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Jörg Kijanski
Sex und Gewalt in einer nicht immer packenden Story

Buch-Rezension von Jörg Kijanski Apr 2007

Serena und Charlie sind für eine Woche mit den Kindern verreist, so dass ihre Freundin Alice auf das Haus aufpassen soll. Bereits am ersten Abend sieht sie einen fremden Mann nackt im Pool schwimmen. Als im Haus das Telefon läutet, weil ein gewisser Tony sich auf der Suche nach seiner Freundin Judy verwählt hat, nehmen die Ereignisse ihren Lauf. Der Fremde nähert sich, angelockt von dem Telefon, dem Haus, woraufhin Alice in Panik gerät und den Hörer abnimmt, um so den Eindruck zu vermitteln, sie telefoniere mit der Polizei. Daraufhin flüchtet der Fremde in den an das Grundstück angrenzenden Wald, doch nur wenige Minuten später klingelt es an der Haustür. Mit einem Säbel bewaffnet öffnet Alice und erschlägt aus einer vermeintlichen Notwehr heraus den vor der Tür stehenden Mann. Doch dieser ist nicht der Fremde, sondern Tony.

Alice entscheidet sich, die Leiche unauffällig verschwinden zu lassen und findet auf einem Zettel eine Anschrift. In der Annahme, dies sei Tonys Wohnung, parkt sie dort in der Tiefgarage Tonys Wagen mit dessen Leiche. Doch sind damit alle Spuren beseitigt? Hat womöglich Tonys letzter Anruf der Nummer von Serena und Charlie gegolten und lässt sich so die Spur zu Alice zurückverfolgen? Um auf Nummer sicher zu gehen, geht Alice zu der angegebenen Wohnung um nach dem Telefon zu suchen. Als sie einen Türschlüssel ausprobiert öffnet sich die Tür und eine junge Frau steht vor ihr: Judy.

Alice erzählt Judy eine wilde Geschichte, wonach Tony versucht habe, sie in einem abgelegenen Wald zu vergewaltigen, woraufhin sie ihn mit einer Flasche bewusstlos geschlagen habe. Judy schlägt vor, Tony im Wald zu suchen, um sicherzugehen, dass er noch lebt. Alice findet die Idee hervorragend, kann sie dort auch gleich Judy als Zeugin unauffällig beseitigen. Im Wald angekommen schlägt Alice Judy mit einem Stock bewusstlos. Um diese endgültig zu töten, sucht Alice in einem nahe gelegenen Flussbett nach einem schweren Stein. Kurz darauf kehrt sie zurück, aber Judy ist verschwunden. Ihre Spur führt immer tiefer in den Wald…

";Stellen Sie sich vor, Norman Bates hätte den Duschvorhang aufgerissen und erkennen müssen, dass Janet Leigh einen Kavalleriesäbel hätte!
 Die Geschichte des Kinos hätte in weiten Teilen neu geschrieben werden müssen.";

Wer Richard Laymon kennt, weis was ihn erwartet. Wo sonst würde sich eine Frau nackt ausziehen, nur um sich bei der Beseitigung einer Leiche nicht die Kleidung schmutzig zu machen? Wo sonst würde ein Frau das vermeintlich beste Stück eines Mannes abbeißen und hinunter schlucken, um später anzumerken, dass der Senf gefehlt habe? Auch in ";Nacht"; fallen die Hüllen in einem atemberaubenden Tempo und die ein oder andere Vergewaltigungsszene fehlt bei Laymon ohnehin nicht. Mann kann, Frau muss diese teils pornografischen und frauenfeindlichen Szenen selbstverständlich verurteilen. Gleichwohl ist der vorliegende Roman derart abgedreht und überzogen, dass man sowohl die zahlreichen Sex- wie auch die Ekelszenen tatsächlich nicht ernst nehmen kann. Wie allein in der Anfangsszenerie Alice versucht Tonys Leiche in den Kofferraum zu heben ist Slapstick pur. Da ihr Tony zu schwer ist und sie ständig beim Anheben der Leiche ausrutscht, entschließt sie sich letztlich diese mit besagtem Säbel zu zerkleinern. Was im weiteren Verlauf noch alles passiert kann man sich in etwa vorstellen, wenn man weis, dass noch ein Kannibale und ein ";Spaß-Killer"; die Szenerie betreten.

