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Carsten Kuhr
Vampire in Toronto - oder die Buchvorlage einer erfolgreichen TV-Serie

Buch-Rezension von Carsten Kuhr Nov 2008

Seit einigen Wochen ist nun auch auf RTL II die US-Serie Blood-Ties zu bewundern. Grund genug für Egmont-Lyx, die schon vor Jahren im kleinen Verlag Feder & Schwert zum ersten Mal aufgelegten Titel erneut ins Programm zu nehmen.

Urban Fantasy, unter diesem Signet kann man auch die fünf Bände einordnen, die damals, lange vor dem Boom, erschienen sind. Es gibt Menschen und Vampire, ein paar Werwölfe dürfen auch mitmischen, eine toughe Frau zwischen zwei Männern - eigentlich kann man da verkaufstechnisch gesehen nichts falsch machen.

Heldin der fünf Romane ist die ehemalige Polizistin Vicky Nelson. Ihren geliebten Job in der Mordkommission von Toronto hat sie aufgrund eines zunehmenden Augenleidens aufgeben müssen. So fristet sie ihr Dasein als Privatdetektivin - und, sie ist gut in ihrem Job. Meist sind die Oberservationen zwar nicht sonderlich anspruchsvoll, doch die Miete will schließlich auch bezahlt sein.

Doch Toronto hat mehr zu bieten, als ein in der Dämmerung hochgeklapptes Pflaster und seine Eishockey-Mannschaft. Gar Merkwürdiges geht vor in der kanadischen Metropole. Leichen werden entdeckt, denen das Blut fehlt. Die Regenbogenpresse hat ihre Sensation, und Vicky täte nichts lieber, als das Mysterium zu untersuchen, und eine rationale Erklärung für die Vorgänge zu finden. Doch das übernehmen jetzt andere - sie, die langsam erblindet, ist da außen vor.

Kollege Zufall kommt ihr schließlich zu Hilfe. Eines Tages entdeckt sie eine Leiche, der die Gurgel herausgerissen wurde, das Blut ist aus den Adern verschwunden. Während ihr Ex-Geliebter Mike Celluci von Berufs wegen dem Täter nachspürt, macht sie sich zunächst nur aus Neugier an weitere Nachforschungen. Am Tatort des nächsten Mordes überrascht sie einen jungen, höflichen Mann. Ist er der Täter von denen die Zeitungen in großen Lettern berichten?

Seinen Lebensunterhalt verdient der nette Herr mit dem Verfassen von historischen Liebesromanen, die sich durch geschichtliche Akkuratesse auszeichnen. Warum aber verlässt Henry Fitzroy seine Luxuswohnung immer nur nach Sonnenuntergang? Eine Allergie, ein Spleen, oder ...?

Der Urban-Fantasy-erfahrene Leser ahnt, was Vicky erst mühsam eruieren und zögerlich akzeptieren muss. Der nette Herr mit den gepflegten Umgangsformen ist der uneheliche Sohn Heinrichs VIII., ein Nosferatu. Auf seine unaufdringliche Art wirbt er um die Gunst Vickys und macht sich mit dieser zusammen auf die Jagd nach dem wirklichen Täter ...

Gelungene Mischung aus Krimi und Vampir-Thriller

Egmont-Lyx hat sich in den letzten Jahren quasi aus dem Nichts zu einem auflagenstarken Verlag entwickelt. Insbesondere im Bereich der nach wie vor boomenden Urban Fantasy und der Romance-Fantasy konnte man bei den meist jüngeren Leserinnen punkten. Gerade die Verbindung von mehr oder minder dezent beschriebener Sexualität und den Langzähnen locken die Leserinnen in die Buchhandlungen.

Insoweit ist die Neuauflage der Blood-Ties-Reihe keine wirkliche Überraschung. Zieht man ins Kalkül, dass sich der Verlag von der parallelen Ausstrahlung der Fernsehserie weitere Cross-Marketing-Effekte verspricht, kann man getrost davon ausgehen, dass sich die Bücher verkaufen werden. Hinzu kommt, dass man die alte Übersetzung übernehmen und so weitere Kosten einsparen konnte.

Dennoch richten sich die Bücher an eine andere - eine erwachsenere - Klientel als die Titel von Adrian, Davidson und Co. Zwar geht es auch um emotionale Verwerfungen, um das Spiel der Gefühle, um Zuneigung, Verlagen und Liebe, doch stehen diese Elemente in der sich abzeichnenden Dreiecksgeschichte nicht ganz so im Vordergrund wie in vielen der Titel aus dem Programm des Hauses Lyx.
Statt dessen konzentriert sich die Autorin stark auf ihre Krimihandlung. Die Jagd nach dem Täter, die Suche nach Indizien, nach einer Erklärung und dem Motiv bestimmt über weite Strecken die Handlung. Und das ist gut so.

