieben, dass ich nun wirklich wissen möchte, wie es weitergeht. Auch wenn es an manchen Stellen durch die Beschreibungen etwas langatmig war, konnte ich den Roman auf den letzten knapp 200 Seiten nicht mehr aus der Hand legen.

Fazit:

Mit „Der dunkle Brunnen ” wird die High-Fantasy aus der Welt des „Schwarzen Auges“ sehr gut fortgesetzt. Leider wieder ein sehr offenes Ende, sodass man nur hoffen kann, dass die Fortsetzung schnell erscheint. Ich persönliche freue mich schon drauf und kann es nicht erwarten.

Der dunkle Brunnen (Im Schatten Simyalas 3)

Lena Falkenhagen, Thomas Finn, Piper

Der dunkle Brunnen (Im Schatten Simyalas 3)

Deine Meinung zu »Der dunkle Brunnen (Im Schatten Simyalas 3)«

Wir freuen uns auf Deine Meinungen. Ein fairer und respektvoller Umgang sollte selbstverständlich sein. Bitte Spoiler zum Inhalt vermeiden oder zumindest als solche deutlich in Deinem Kommentar kennzeichnen. Vielen Dank!

Letzte Kommentare:
Loading
Loading
Letzte Kommentare:
Loading
Loading

Sci-Fi & Mystery
(MUSIC.FOR.BOOKS)

Du hast das Buch. Wir haben den Soundtrack. Jetzt kannst Du beim Lesen noch mehr eintauchen in die Geschichte. Thematisch abgestimmte Kompositionen bieten Dir die passende Klangkulisse für noch mehr Atmosphäre auf jeder Seite.

Sci-Fi & Mystery