Nervige Hauptfigur und seitenlange Spurenvernichtung stören den Erzählfluss.

Laymons hoch gelobter Schreibstil kommt bei ";Nacht"; nur begrenzt zum Tragen. Zunächst stört erheblich, dass der Roman in Ich-Form verfasst wurde, zumal Alice eine Person ist, deren Verhalten überhaupt nicht nachvollziehbar ist. Klar, der ganze Roman ist so gesehen total daneben, und dennoch nervt Alices Verhalten auf Dauer. Hinzu kommt, dass Alice zunehmend, sprich seitenlang, damit beschäftigt ist, sich immer wieder die Frage zu stellen, was sie noch alles erledigen muss, um ihre Spuren zu beseitigen. Des Öfteren werden sogar reine Auflistungen gefertigt.

Wer sich an den teils expliziten Sexszenen nicht stört, bekennender Laymon-Fan ist und zudem schon immer einmal wissen wollte, was man/frau alles mit einem Säbel zerkleinern kann, der findet hier einen weiteren, trashig durchgeknallten Horror-Trip. Nicht auszudenken wäre das Ergebnis, würde Quentin Tarantino diesen Roman verfilmen.

Nacht

Nacht

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Letzte Kommentare:
11.05.2014 12:17:45
midnight

Dass man von einem Laymon nicht wirklich tiefgründiges erwarten kann und die Szenen hie und da ziemlich übertrieben und an den Haaren herbeigezogen sind, wissen wir. Das gehört zu Laymon.
ABER.. Hier bei dem Buch ist die Übersetzung wirklich grottenschlecht. Und noch schlechter ist der Lektor, dem offensichtliches nicht auffiel. Beispiel: Sie zieht sich eine schwarze Hose an, ist dann aber in einem grünen Rock mit Schlitz unterwegs. Ihr wird die rote Bluse vom Körper gerissen, dass die Knöpfe plupp-plupp-plupp einer nach dem anderen abspringen.. dann ein paar Kapitel weiter knöpft 'Alice' dieselbe Bluse vor dem Pool wieder langsam auf... Wie gesagt, ich erwarte nicht viel Tiefgang vom Inhalt eines Laymon. Aber man sollte erwarten können, dass der Autor fähig ist, seinem eigenen Handlungsstrang zu folgen. Das ist das, was mich wirklich nervt..

06.08.2011 16:26:14
bobo88

"Nacht" war mein zweites Buch. Seitdem teile ich mir die Bücher von Richard Laymon ein. Der Kerl ist ja tot und hat nur eine begrenzte Anzahl von Büchern geschrieben und die müssen bis an mein Lebensende reichen. Niemand sonst hat so einen Schreibstil wie er. Jack Ketchum versucht es, bringt es bei seinen Büchern aber kaum auf über 400 Seiten. Stephen King versucht viel zu sehr Tiefe in seine Geschichten zu bringen und vergeudet unnötig teures Papier für Nichtigkeiten(Mein King-Tipp: Todesmarsch). Die Geschichten von Dean Koonz wirken viel zu konstruiert (Mein Koonz-Tipp: "Die Anbetung", "Der Todesregen").
Laymon hatte es jedoch einfach drauf kurz, lakonisch und witzig zu schreiben. Und seine Geschichten packen mich jedes Mal bei den Eiern, so dass ich darum kampfen muss nicht noch ein weiteres Kapitel lesen zu müssen, das Buch wegzulegen und mein Gesicht noch gegen ein Kopfkissen zu drücken bevor der Wecker klingelt.
Ich hatte noch nie irgendwelche Probleme mit der Logik in seinen Büchern. Ich war immer zu vertieft darin um mich aus dem Konzept bringen zu lassen.
Und was das Thema "unsympathische Protagonisten" angeht... Was soll ich dazu sagen? Das ist wohl Geschmacksache. Mir gefallen diese Gutmenschen, die bei anderen Schriftstellern durch die Geschichten eiern nicht.

Fazit: KAUFEN!!!!!!