Im Verlauf der abwechslungsreichen Hatz lernen wir unsere Personen kennen, offenbaren diese ihre Eigenheiten und Marotten. Natürlich ist das keine hochgeistige Literatur und auch wirklich Neues oder Herausragendes erwartet der Leser vergebens. Viele der Nebendarsteller sind schablonenhaft beschrieben, die üblichen Klischees werden bedient, aber so, dass es nicht weiter negativ auffällt. Das ist flott geschriebene Unterhaltung ein wenig abseits der inzwischen so ausgetretenen Pfade, gefällig und spannend zu lesen, nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Blutzoll

Blutzoll

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Letzte Kommentare:
31.08.2012 17:26:26
tassieteufel

Bevor sie Probleme mit ihrem Augenlicht bekam, war Vicki Nelson eine der Besten Ermittler Torontos, nun arbeitet sie als Privatdetektivin. Als sie Augenzeugin eines brutalen Mordes wird, kann sie gar nicht anders als ihre Nase in Dinge zu stecken, die sie eigentlich nichts mehr angehen. Es geschehen weitere Morde, immer wird den Opfern die Kehle herausgerissen und sie sind fast blutleer. Als Vicki wenig später von der Freundin des ersten Opfers engagiert wird um den Mörder zu finden, hat sie endlich einen offiziellen Grund für ihre Nachforschungen. Während in der Sensationspresse schnell die Rede von einem Vampir ist, glaubt auch Vicki bald, das es sich hier nicht um einen menschlichen Mörder handelt, als sie an einem Tatort einen seltsamen Mann überrascht und von ihm überwältigt wird, scheint sich ihre Vermutung zu bestätigen.

Der erste Band der 5teiligen Reihe um die Privatermittlerin Vicki Nelson und ihren vampirischen Freund Henry Fitzroy startet zunächst wie ein typischer Krimi, ein Mord passiert, es folgen weitere und es wird fleißig ermittelt. Zudem werden die Protagonisten vorgestellt, da ist zunächst Vicki, die mit einem ständig schlimmer werdenden Augenleiden kämpft und sich damit nicht abfinden kann. Ex-Freund und Ex-Kollege Mike Celluci leitet die polizeilichen Ermittlungen und ist wenig erfreut über Vickis Einmischung. Zwischen den Beiden kommt es zu einer Reihe von ganz witzigen Geplänkeln und ihre recht unkonventionelle Beziehung sorgt für weitere humorvolle Szenen. Und dann ist da noch Henry Fitzroy, seines Zeichens 450 Jahre alter Vampir und unehelicher Sohn Heinrich des VIII, er ist freundlich und kultiviert und verdient sich seinen Lebensunterhalt mit dem Schreiben schnulziger Liebesromane. Während ihres ersten Zusammentreffens muß sich Henry schnell entscheiden, was er mit Vicki macht, immerhin hat sie ihn über einer Leiche erwischt und geschlußfolgert, das er der Mörder sein muß. Nun muß er eine folgenschwere Entscheidung treffen, entweder er tötet Vicki oder er vertraut ihr und erzählt ihr wer er ist. Für meinen Geschmack hat Vicki ein wenig zu schnell akzeptiert, das Henry ein Vampir ist, immerhin ist sie eine mehr als rationale Ermittlerin, mit so einer Behauptung konfrontiert zu werden hätte doch ein wenig mehr Zweifel oder Skepsis wecken müssen, aber gut, damit kann man letztendlich leben und allzu großen charakterlichen Tiefgang kann mal wohl bei einem Urban-Fanatsy-Roman eh nicht erwarten. Henry ist aber eine ganz interessante Figur, seine Geschichte, wie er zum Vampir wurde und einige seiner Erlebnisse, werden immer mal in kurzen Rückblicken eingefügt, das ist ganz unterhaltsam.
Wer der Dämonenbeschwörer ist, kann man aber schon recht frühzeitig erkennen, hier gibt es also keinerlei Überraschungen, als Leser ist man den Ermittlern immer ein paar Schritte voraus und die Spannung zieht sich ehr daraus, wie die 3 ermittelnden Personen gegen Ende jeder für sich auf den Showdown zusteuern, als durch eine unvorhersehbare, wendunsgreiche Story. Insgesamt ist dieser erste Band als Einstieg in die Serie ganz gelungen, weckt er doch die Neugier wie es mit dem Trio Vicki, Mike und Henry weiter geht, denn Vicki fühlt sich eindeutig zu Henry hingezogen und ihre Beziehung mit Celluci ist mehr als explosiv. Nichts außergewöhnliches und man sollte logischer Weise die Story auch nicht zu sehr hinterfragen, aber da das Ganze leicht und flott geschrieben ist, kann man sich hier gut unterhalten.

FaziT: flüssig und unterhaltsam geschrieben kann man hier mal Krimiunterhaltung der etwas anderen Art genießen.

16.03.2009 12:54:11
Djamena

Der erste Band der Vicki Nelson-Reihe Blutzoll ist eine gelungene Mischung aus Krimi, Fantasy und ein wenig Horror. Kein Splatter, sondern unaufdringlicher Grusel und eine realistische Erzählweise, vermischt mit einer gradlinigen Handlung und nur sparsam eingesetzten Rückblenden, ergeben einen spannenden und schnell zu lesenden Roman. Blutzoll ist als unterhaltsame Zwischendurchlektüre für Fans des paranormalen Krimis, die nicht so sehr auf Schwulst oder Schmachtfetzen stehen, empfehlenswert.
Ein grosser Pluspunkt für meinen Geschmack waren die Hauptprotagonisten. Vicki Nelson mit ihrer verbissenen Art, gegen alles und jeden und vor allem gegen das Handicap ihrer drohenden Erblindung anzukämpfen und als Gegenpart der sympathische, feinfühlige Vampir Henry (ein Liebesromanschriftsteller!) Dann Vickis dickköpfiger Liebhaber u. ehemaliger Kollege Mike Celluci, mit dem sie sich ständig messen und streiten muss. Und nicht zuletzt Vickis wichtigste Informationsquelle der Strasse: Tony, der sich so ungern helfen lässt. Diese Figuren und vor allem ihre Konstellation zueinander, sind für mich der Haken, der mich zum Weiterlesen der nächsten Bände zieht.