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Klaus Volmer
KEINE PANIK! - der fünfbändigen Trilogie sechster Teil ist da

Buch-Rezension von Klaus Volmer Sep 2009

Nach einem längeren Aufenthalt in diversen virtuellen Welten finden sich Arthur Dent, Ford Prefekt, Tricia McMillan und ihre Tochter Random im Club Beta auf der Erde wieder, die wie üblich kurz vor ihrer Vernichtung durch die Vogonen steht.

Da trifft es sich gut, dass Zaphod Beeblebrox im richtigen Moment erscheint und, mit ein bisschen Hilfe von Wowbagger dem unendlich Verlängerten, die vier vor dem sicheren Tod rettet. Kaum dem Tode entronnen, erfahren die Überlebenden, dass noch eine letzte menschliche Kolonie auf einem Planeten namens Nano existiert. Also machen sich die drei Erdlinge und Wowbagger in Richtung Nano auf, während Zaphod die nordischen Götter auf ihrem Planeten besucht, um ein Versprechen einzulösen...

Arthur Dent is back...

Fast 30 Jahre nach Erscheinen des ersten Romans der "Anhalter"-Serie und neun Jahre nach dem Tode von Douglas Adams setzt Eoin Colfer die legendäre fünfteilige Trilogie fort. Erwartungsgemäß waren die Reaktionen auf den Versuch, diese Kultserie wieder zum Leben zu erwecken, äußerst gespalten.

Soviel vorab: Der Leser, der jetzt eine negative Rezension erwartet, weil dieser Ire es gewagt hat, den "Anhalter" fortzusetzen, sei in das nächste Paralleluniversum verwiesen. Dort findet er einen phantastischen Verriss, der darin gipfelt, man möge doch Eoin Colfer dem gefräßigen Plapperkäfer von Traal zum Fraß vorwerfen.

Gleiches gilt für den geneigten Leser, der möchte, dass ich in Lobeshymnen ausbreche, gerade weil diese Serie endlich fortgesetzt wurde. Diesen Leser verweise ich in die übernächste Dimension mit einer ansprechenden 100 Grad Bewertung.

Für die übrig-gebliebenen kommt hier der Versuch, dieses Buch objektiv zu betrachten: Nach dem fulminanten Auftakt beginnt eine eher konventionelle Geschichte, die allzu vorhersehbar ihrem Happy-End entgegen geht.

Die Gesellschaft auf Nano besteht aus superreichen Iren, die sich in zwei Gruppen aufgeteilt haben und völlig weltfremd, ohne ihr Personal aufgeschmissen sind. Das Ganze erinnert ein bisschen an die Bewohner der "Arche B" aus Golganfrincham, die bekannterweise unsere Vorfahren sind. An dieser Stelle lässt Colfer durchblicken, dass er selbst Ire ist. Der gewählte Rahmen wirkt aber nur mäßig interessant weil er, wie schon beschrieben, nicht wirklich neu ist. Lediglich der Ausflug von Zaphod Beeblebrox in die Welt der nordischen Götter vermag dem Plot etwas Pepp zu verleihen. Da hilft es auch nicht, dass Colfer versucht, den Stil von Douglas Adams nachzueifern, indem er den Text mit allerlei Anekdoten in kursiver Schrift würzt.

Die Charakterisierung der handelnden Figuren entspricht im wesentlichen den Vorgaben der alten "Anhalter"-Bände. Das ist eigentlich schade, denn z.B. die Figur der Trillian ist schon in den alten Büchern eher schwach gezeichnet. Hier hätte Eoin Colfer die Möglichkeit gehabt, aus dem übergroßen Schatten seines Vorgängers herauszutreten. So agieren jedoch alle Personen, wie man es als Kenner der Trilogie von ihnen erwartet.

Nicht nur Marvin fehlt

Für sich genommen ist "Und übrigens noch was" ein kurzweiliger, zuweilen wirklich komischer Roman, der Spaß macht. Wer sich aber explizit vornimmt, in die Fußstapfen des "Anhalters" zu treten, der muss sich auch einen Vergleich gefallen lassen.

Leider fällt dieser negativ für Colfer aus. Der Stil passt, es fehlt aber der geniale, fast schon philosophische Ansatz, der die "Anhalter"-Bücher von Douglas Adams auszeichnete. Die Story ist zu konventionell und zu vorhersehbar. Es mangelt an genialen Ideen wie Mäuse, die die Welt lenken, Rindviecher, die sich selbst zum Essen anbieten oder die Antwort, die 42 lautet. Außerdem gibt es leider kein Kapitel, in dem Marvin vorkommt.

Und übrigens noch was...