06.01.2011 15:34:21
durcherbub78

Für mich ist es das beste Buch von Laymon!
Ich hab bei einem Thriller noch nie so oft den Kopf geschüttelt wie bei diesem Werk! Tolle Wendungen in der Story, bleibt immer spannend...und irgendwo hab ich gelesen das man in etwa in einem Quentin Tarantino Film gefangen ist. Dem kann ich nur zustimmen!
Das soll aber niemanden abschrecken der Taratino nicht mag.
Auf alle Fälle LESEN LEUTE

11.10.2009 09:53:56
LISA

"nacht" war ca mein 5 laymon buch und ich habe es teils genossen und teils nicht... es war ziemlich unterschiedlich zu den anderen (die insel,das treffen,das spiel). Ich bin froh das ich das buch nicht als erstes gelesen habe, denn dann wuesste ich nicht ob ich wirklich so ein groesser Laymon fan geworden waere wie ich jetzt bin! ABER TROTZDEN-> LESEN!!!


EIN LAYMON BUCH LOHNT SICH IMMER!!!!!

14.09.2009 12:47:11
Jesssie

Mal davon abgesehen, dass der Klappentext falsche Informationen enthält und viele Rechtschreibfehler vorkommen, ein absolut irrer Trip! Yes! Hier trieft es mal wieder vor Blut, Gewalt und Sex. Schnell und spannend, Richard Gere hätte mich nicht mehr außer Atem bringen können ;-)

Anfangs dachte ich, wie blöd doch diese Alice ist... aber zum geniessen muss man wirklich die Logik außer Acht lassen und mit einem Augenzwinkern weiterlesen. Dann eröffnet sich einem ein herrlicher, absurder, mörderischer Spass! Sehr unterhaltsam und kurzweilig. 95 Grad

09.07.2009 18:52:49
Alexi1000

"Nacht" leidet wirklich etwas an seiner Hauptprotagonistin. Sie schlittert da von einer haarsträubenden Situation in die nächste, ich konnte das aber nicht so wirklich nachvollziehen, wie sie sich da immer wieder rausgezogen hat. Alice (wenn Sie denn so heißt) war mir durchweg unsympathisch.
Bleibt unter dem Strich ein etwas wirres Konstrukt, welches mit viel Blut die Hard-Core Fans ansprechen kann.

23.06.2009 13:50:36
barthy79

Ich hab " Die Jagd" als erstes Laymon Buch gelesen. Der Autor hat meiner Meinung nach ausschließlich versucht mit drastisch dargetellter Gewalt und Andeutungen zu Sex mit Minderjährigen Aufmerksamkeit zu erregen. Die Geschichte einer Hetzjagd, Killer gg junge Frau oder gar Mädchen haben andere weitaus niveauvoller und spannender erzählen können, ohne ständig die sexuellen Erregungszustände eines zwölfjärigen gegenüber einer vierzehnjährigen zu schildern. Mir wurde Richard Laymon empfohlen, warum auch immer, aber ich war mäßig begeistert und irgendwie froh als die letzte Seite gelesen war. Wenn sich alle Geschichten von ihm so lesen und im Plot ähneln war das das letzte was ich von Laymon gelesen hab. Wer gern blutig und bizarr liest sollte sich die in den frühen neunzigern erschienene "Splatterpunk"- Serie zu gemüte führen. Kurzgeschichten an denen ein Tarantino seine wahre Freude hätte.

21.06.2009 16:56:05
Bücherwürmchen

Das Buch "Nacht" ist nur eines von vielen Richad Laymon Büchern, aber mein erstes.
Trotz mancher übertriebenen Szenerien, wie nackt eine Leiche mit einem Säbel zu zerkleinern, fand ich das Buch amüsant und durchgeknallt.
Zwar kann ich ihre Taten teilweise nicht nachvollziehen, denoch habe ich nicht aufgehört zu lesen.
Schade dennoch, dass Murphy durch einen Unfall sterben musste, doch ohne diesen Zwischenfall, wäre es zu langweilig geworden, meiner Meinung nach.
Ich selbst kann dieses Buch mit gutem Gewissen weiterempfehlen.

