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Der junge Schweizer Student Viktor Frankenstein versucht in die Geheimnisse der Natur einzudringen. Er ist von der Idee besessen, das Elixier des Lebens zu finden. In einer düsteren Novembernacht gelingt ihm das Unfassbare: Aus Menschenknochen, die er aus Beinhäusern zusammengetragen hat, formt er einen menschenähnlichen Körper und haucht ihm Leben ein. Das überdimensionale, hässliche Monstrum lernt schnell gehen und versucht vergeblich die Zuneigung anderer Menschen zu erlangen.

In seiner Isolation verflucht er seinen Schöpfer und beschließt dessen Vernichtung: Er tötet den Bruder und den Vater Frankensteins. Der Wissenschaftler plant aus Mitleid, ihm eine Frau zu schaffen, verwirft jedoch diesen Gedanken, um die Vermehrung der schrecklichen Geschöpfe abzuwehren. Doch kann er weitere Morde nicht verhindern ...

Frankenstein

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Letzte Kommentare:
09.10.2019 15:54:58
LuisP

Ich habe gerade Mary Shelley‘s Frankenstein auf Englisch zu Ende gelesen. Und - ja, okay, ich stimme mit den genannten Punkten mehr oder weniger überein.

Viktor Frankenstein aus Genf, ein naturbegeisterter und ebenso familienliebender Mensch, ist Student in Ingolstadt. Dort erschafft er einen künstlichen Menschen - das so berühmte Monster- welches, wenn ich es richtig verstanden habe, ihm auch gleich wieder entwischt. Geplagt von dem Gedanken, ein solch abscheuliches Wesen erschaffen zu haben, kehrt er nach Genf zurück, auf die Bitte seiner „Cousine“ Elizabeth (ein von der Familie Frankenstein aufgezogenes Kind) hin. Denn - das Monster hat bereits den ersten Schaden verursacht. Frankensteins jüngster Bruder William wird ermordet und eine andere unschuldige Person dafür hingerichtet... Und das war erst der Anfang des Rachefeldzugs des Monsters gegen seinen Erschaffer...

Nun, wie erwähnt, der Roman ist nicht ein Horrorroman der heutigen Art sondern gehört eher der Klasse der damals bekannten „gothic fiction“ an - oder einfach „Schauerroman“. Dies ist auch auf den ersten Seiten deutlich zu spüren:
Mit seinen Briefen schildert Captain Robert Walton seiner Schwester aus England seine Erlebnisse seiner Nordpol-Expedition. Schon allein diese Beschreibung von dem vorbeiziehenden Schlitten, in dem eine merkwürdige Gestalt sitzt, löste bei mir eine kleine Gänsehaut aus...

Jedoch konnte oder wollte Mary Shelley dieses erzählerische Potenzial (das sie auch durchaus hat) nicht weiter ausschöpfen.
Die Geschichte bleibt zwar im Grunde interessant und auch spannend, aber sie hätte ruhig tiefer eintauchen können. Manches wird schlicht und einfach nur angerissen und nicht weiter ausgeführt. Zum Beispiel wäre es spannender gewesen, wenn sie die Taten des Monsters näher beschrieben hätte oder auch die Verfolgung seines Erschaffers.

Manche Landschaftsbeschreibung geht zu sehr ins Detail. Es ist zwar schön und auch gut (Mrs Shelley war, soweit ich weiß, auch eine Verehrerin der Schweiz), aber für die Gewichtung der Handlungsabläufe unbedeutend.
Meiner Meinung nach hätte die Geschichte auch noch länger sein dürfen, denn dann wären die Landschaftsbeschreibungen auch in Ordnung. Es könnten so mehr Konflikte eingebaut werden (auch zwischen der Familie und Frankenstein, denn die weiß offenbar nichts von dem Monster, wenn ich es richtig verstanden habe).

Gelungen ist vor allem die Einbettung der Geschichte in die Erzählung des Robert Walton. Vielleicht hätte sie diese Art auch noch weiterführen sollen, also mehr Briefe oder Erzählungen innerhalb der Gesamterzählung Frankensteins (auch von anderen Figuren, sodass nicht alles in Frankensteins Hand liegt). Denn so würde die Geschichte noch abwechslungsreicher und geladener.

Mary Shelley hat mit ihrem Roman ein wirkliches Meisterwerk geschaffen, das auf jeden Fall gelesen werden sollte. Jedoch vermutet man keinen Horrorroman, sondern eher einen (Schauer)Roman. Mögen auch manche „Schönheitsfehler“ in ihrem Werk stecken, so ist doch ihre Erzählkunst umso eindrucksvoller. Und hier sollte bedacht werden, dass sie erst 21 Jahre alt war, als sie Frankenstein veröffentlichte.

04.02.2017 15:44:35
seoirse_siuineir

Der Roman hat nur bedingt mit dem "klassischen" Frankenstein-Bild zu tun, das durch Verfilmungen mit Boris Karloff in den 30er Jahren geprägt wurde.
Letztlich stehe ich der Geschichte ambivalent gegenüber. Das von Frankenstein geschaffene Geschöpf ("der Unhold") will geliebt werden, stößt aber auf Grund seines abstoßenden Äußeren nur auf Ablehung, Furcht und Gewalt und zeigt deshalb seiner Umwelt gegenüber genau die gleiche Verhaltensweise: nämlich Ablehung und Gewalt. Der Haß des Unholds richtet sich in erster Linie gegen Frankenstein, der - so die etwas krude Logik - an seinem Unglück schuld ist, da er ihn geschaffen hat, und er stützt ihn dadurch selbst in's Unglück, indem er seine Opfer aus dem Umfeld Frankensteins auswählt.
Auf der anderen Seite Frankenstein selbst: letztlich versucht er sich als Schöpfer der Verantwortung für sein Geschöpf zu entziehen, indem er es wieder zerstören will, was ihm aber nicht gelingt ("Die Geister, die ich rief...").

