Grimms Märchen 19: Das singende, springende Löweneckerchen / Die Wichtelmänner / Die Bienenkönigin

  • Titania Medien
  • Erschienen: November 2025
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Grimms Märchen 19: Das singende, springende Löweneckerchen / Die Wichtelmänner / Die Bienenkönigin
Grimms Märchen 19: Das singende, springende Löweneckerchen / Die Wichtelmänner / Die Bienenkönigin
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Phantastik-Couch Rezension vonJan 2026

Weitere Märchenklassiker der Gebrüder Grimm

Mit dem nun schon neunzehnten Teil der Hörspielreihe „Grimms Märchen“ veröffentlichen Marc Gruppe und Stephan Bosenius nun fünf weitere Märchen der Gebrüder Grimm. Dieses Mal haben sich die Macher für die Erzählungen „Das singende springende Löweneckerchen“, den Dreiteiler „Die Wichtelmänner“ und „Die Bienenkönigin“ entschieden, die mir persönlich bis zum Hören des Hörspiels vollkommen unbekannt waren.

Nur wer sich ehr- und tugendhaft verhält, wird am Ende belohnt

Es war einmal ein Vater, der auf eine Reise geht und seinen drei Töchtern einen Wunsch erfüllen möchte. Seine älteste Tochter wünscht sich Perlen von ihrem Vater, die mittlere Tochter soll er mit Diamanten glücklich machen, doch der Wunsch der jüngsten Tochter stellt sich als nicht ganz so einfach zu erfüllen heraus. Diese wünscht sich von ihrem Vater ein singendes, springendes Löweneckerchen.

Auf einem Hügel in einem Baum vor einer Brug entdeckt der Vater dann besagtes Löweneckerchen und möchte dieses durch seinen Diener einfangen lassen. Als der Diener auf den Baum klettert, taucht plötzlich ein riesiger Löwe auf, der das Löweneckerchen beschützt, da es ihm gehöre. Er würde es dem Mann aber geben im Tausch für das erste Lebewesen, welches er bei seiner Heimkehr erblicken würde.

Dies war leider die jüngste Tochter, die nun zum Löwen musste. Dieser stellte sich aber als verzauberter Prinz heraus, der nur am Tage ein Löwe und in der Nacht ein Mensch war. Doch leider war das Glück den beide nicht holt und durch einen dummen Zufall verwandelte sich der Löwe für sieben Jahre in eine Taube. Als die Zeit abgelaufen war, konnte die junge Frau ihren Geliebten aber nicht finden und machte sich auf eine beschwerliche Suche…

Es waren einmal ein Schuster und seine Frau, die kaum noch genug Geld hatten um zu überleben. Mit ihrem letzten Stück Leder wollte der Schuster ein letztes Paar Schuhe machen, war aber zu erschöpft und ging ins Bett. Am nächsten Tag war alles erledigt und ein Käufer hat kurz darauf diese Schuhe für mehr als den Handelspreis gekauft.

Schnell war das Geld in neues Leder investiert und das Leder war zugeschnitten. Am nächsten Tag geschah dann genau das gleiche wieder, so dass es dem Schuster und seiner Frau finanziell bald wieder gut ging. Eines Nachts beobachteten sie dann die kleinen Wichtelmänner, die völlig nackt waren und beschlossen, diesen einige Kleider zu machen.

Es war einmal eine Dienstmagd, die einen Brief von den Wichtelmännern im Berg erhalten hat um die Patin für ein Kind zu sein. Die Dienstmagd nahm dieses Angebot gerne an und verbrachte einige Tage im Berg. Als sie dann aber mit Taschen voller Gold den Berg wieder verlassen konnte, erlebte sie eine Überraschung.

Es war einmal eine junge Mutter, deren Kind von den Wichtelmännern durch einen Wechselbalg ausgetauscht wurde. Da sie aber ihr Kind wieder zurückhaben wollte, suchte sie Hilfe bei ihrer Nachbarin...