09.06.2009 09:30:06
Fenja09

Ein weiteres Buch von einem Meister, der sein Handwerk versteht... So langsam wird's knapp, an deutsche Ausgaben zu kommen, da ich schon fast alle zusammen habe... Ich hoffe, dass seine anderen Werke übersetzt werden und ich weiter diese Bücher lesen und meine Bibliothek erweitern kann =)

Dieses Buch ist ausgezeichnet! Wenn man sich in die Geschichte hinheinversetzt beim Lesen, wird einem manchmal echt übel und heiß. Wenn man bedenkt, dass man an "Alice" ihrer Stelle wäre, dann wüsste ich nicht, was ich alles angestellt hätte... Da sie sich aber immer wieder zu Wegen und Mitteln entscheidet, die ich nie in Erwägung gezogen hätte, ist das Buch super spannend! Bis zum Schluss. Gut, das Ende gefällt mir nicht wirklich... Das die beiden nun schwanger sind... Na ja... Nicht wirklich ein einfallsreicher Schluss und hat mich an "Keller" erinnert =) Dort waren Mutter und Tochter auch schwanger... Na ja... Aber wie immer: Jeder sollte sich selber eine Meinung bilden und LESEN!!! =)

22.05.2009 13:20:39
HorrorFan

Ich bin ebenfalls mehr als begeistert von Laymons Büchern. Ich hab die letzten Jahre kaum gelesen bis ich mir "Die Insel" gekauft habe, seitdem bin ich nur noch am Lesen, bin grad bei "Die Jagd" ... ich werd mich dranhalten und alle weiteren Bücher von ihm kaufen, kann es also selbst auch nur weiterempfehlen!

22.02.2009 21:05:01
OptimusPrime

Ich kann mich den meisten Kommentaren nur anschließen. Nachdem ich jetzt fast alle Laymon-Bücher gelesen habe und ich mir so einen Gesamtüberblick verschaffen konnte, gehört "Nacht" defintiv zu den TOP3! Abwechslungsreich, spannend und alles was ein Laymon so zu bieten hat. Und scheiss auf irgendwelche Logik und Nachvollziehbarkeit. Wenn man einen Laymon liest setzt doch eh das Gehirn aus - wie beim Autor so manchmal wohl auch. Es geht mir bei seinen Büchern eben um den Thrill und die Atmo. Und das hat(te) der Typ einfach drauf!!!!!!

30.01.2009 18:43:33
Tanja Sattlecker

Ich habe alle Bücher von Richard Laymon gelsen und ich liebe sie alle..
Jetzt weiß ich nicht was ich lesen soll, bzw welchen Autor. Es kommt keiner an ihn heran.
Er ist mit abstand der beste Autor in der Geschichte.
Alle Bücher von Richard Laymon sind einfach atemberaubend.
Am geilsten jedoch fand ich Nacht, das Treffen und das Spiel.
Ich liebe diese Büche. Habe jedes mindestens 3mal gelesen.
Aber jetzt weiß ich nicht mehr was ich lesen soll.
Kann mir vielleicht jemand einen ähnlich Autor empfehlen? (obwohl keiner auch nur annähernd an Richard Laymon heran kkommt xB )

30.01.2009 17:50:02
sabrina

ich lese nicht gern Bücher, aber viele meinten, dieses Buch wäre so gut, dass ich es lesen muss.. und so hab ich es wirklich gelesen und konnte nicht aufhören ! es is einfach so spannend, weil diese nacht nie aufhört ! und jetzt lese ich schon das dritte Buch von Laymon.. ich kann euch nur sagen ! LEST ES AUCH !

10.12.2008 16:51:35
thrillerqueen

zuvor habe ich "das spiel" von ihm gelesen und war total begeistert. doch von diesem buch war ich mehr als enttäuscht. ich hatte noch nicht einmal lust, weiter zu lesen, was mir wirklich sehr selten passiert. das buch ist viel zu langatmig geschrieben und wie schon enige meinten, sehr realitätsfern. das einzig positive was ich dem buch abgewinnen konnte, waren die sexszenen mit murphy. warum musste laymon ihn sterben lassen? schade, ich hatte mich wirklich gefreut, wieder ein buch von ihm zu haben, aber naja...

14.10.2008 16:33:44
ich

DAS BUCH IST EINFACH HAMMER!!
ich finde es total spannend!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! vor allem wenn man es am abend alleine im zimmer liest ist es total gruselig ... das einzige was ich ein wenig übertrieben finde sind die erotikszenen mit murphy ... doch sonst ist es absolute spitze :):):)):):):):):):):) ich kann es total total empfehlen !!!!!!