Und übrigens noch was...

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Letzte Kommentare:
12.04.2019 17:47:59
K.-G. Beck-Ewerhardy

Hier ist er nun, der sechste Band der „Per-Anhalter-durch-die-Galaxis“-Trilogie. Und nach einer kleinen Zusammenfassung der bisherigen Ereignisse aus den ersten fünf Bänden beginnt dieser mit der Darstellung der verschiedenen Wahrnehmungen von Arthur Dent, Random Dent, Tricia McMillan a.k.a. Trillian Astran, Präsident Beeblebrox und Ford Perfect, die sich alle jeweils in einer ganz eigenen Realität zu bewegen scheinen. Zumindest in einer irgendwie virtuellen, während in der realen Realität um sie herum gerade die Erde für den Bau einer galaktischen Umgehungsstraße zerstört wird – schon wieder. Und diesmal scheint selbst die „Herz aus Gold“ die beständig Erdvernichtungsüberlebenden nicht mehr aus der Bredouille holen zu können. Da taucht ein asisches Ziegenboot aus dem ehemaligen Besitz Thors auf und der an Bord befindliche grüne und unsterbliche Außerirdische erklärt sich dazu bereit, die Gefährten so vieler Abenteuer mitzunehmen, so lange jemand effektiv daran arbeitet, seinem Leben ein Ende zu setzen, da dieses ihm mittlerweile enorm auf den Wecker geht. Dafür will er seine Passagiere dann auf dem Planeten Nano absetzen, auf dem eine Art Luxuskolonie für das betreute Wohnen alternder Milliardärinnen und Milliardäre aufgebaut worden ist – wo also mithin die letzten Menschen der gegeben Realität leben.

Auf Nano ist aber durchaus nicht alles so einfach. Hillman Hunter, Planer, Gründer und Verwalter der Kolonie arbeitet daran, für seinen neuen Planeten eine Gottheit zu finden, die die religiösen Ideen der Kolonistinnen und Kolonisten und ihrer Angestellten auffangen könnte. Denn gerade das Personal erweist sich als überaus widerborstig und die Zustände auf Nano nähern sich dem bürger-kriegähnlichen. Besonders die religiöse Verehrung von Käse erweist sich als Streitpunkt auf einem Planeten, dessen Rinder sehr gerne gegessen werden möchten – und es nun auf Grund ihres heiligen Status nicht mehr werden dürfen.

In dieses Chaos kommen die „Herz aus Gold“ und das Ziegenraumschiff mit dem Versprechen, dass Thor nicht weit hinter ihnen ist, der dringend einen guten Gig braucht um aus dem Karriereloch herauszuklettern, in das ihn Beeblebrox letzter Plan hineingestürzt hat. Hier hat er die Möglichkeit, wieder richtig göttlich zu agieren und eine Gefolgschaft zu finden – eine Gefolgschaft, deren Existenz allerdings durch den vogonischen Bürokreuzer „Dickes Ende“ bedroht wird, deren Captain die Menschheit endgültig aus den Akten streichen möchte.

Als Douglas Adams um die Zeit herum, als er auch Story-Editor bei „Doktor Who“ gewesen ist, die Trilogie „Hitchheiker’s Guide to the Galaxy“ schuf, hatten auch Monty Pythons‘ ihre große Zeit und subversiver Humor, der gegen die Erwartungen des Lese- und Showpublikums kämpft war eine neue und frische Sache, die überraschte und erfreute – sofern man ihn verstand.

Etwa 30 Jahre später ist das ein wenig anders. Eoin Colfer hat viele der erzählerischen Mechanismen der Anhalter-Serie übernommen, wie etwa die Anmerkungen aus dem „Anhalter“ oder die ständigen rhetorischen Exkursionen in Nebensächlichkeiten, die mehr oder minder amüsant sein können. Aber irgendwie ist es anders. Der Humor der damaligen Zeit passte in diese Zeit, aber heute wird vielfach über andere Sachen gelacht und die Geduld für humoristische Strukturwiederholungen, die eben nicht mehr innovativ sind, wie in den Zeiten der Anfänge dieser Trilogie, funzen heute nicht mehr so im Zwerchfell, wie sie es damals getan haben.

Ein wenig, wie ein lange nicht mehr gegessenes Gericht aus der Jugendzeit, das man nach Jahrzehnten mal wieder probiert um sich dann zu fragen, warum man eigentlich damals so versessen darauf gewesen ist. Manchmal ist es gut, Vergangenes vergangen bleiben zu lassen.

12.04.2019 14:16:27
Spock

Außerdem versteht Eoin im Gegensatz zu Douglas nichts von Physik :-)