Es waren einmal drei Königssöhne die durch die Lande streiften. Die beiden ältesten Brüder waren sehr gemein und sehr von ihrem Können überzeugt. Den jüngsten Bruder hielten sie für dumm. Dennoch war dieser das Gewissen der beiden anderen Brüder und rettete verschiedene Tiere vor ihren unüberlegten Handlungen.

So kam es, dass sie an ein Schloss kamen, in dem alles versteinert war. Nur ein Wächter war noch dort, der den Brüdern drei Aufgabe gab. Natürlich scheiterten die ersten beiden Brüder und als der dritte Bruder an der Reihe war, da zahlte sich sein Großmut in der Vergangenheit aus und die geretteten Tiere halfen ihm.

Fünf neue Märchen der Brüder Grimm

Mit Folge 19 von Grimms Märchen führen uns Marc Gruppe als Hörspielautor sowie Stephan Bosenius als Produzent erneut in die eher nicht so bekannte Welt der Kinder- und Hausmärchen der Gebrüder Grimm. Diese haben abseits der bekannten Geschichten aus den Disney-Verfilmungen oder der Kindermärchensammlungen noch viele andere Geschichten auf ihren Reisen gesammelt und zu Papier gebracht.

Dieses Mal gibt es sogar fünf Märchen, da es sich bei „Die Wichtelmänner“ um drei verschiedene kurze Erzählungen um diese seltsamen Wesen geht. Die erste der beiden ähnelt sehr der mir eher bekannten Geschichte der „Heinzelmännchen“. Doch auch in den anderen beiden Geschichten handelt es sich bei den Wichtelmännern immer um nette kleine Wesen, die manchmal auch Schabernack im Sinn haben.

Wie so oft in den Märchen kann man auch hier wieder hören, dass der Ehr- und Tugendhafte am Ende belohnt wird. So ist es in der ersten Geschichte die Tochter, die sich „nur“ einen Vogel gewünscht hat, diejenige, die einen Prinzen heiratet, auch wenn sie für ihr glückliches Ende viele Jahre warten muss. In der letzten Geschichte hingegen der dritte Sohn, der von seinen Brüdern immer als Dummkopf abgewertet wird, da er es für sinnvoll erachtet auch die kleinsten Lebewesen zu schützen.

Die beste Geschichte funktioniert als Hörspiel aber nur mit einem gut ausgewählten Sprecherkanon. Hier ist es den Machern von Titania Medien gelungen die jeweils perfekte Besetzung für die jeweilige Rolle zu finden. So agiert Bodo Primus nach Folge 18 wieder als Erzähler, der damit auch wieder das Bindeglied und der rote Faden zwischen den Geschichten ist.

In weiteren Rollen kann man noch die Stimmen von Rolf Berg, Ingeborg Kallweit, Regine Lamster, Katharina von Keller, Jonas Minthe, Jean Paul Baeck, Ursula Sieg, Michael Pan, David Berton, Louis Friedemann Thiele, Julian Tennstedt, Bernd Kreibich, Reinhilt Schneider, Marlene Bosenius, Willi Röbke, Luise Lunow, Marc Gruppe sowie Philine Peters-Arnolds hören.

Wie auch schon bei den anderen „Grimms Märchen“-Episoden sind Kinder hier nicht das Hauptzielpublikum. Da sich die Macher an die ungeschönten Versionen der Geschichten gehalten haben, kann es mitunter auch einmal blutig sein, was dann von den passenden Soundeffekten untermalt wird. Diese Geschichten der Folge 19 sind aber eher von harmloserer Natur.

Fazit:

„Grimms Märchen“ zu hören macht immer wieder Spaß. Die Auswahl der Geschichten ist gut getroffen, die Sprecher sind perfekt eingesetzt und die schöne Musik unterstreicht das Ganze noch. Eine Empfehlung für alle, die dieses Genre mögen.

Grimms Märchen 19: Das singende, springende Löweneckerchen / Die Wichtelmänner / Die Bienenkönigin

Jacob Grimm, Wilhelm Grimm, Titania Medien

Grimms Märchen 19: Das singende, springende Löweneckerchen / Die Wichtelmänner / Die Bienenkönigin

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