03.08.2008 14:05:45
Krimi-Tina

Mein erster Laymon. Eindruck: zwiespältig. Nicht wegen der komplett fehlenden Logik und Nachvollziehbarkeit, das hatte ich nicht anders erwartet. Auch nicht wegen teilweise exzessiven Brutalität . Auch das hatte ich erwartet. Aber zum einem wiederholen sich ständig sehr ähnliche Szenen, nicht nur die schon erwähnte Spurenbeseitigung, die sehr viel Tempo rausnimmt, auch die ständige Baderei von Alice geht einem irgendwann auf die Nerven. Und vieles andere mehr. Ich hätte eigentlich erwartet, dass dem Herrn Laymon mehr einfällt Zum anderen sind die Dialoge zum Teil fürchterlich hölzern.
Fazit: durchaus unterhaktsamer Trash, wenn man auf diesen "Irrer Sereinmörder jagt nackte junge Frau durch die Gegend" Plot steht. Aber es bleibt das Gefühl da wäre mehr drin gewesen.

25.07.2008 20:34:09
picatcho

Dieses Buch hat mir überhaupt nicht gefallen.Als störend empfand ich,den Schreibstil in Ich-Form, vorallem desswegen,weil Alice absolut unrealistisch und extrem nervend rüberkommt. Seitenlange Beschreibungen wie Alice die Spuren beseitigt, Fingerabdrücke abwischt etc. War absolute Zeitverschwendung. Für mich war das der Erste und letzte Laymon!

23.06.2008 08:37:56
xxx

Meine Meinung ist. Es ist ziehlmich interssesant, es spricht auch die Jungen leser an. Dadurch es ziehmlich Interessant geschrieben ist, ist es wirklich fantastisch zu lesen. Es reist euch mit. also umbedingt LESEN..

16.05.2008 17:27:11
sunfeel

dieses buch habe ich eher zufällig in die hände bekommen und hab bis dato noch nichts von laymon gelesen oder gehört. ich habe bereits beim buchanfang so meine probleme gehabt: alice ist für mich absolut nicht realistisch, weder ihr handeln noch ihre (kurz nach einem ungeplanten & heftigem mord) gedankengänge sind nachvollziehbar. da es aber das einzige buch war was ich während meines urlaubs zur hand hatte, habe ich mich trotzdem bis zum mord am smarten murphy durchgequält und danach endgültig weggelegt.
mein fazit: nur was für splatterfans die komplett fehlender realitätsbezug nicht stört.
p.s. habe dann glücklicherweise stefano bennis "geister" in die finger bekommen. LESEN!

13.04.2008 14:29:04
Christian Wilkens

Wow!

Eines der Highlights des Jahres 2007. Ich bin süchtig nach Laymon, obwohl ich ihn noch nicht allzulange kenne. Erst seit den Veröffentlichungen bei Heyne und bei Festa. Im gewissen Sinn ein recht naiver Schreibstil, aber er vermag zu fesseln. Okay, die sexistischen Sachen stören mich etwas, wie in allen seinen Büchern, die ich bis jetzt gelesen habe. Der Inhalt ist verstörend, aber das macht es gerade. Das Buch ist mindestens so gut wie Rache, wenn nicht sogar etwas besser. Vampirjäger ist ebenfalls nen Knaller, die Materie ist allerdings etwas anders. Nacht ist ein Pageturner, den ich in zwei zügen durchgelesen habe. Bei Laymon gibt es keine Hänger.Nur Jack Ketchum ist ihm als Autor dieses Genres ebenbürtig. Ich freue mich darauf, noch viele ihrer Bücher zu lesen.

15.03.2008 16:19:13
Sonny

Rang zwei meiner bisherigen Laymon-Rangliste. Die Frau weiß sich zu helfen.
Brutalität, Sex und völlig absurde Szenarien in einem wahnsinnigen Tempo. Durchweg gelungener Laymon.

07.03.2008 07:17:02
Frank

Da isser wieder. Laymon hat was von einem guten Bier. Man freut sich auf was "neues". Auch hier wird man natürlich nicht enttäuscht. Laymon verbindet Sex, Gewalt + gute Laune. Das ganze selbstredend erfrischend konsequent unlogisch - was dem Lesespaß allerdings keinen Abbruch tut. Man kann eigentlich nur hoffen, daß man seinen ProtagonistINNEN niemals in ähnlicher Ausprägung über den Weg läuft..

