Die Söldner

Erschienen: Januar 2009

Couch-Wertung:

80°
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Frank A. Dudley
Moral und Moneten

Buch-Rezension von Frank A. Dudley Mär 2009

Vielschreiber Mike Resnick kehrt mit "Die Söldner" zurück in sein Birthright-Universum und zu den Abenteuern von Wilson Cole. Nachdem der mehrfach dekorierte und fahnenflüchtige Navyoffizier wenig gewinnbringend versucht hat, mit seiner Mannschaft ein Piratenleben zu führen, wobei ihm letztlich sein Gewissen im Weg stand, will er es nun mit dem zweitältesten Gewerbe der Menschheit probieren: Söldnertum.

Die Crew des schon recht betagten Kampfschiffes "Theodore Roosevelt" und ihr berühmt-berüchtigter Kapitän bieten ihre Dienste als Mietsoldaten nun gut zahlenden Kunden, die ein Problem haben, das sich nur mit Waffengewalt lösen lässt. Jedenfalls meinen sie, dass dafür Laserkanonen und Schockwellenwerfer nötig sind. Doch Wilson Cole wäre nicht Wilson Cole, wenn er Geld zum Maßstab seines Handelns machen würde. Für ihn steht nach wie vor im Vordergrund, so ethisch wie möglich zu bei der Auswahl der Aufträge vorzugehen.

Ein Verhalten, das seinem dritten Offizier, der ehemaligen Raumpiratin Valkyrie, so ganz und gar nicht recht ist. Sie bevorzugt anständigen Kampf und noch anständigere Bezahlung. Nachdem sie von Cole nach einer erfolgreichen Mission mit einem eigenen Schiff ausgestattet wird, entscheidet sie sich schnell für Moneten statt Moral. So kommt es recht schnell zu einer Situation, die unangenehm werden könnte, als die eigenwillige Valkyrie durch einen Auftrag gezwungen sein könnte, auf Coles Schiff zu schießen.

Bloß nicht lange fackeln

Das ist mal ein drittes Buch von fünfen: Charaktere mit Dicken'schen Anklängen, witzig-intelligente Dialoge und erholsam wenig Technosprech. Mike Resnick versteht sein Handwerk, er lässt seine Figuren viel reden, dann aber auch konsequent handeln. So kommt "Starship: Mercenary" ohne seitenlange Beschreibungen aus, von Infodumps ganz zu schweigen, denn Cole, Valkyrie und all die anderen illustren Akteure zeigen, was man im Weltall auf keinen Fall darf, nämlich lange fackeln.

Auf rund 300 Seiten erzählt der Autor eine ziemlich flotte Raumoper, die ahnen lässt, wohin sich die beiden letzten Bände der Pentalogie entwickeln werden. Dabei bleibt immer genug Platz für spontane Wendungen, die überraschen und reichlich trockenen Wortwitz. Lesens- und empfehlenswert.

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