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Rätselhafte Morde im Vatikan. Der Kunstdetektiv Jupiter stößt in Rom auf die Spur des geheimnisumwitterten Kupferstechers Piranesi. Rätselhafte Morde und unheimliche Erscheinungen führen ihn zum legendären Haus des Daedalus, einem vergessenen Ort tief unter den Fundamenten der Stadt. Verbirgt sich dahinter die Hölle selbst, wie ein vatikanischer Geheimbund vermutet?

Die Vatikan-Verschwörung

Die Vatikan-Verschwörung

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Letzte Kommentare:
09.12.2012 17:50:16
KingBear

"[...] die Handlung beginnt in einem Taxi. Der junge Taxifahrer ist ein stereotyper italienischer ragazzo, liebenswürdig, dabei redselig bis zur Aufdringlichkeit, erotischen Abenteuern nicht abgeneigt und natürlich ein rücksichtsloser, ja waghalsiger Fahrer. Man sieht, der Autor lässt keine Gelegenheit aus, sämtliche Klischees über Italiener und/oder insbesondere Römer zu evozieren, die dem Leser, der womöglich auch schon mal in Italien war, vertraut sind. Mit bemerkenswerter Offenheit bekennt er sich zu diesem Vorgehen, indem er seinen Protagonisten auf S. 9 reflektieren lässt "Klischees sind Klischees wegen ihrer grundsätzlichen Wahrheit"; man wünscht sich aber bald, der Autor hätte auch seinen Nachsatz "aber man muss sie nicht auch noch laut aussprechen" etwas mehr beherzigt.

Allerdings muss man anerkennen, dass die Gesprächigkeit des Taxifahrers durchaus eine erzähltechnische Funktion erfüllt: Der Fahrer bringt seinen Fahrgast - den Protagonisten des Romans - auf diese Weise dazu, einiges über sich zu verraten, womit er sich gewissermaßen auch dem Leser vorstellt. Man erfährt unter anderem, dass er "Kunstdetektiv" sei. Und was tut ein Kunstdetektiv? Er spürt "verschollene Kunstwerke auf. Im Auftrag von Sammlern und Museen." Hier wird für den geneigten Leser also absehbar, dass es in diesem Roman um verschollene Kunstwerke gehen wird (was er allerdings auch schon dem Klappentext entnehmen konnte), und es taucht der Verdacht auf, dass dieses Werk Kai Meyers eine gewisse Nähe zu dem einen oder anderen Weltbestseller aus der Feder Dan Browns aufweisen könnte. Ehe man hier aber mit Plagiatsvermutungen bei der Hand ist, ist man gut beraten, einen Blick auf die jeweiligen Erscheinungsdaten der Romane zu werfen, die einem hier in den Sinn kommen mögen. Das Haus des Daedalus erschien, wie schon erwähnt, im Jahr 2000; im selben Jahr kam Dan Browns Angels & Demons in den USA heraus (deutsche Ausgabe u.d.T. Illuminati erst 2003!); Browns Da Vinci Code datiert im Original von 2003, die deutsche Fassung u.d.T. Sakrileg von 2004. Meyer müsste also schon Hellseher oder Zeitreisender sein, um Dan Brown plagiiert haben zu können; das gilt es im Hinterkopf zu behalten [...]"

Ausführliche Kritik hier:

http://mightymightykingbear.blogspot.de/2012/12/der-piranesi-code.html

19.06.2008 17:59:41
Kathrin

Ich habe in meinem Job als Buchhändlerin dieses Buch selber gelesen, als super spannend empfunden und es mit Begeisterung schon oft verkauft. Ich bitte viele meiner Stammkunden um ein Feedback und es kam nur Positives für dieses Buch dabei raus. Klar, Sakralkrimis haben (noch) Saison, aber was spricht gegen kurzweilige Unterhaltung? Meiner Meinung nach ein absolut empfehleswerter Titel.

04.03.2008 12:58:26
Bernhard Schuberth

Also ich war sehr enttäuscht. Es kommt keine Spannung auf. Die Hauptpersonen sind einfach zu simpel gestrickt. Ich habe das Gefühl, daß einfach zuviele Autoren auf der Vatikan-Kirchen-Welle mitschwimmen wollen.

24.09.2007 17:45:05
Bibliophilos

Das Ärgerliche an diesem Buch ist, dass es eigentlich den viel passenderen Titel "Das Haus des Daedalus" trägt und dann im Zuge des Dan-Brown-Hypes unter dem strunzdummen Namen "Die Vatikan-Verschwörung" wiederveröffentlicht wurde. Da wollte sich der Verlag angesichts der alles überrollenden Welle von Sakralthrillern halt noch ein paar Eus zusätzlich abzwacken...

An sich ist Meyers Roman aber ganz lesenswert. Schon bevor Geschichten über vatikanische Verschwörungen dutzendweise auf den Markt geworfen wurden, versuchte der Geheimbund der 'Adepten der Schale' an eine Serie von geheimnisvollen Kupferstichen heranzukommen, die den Weg zu einem Geheimnis weisen, dass sich unter den Fundamenten der ewigen Stadt verbirgt. Im Unterschied zu der Masse der späteren Sakralthriller von Dan Brown, Matilde Asensi & Co. gibt es bei Meyer aber einige Dark-Fantasy-Elemente, wenngleich die Monsterchen vom Autor auch recht sparsam eingesetzt werden.