02.11.2013 12:06:38
Der Rattenkönig

Mary Shelley´s Frankenstein kann auf keinen Fall mit einer der zahlreichen Verfilmungen verglichen werden. Shelley´s Werk ist ein drohender Fingerzeig Richtung Forschung und Technik. Plump gesagt"Wir Menschen sollten uns nicht über Gott und der Natur stellen, dass geht meistens in die Hose". Na ja, und Recht hat die gute Mary ja gehabt. Man denke nur an die ersten Atombomben und an geklonte Schafe. Die Geschichte ist eigentlich nicht besonders spannend und auch nicht düster geschrieben. Leser, die ein düsteres Schloß mit langen, dunklen Gängen erwarten oder vernebelte Friedhöfe, werden enttäuscht sein. Es fehlen auch die Bastelarbeiten an der Kreatur."Nein"! Das Vieh ist plötzlich fertig und haut ab. Mary Shelley ist zu ihren Lebzeiten viel durch Europa gereist. In Frankenstein findet man immer wieder Passagen mit Landschaftsbeschreibungen und Reiserouten. Und wie der gute Frankenstein es geschafft hat, ganz ohne Boot, seinem Schöpfer auf eine verlassene Insel zu folgen ,bleibt ein Geheimnis der Autorin.
Mary Shelley´s Frankenstein ist der Grundstein für den modernen Horror. Zahlreiche andere Schriftsteller und Filmemacher wurden durch ihren einzigartigen Klassiker inspiriert
Mary Shelley war eine starke Frau und hat mit Frankenstein ein zeitloses Werk erschaffen.

10/10

28.03.2010 13:02:01
ChristianA

Meiner Meinung nach es eines der am verkanntesten Bücher überhaupt!
So wie ich diesen Roman ( ist schon ein paar Jahre her ) gelesen habe, ist es vieles - aber kein Horror - Buch!
Victor Frankenstein ist nichts weiter als ein vom Ehrgeiz zerfressener Mann, der es sich zur Lebensaufgabe gemacht hat, einen Menschen zu erschaffen - und letztlich daran scheitert.
Ohne Rücksicht auf seine eigene Konstitution zu nehmen, macht er sich verbissen an das Werk, und schafft es sogar, sein Geschöpf zum Leben zu erwecken, nur um sich dann davon abzuwenden, da er dessen Äußeres - für das er selbst verantwortlich ist - nicht ertragen kann.
Von Frankenstein allein gelassen, macht sich der "Unhold" schließlich auf, sein Leben ohne die Hilfe seines Erschaffers zu meistern, und muß schnell erkennen, daß die Menschen nur akzeptieren, was auch in ihr Vorstellungsschema paßt - die verstoßene Kreatur gehört nicht dazu!
Daß der "Unhold" dann mehrere Morde verübt, liegt nicht etwa daran, daß er so unsagbar schlecht wäre, sondern es ist wie das Betteln eines Kindes nach Aufmerksamkeit der Eltern.
"Frankenstein" ist ein Roman, der in hervorragender Weise aufzeigt, daß der Mensch nicht alles tun muß, wozu er in der Lage ist - auch die Wissenschaft sollte nicht jeden Weg gehen, nur weil er begehbar ist - es gibt Dinge, an die sollte man nicht einmal denken - zum Beispiel die Erschaffung einer neuen Menschenrasse!

09.07.2008 19:15:22
Sinitrena

Frankeinstein erzählt die Geschichte von dem Studenten Viktor Frankenstein, der während seines Studiums ein Wesen aus Verstorbenen erschafft, dann jedoch im Stich lässt. Das Monster, das keinen Namen erhält, ist auf sich alleine gestellt und wird von den Menschen enttäuscht. Sie verachten ihn seines Aussehens wegen und schließlich tötet das Monster den Bruder Frankensteins, den er zufällig trifft.
Die ganze Geschichte ist im Rückblick aus der Sicht Frankensteins erzählt. Nur in wenigen Szenen bekommt man einen Einblick in die Gedanken des Monsters. Dennoch ist das Monster der sympathischste Charakter der ganzen Geschichte.
Teilweise wird die Erzählung langatmig, besonders wenn es seitenweise Beschreibungen der Landschaft gibt, die sehr ins Detail gehen. Gleichzeitig kommen andere Szenen, die weit spannender wären, um einiges zu kurz. So wird nicht beschrieben, wie Frankenstein die Körperteile sammelt oder wie er das Monster zusammensetzt, sonder es wird nur gesagt, dass er es tut. Das nimmt besonders im ersten Teil der Erzählung einiges an Spannung heraus. Detailierter ist die Erzählung des Lebens des Monsters, die auch eine der faszinierensten Stellen des ganzen Buches ist.
Insgesamt mangelt es "Frankenstein" zwar teilweise an Spannung und Detail, dennoch ist es ein Buch, das man weiter lesen möchte, zum großen Teil auch, weil es im Rückblick erzählt ist und man erfahren möchte, wie man letztlich zu der Stelle kommt, von der aus der Rückblick begann.