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Michael Drewniok
Auf sie - mit (Werbe-) Gebrüll!

Buch-Rezension von Michael Drewniok Okt 2009

Auf dem John-F.-Kennedy-Flughafen in New York landet ein Passagierflugzeug. In seinem Inneren findet man mehr als 200 blutleere Leichen und vier desorientierte Überlebende, die keine Ahnung haben, wie ihnen wann geschah. Die US-Seuchenbehörde alarmiert ihre "Canary"-Truppe, die das Flugzeug und seinen Inhalt penibel auf mögliche Giftspuren untersuchen soll; im Jahr 8 nach 9/11 liegt in den USA die Vermutung einer raffinierten Terroristen-Attacke nahe.

"Canary"-Leiter Ephraim Goodweather und sein Team stellen im Rumpf der Maschine nur eine Abweichung vom Normalzustand fest: Dort steht ein uralter, mit Erde gefüllter Sarg, der kurz darauf spurlos verschwindet. Während der Leser längst seine Schlüsse gezogen hat, herrscht in den Köpfen der Ermittler weiterhin Leere. Erst Abraham Setrakian, ein alter rumänischer Pfandleiher und Wissenschaftler, bringt Goodweather und Co. auf die richtige Spur. Als junger Mann wurde er in ein Konzentrationslager verschleppt, dessen Insassen tagsüber von den Nazis ermordet und nachts von einem Vampir heimgesucht wurden. Setrakian hat dessen Attacken einst überlebt und ist ihm viele Jahre heimlich gefolgt. Nach seiner Emigration in die USA wartet er auf die Wiederkehr des Ungeheuers, um ihm endlich den Garaus zu machen.

Die Ankunft des Vampirs verdankt die noch ahnungslose Menschheit dem ebenso milliardenschweren wie kranken Konzern-Magnaten und Theologen Eldritch Palmer, der so sehr an seinem Leben und seiner Macht hängt, dass er sogar einen Pakt mit dem Teufel eingegangen ist: Der Biss des Vampirs verheißt Gesundung, Unsterblichkeit und übermenschliche Kräfte. Allerdings unterschätzt Palmer die Dankbarkeit seines ´Gastes´, der eigene Pläne hat, die sich um die Weltherrschaft drehen. In schmaler Besetzung bemühen sich Goodweather und Co., den "Meister" zu stoppen, während in den Straßen von New York dessen Saat für Angst und Mord zu sorgen beginnt ...

Hysterisch breitgetretener Quark

Existiert der Begriff "Event-Bestseller" eigentlich schon? Falls nicht, habe ich ihn hiermit erfunden und werde ihn umgehend mit Leben füllen; Leben der diesem seltsamen ´Roman´ weitgehend abgeht. Wo beginnt man, wenn man Scheitern einerseits und Enttäuschung andererseits in Worte fassen möchte? Noch stärker als in der modernen Buchindustrie ohnehin üblich wirkt nebensächlich, was zwischen die Einbanddeckel gebunden wurde. "Viel Energie wird stattdessen eingesetzt, um "Die Saat" multimedial und möglichst werbewirksam zum Ereignis aufzubauschen. Es gibt sogar einen Videoclip zum Buch, der einen Kinofilm anzukündigen scheint.

Das ist nicht unbedingt abwegig, denn "Die Saat" gilt als geistiges Kind von Guillermo del Toro, der zweifellos ein begnadeter Filmemacher ist. "Cronos" (1993), "Hellboy" (2004 u. 2008), "Pans Labyrinth" (2006) und bald "Der Hobbit" sind nur die Höhepunkte einer Liste phantastischer Kinowerke. Aber wie stark war und ist del Toro in das "Saat"-Projekt faktisch involviert? Hat er - der Verdacht liegt nahe - nur die "Idee" gehabt und in groben Zügen entwickelt, worauf ein Lohnschreiber dem vielbeschäftigten Meister zur Seite sprang und das eigentliche Formulieren übernahm? Dass del Toros Name deutlich größer auf dem Titel prangt als "Chuck Hogan", spricht keineswegs dagegen; del Toro trägt nun einmal den prominenteren und damit kundenlockenden Namen.

Aus Friedhofserde wird Bockmist

Ausgerechnet Vampire! Man spricht diese beiden Worte mit einem Stöhnen aus. Die Blutsauger treten sich längst gegenseitig auf die Totenhemden. Vor allem seit sie zur Projektionsfigur für pubertäre Mädchen degenerierten, suchen die Untoten die Unterhaltungsmedien dieser Welt inflationär heim. Immer neue Trittbrettfahrer springen auf diesen Zug auf und versuchen, mit minimalem Erzähltalent ihr Publikum maximal auszubeuten. Schwülstige Lovestory und stumpfer Metzel-Horror bilden die Enden dieser Vermarktungskerze, die an beiden Enden kräftig brennt.

