Makroskop

  • Heyne
  • Erschienen: Januar 1975
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Als die Makronen entdeckt werden, Atomteilchen, die sich ähnlich wie Neutronen verhalten, gelint der Physik der entscheidende Durchbruch. Makronen können jede Materie durchdringen, sind also die ideale Trägerwelle im Universum. Zugleich treten sie mit den Gravitationsfeldern in Wechselwirking, mit den Raumverformungen, die sie durcheilen, wodurch die Materie, die diese Gravitation verursacht, exakt abgebildet wird. Das bedeutet aber nichts anderesm als dass von jedem beliebigen Punkt im Universum ein fotografisch genaues Abbild gemacht, jeder Vorgang beobachtet, jedes noch so gehütete Geheimnis entdeckt werden kann, gleichgültig ob der Ort zehn Kilometer oder zehntausend Millionen Lichtjahre entfernt ist. Doch die Menschen sind keineswegs die ersten, die dieses "Schlüsselloch" entdeckt haben. Als sie das erste Makroskop in einer Umlaufbahn in Betrieb setzen, müssen sie feststellen, dass technologisch höher entwickelte Zivilisationen sich längst dieses Medium zur Nachrichtenübermittlung bedienen - und dass sie gegen unliebsame Voyeure, die erwartungvoll durch dieses Schlüsselloch starren wollen, wirksame Sicherungen eingebaut haben. Von jenseits des Universums kommt die Botschaft einer uralten Rasse - und plötzlich gewinnen die uralten Symbole der Astrologen neue, unerwartete Bedeutung.

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