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Carsten Kuhr
Zwei Seiten einer Medaille - oder nicht immer passt zusammen, was zusammen gehört

Buch-Rezension von Carsten Kuhr Jul 2008

Zum zweiten und zumindest bislang letzten Mal entführt uns Marie Brennan in ihre archaischen Welt der Hexen. Jedes Mal, wenn einer der rothaarigen Säuglinge geboren wird, muss die potentielle Hexe der Göttin geweiht werden. In einem magischen Ritual teilt sich der Körper auf, ein Doppelgänger entsteht, während in dem verbleibenden Körper die Kanäle der Macht angelegt und geöffnet werden.

Seit Generationen musste die angehende Hexe, um ihre Kräfte schlussendlich zu wecken und kontrollieren zu können, ihren Zwilling töten. Mirei, die ehemalige Kämpferin und Magierin hat allerdings bewiesen, dass die altehrwürdige Tradition nicht nur überholt, sondern schlicht unnötig ist. Durch Verbindung der Doppelgänger entsteht weit mehr als die Summe der Beiden - sie erhalten Zugang zu einer ganz eigenen, machtvollen Magie. Doch wie immer, wenn eine Tradition gebrochen werden soll, gibt es verbohrte, erzkonservative Kräfte, die sich dem Fortschritt in den Weg stellen.

Eine der fünf Primen sagt sich von Sternenfall los und verschwindet, um die versteckt lebenden Zwillinge ihrer Bestimmung - dem Messer - zuzuführen. Wer anders als Mirei kann sie aufhalten - und so zieht sie diesmal als vollständige Hexen-Kriegerin aus, das Unheil aufzuhalten...

Von den Schwierigkeiten, einem abgeschlossenen Roman eine Fortsetzung folgen zu lassen

Im Vergleich zum ersten Band ist auffällig, dass die Autorin dieses Mal den politischen Ränkespielen weit größeres Augenmerk schenkt. In der Ausarbeitung auch in Details glaubwürdig, allerdings eben wegen der Einzelheiten auch ein wenig ermüdend zu lesen, berichtet sie uns von dem Geschiebe hinter den Kulissen, vom Spiel um Macht und Einfluss. Wer derartige Beschreibungen mag, der kommt voll auf seine Kosten.

Trotz all dieser Erklärungen aber bleibt die Welt, in der Brennan ihre Handlung angesiedelt hat, weiterhin doch arg diffus. Nachdem weite Strecken beider Romane durch Reisen geprägt sind, immer neue Städte und Festungen besucht werden, verwundert mich dies doch ein wenig. Wir erfahren kaum etwas über die Orte und Landschaften - die Wälder sind grün und dicht, die Auen weit, die Orte mal dichtgedrängt voller Menschen und Gebäude, dann wieder verteilt über malerische Hügel. Das ist mir einfach zu wenig, als dass es mich überzeugen würde.

Auch die Darstellung der Personen bleibt weit hinter dem Erhofften zurück. Die Doppelgänger, die aus ihrem bisherigen Leben gerissen werden, fürchten sich, doch irgendwie nahm ich diesen und der Autorin die Gefühle nicht ab. Auch wenn gerade die Emotionen deutlich, um nicht zu sagen grell herausgestellt werden, es fehlt das glaubwürdige Fundament und die Einbindung in die Handlung.

Unter einem Wust von Action versucht die Autorin dieses Mal die Defizite in der Charakterzeichnung zu vergraben, macht das auch nicht ungeschickt, doch so sehr uns die Handlung zeitweise auch mitreißt, ich wurde nie richtig warm mit den Gestalten. Selbst ihre Protagonistin bleibt weit hinter ihren Möglichkeiten zurück. Wo ist die Frau, die angesichts der Verschmelzung von zwei selbständigen und charakterlich total unterschiedlichen Menschen eigentlich innerlich mit sich selbst im Unreinen sein müsste, wo die Angst vor der Verantwortung, die plötzlich auf ihr lastet? Da passt es, dass wir von vielen wichtigen Begebenheiten nur vom Hörensagen erfahren.

Einem Interview mit der Autorin konnte ich entnehmen, dass sie zunächst nur den ersten Roman als Einzeltitel geschrieben hat. Nachdem der US-Verlag diesen aber nur ankaufen wollte, wenn sie eine Fortsetzung dazu liefern würde, hat sie in Rekordzeit einen zweiten Teil nachgeschoben. Und genauso liest sich das Werk dann auch - überflüssig und unausgegoren.

Hexenkrieger

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