06.03.2008 20:52:59
Heaven23

Das ist Laymon ! einfach super geschrieben, im gewohnt abartigen und nicht immer logischen Stil ! Ein Schreiber vor mir nannte es "Splatter" und genau das ist es auch. Ein Roman, der sich flüssig lesen lässt, den Leser an das Buch fesselt und an Spannung keine Sekunde lag verliert ! Ich fand Nacht einfach abartig gut !

23.01.2008 19:11:22
effie

Das Lesen von NACHT war sehr zwiespältig. Hin und wieder wollte ich es einfach beiseite legen. Weshalb ich mich nicht dazu entschließen konnte, kann ich nicht rational begründen.
Wörter wie Sinn oder Logik sind im Zusammenhang mit diesem Buch fehl am Platz und hatte ich auch nicht erwartet. Ob Alice schlüssig re- und agiert spielt dabei keine Rolle - oder ob das Romanfiguren in Extremsituationen überhaupt tun. Das entzieht sich meiner Vorstellungskraft.
Die Idee ist gut, aus der eine gute Geschichte hätte entstehen können. Es beginnt furios und ohne großes Vorgeplänkel. Dem geht aber ziemlich schnell die Luft aus und Spannung mag sich nicht einstellen.
Die (gefühlte) Hälfte des Romans beschreibt das Abwischen von Fingerabdrücken und anderen Aufräumarbeiten. Das ist nicht unterhaltsam, es war langweilig und irgendwann nur noch nervend.
Das Buch als Parodie gelesen, hat auch nicht seinen Wert als Unterhaltungsliteratur erhöht. Diese ab-/überdrehten Szenen und Dialoge empfand ich als lächerlich, und nicht zum Lachen.
In meinen Augen Trash, der keinen Spaß gemacht hat.

28.12.2007 08:24:46
mase

Ein cooles Stück Trivialliteratur. Es hat sehr gut unterhalten und Spass gemacht, obwohl es während der Spurenvernichtung teilweise mühsam vorranging. Die Filmrechte sollten an Tarantino vergeben werden und meine eigentliche Heldin ist Judy. So, mehr gibt es nicht zu sagen, ausser dass man trotz aller Kritik dieses Buch wohl nie vergessen wird.

09.12.2007 17:36:54
Stubs

Nacht hat mich sehr gut unterhalten. Völlig abgedreht und streckenweise unlogisch. Geärgert hat mich eine Sequenz, als die Hauptperson in roter Bluse und schwarzer Hose loszieht und in der nächsten Szene hat sie dann plötzlich einen grünen Rock an. Aber na ja - den Erzählfluss stört es nicht wirklich und für weitere Szenen muss tatsächlich der Rock an die Frau, sonst haut die ein oder andere Abfolge nicht hin.
Insgesamt Splatter und eine hohe Schlagzahl an Absurditäten, die Laymon einem machinengewehrartig um die Ohren haut. Bis auf das Ende ein Laymon-Genuss.
Bin mir sicher, dass die Laymon-Kritiker gerade dieses Buch zerreissen werden.
Für mich kommt Nacht sogar fast noch besser rüber als Rache, weil noch abgedrehter und schneller im Plot.

15.10.2007 09:57:11
Bio-Fan

Ein wirklich tolles Buch. Mit das Beste, was ich in der letzten Zeit gelesen habe.
Wichtig ist, alles nicht zu ernst zu sehen. Als Parodie gelesen eröffnet sich ein kurzweiliges und immer spannendes Buch. Spannend, weil wirklich allles möglich scheint. Laymon überzieht in vielen Szenen dermaßen, dass man selbst beim wildesten Gemetzel noch lachen kann.
Ich finde, dass gerade die Ich-Erzählform den nötigen Drive in die Geschichte bringt. Die Gedankengänge der Heldin vor und nach ihren Taten sind für mich das Salz in der Suppe.
Wer Laymon kennt, weiß, dass er gerne eine Prise Sex seinen Geschichten hinzufügt, was hier die Sache genial abrundet.