Von einem Mann wie Guillermo del Toro hätte man neue Impulse in Sachen Vampir-Horror erwartet. Stattdessen drischt er nur Stroh. "Die Saat" bietet keine echte Idee, sondern präsentiert ausschließlich Bekanntes, Bewährtes und Ausgelaugtes im Gewand einer Hit-&-Run-Story. Wer während der Lektüre echte Unterhaltung sucht, mache sich den Spaß, die gerade gelesenen Passagen Szenen aus Filmen zuzuordnen, von denen sie ´inspiriert´ wurden. (Keine Sorge, dies ist möglich, ohne dass darüber der rote Faden der Geschichte verloren ginge.)

Dreist proklamiert das Autorenduo die Alleinherrschaft des Klischees. Was eigentlich schon nach wenigen Buchseiten eindeutig ist, wird als Geheimnis förmlich zelebriert. Endlos lassen del Toro und Hogan ihre offenbar zum Wohle der Handlung lobotomisierten ´Helden´ über die ´Rätsel´ eines mit Erde gefüllten Sarges oder blutleer gesaugte Menschen spekulieren. Verdammt noch einmal - jedes Kind weiß, dass hier Vampire ihr Unwesen treiben! Um das spannungsförderlich zu verschleiern, müssten die Autoren deutlich raffinierter vorgehen.

Tempo, Tempo, damit niemand einschläft!

War "Die Saat" ursprünglich als Drehbuch geplant? Der ´Roman´ zerfällt in unzählige Kapitel und Kapitelchen, die einen hektisch geschnittenen, ´schnellen´ Film vor- und widerspiegeln. Vielleicht ist das gut so; hat der Leser nach wenigen Zeilen begriffen, dass ihm ein weiteres vorgestanztes Ereignismodul vorgesetzt wird und er daraufhin einzunicken droht, wird er zur nächsten ´Sensation´ gerissen.

Paradoxerweise tritt die Handlung trotz ständiger Ortswechsel auf der Stelle. An sich klar verständliche Szenen werden erneut ins schier Unendliche gedehnt. Schon die Bergung der scheintoten Flugzeug-Passagiere beansprucht beinahe ein Buchdrittel. Technobabbel soll Realitätsnähe suggerieren. Noch das kleinste und unwichtigste Detail wird exzessiv beschrieben. Vermutlich kann der Leser nach der "Saat"-Lektüre mit geschlossenen Augen ein Flugzeug der Marke Boeing 777 auseinandernehmen und wieder zusammensetzen. Später wird der Vampirismus als virale Mutation ´wissenschaftlich´ erklärt, was die Story weder fordert noch ihr hilft.

Als die ´neuen´ Vampire dann durch die Straßen von New York stürmen, lassen die Autoren ihnen immer wieder neue Bürger ahnungslos vor die Fänge laufen. Dass die Blutsauger gefährlich sind, haben wir spätestens nach der zweiten oder dritten Metzelei verstanden. Folglich ist es unnötig bis kontraproduktiv, uns mit Blutbad 4 bis 10 zu langweilen, statt endlich die eigentliche Handlung voranzutreiben!

Hohle Helden für ein grobes Buch

Dem dürren Handlungsfaden entsprechend fällt die Figurenzeichnung so flach aus, dass der Mediziner wahrscheinlich von einer Flatline spräche. Ernsthaft fragt man sich, ob ein Name wie "Ephraim Goodweather" Ironie andeuten soll. Da die Handlung generell unter ihrem Bierernst zusammenzubrechen droht, ist davon nicht auszugehen. Die nicht mit der Schreibfeder, sondern wie mit dem Maschinengewehr zum Einsatz gebrachten Klischees bestätigen die unguten Vermutungen. Ephraim ist ein zerstreutes Genie und viel zu nett für diese grobe Welt. Das zielt primär gegen seinen der Politik und den Medien hörigen Chef, der ihm im Kampf gegen die Vampire ständig in die Parade fährt, um "Panik zu vermeiden".

Auch privat hat es Ephraim nicht leicht. Von Gattin Kelly wurde er geschieden, weil sie seine idealistische Hingabe an den Job nicht ertrug. Inzwischen hat er in seiner Assistentin Nora eine viel ´bessere´ Lebensgefährtin gefunden. Weil er Kelly insgeheim noch immer liebt - so ein Guter ist unser "Eph"! -, merkt er das aber nicht. Stattdessen frönt er seiner Affenliebe zu Sohn "Zach", einer pubertierenden Pestgestalt, die muffig wird, wenn Papa die Welt retten will, statt mit ihm am Sonntag zum Baseballspiel zu gehen.

Als wissend-würdigen Graubart in beratender Funktion fungiert Abraham Setrakian, den die Autoren offensichtlich nach Bram Stokers Dracula-Jäger Van Helsing formten. Während sein Vorbild dem Vampir-Grafen höchst nachdrücklich auf den Fersen war, beschränkt sich Setrakian darauf, im Keller seiner Pfandleihe Anti-Vampir-Waffen zu bunkern. Zu einem echten Plan hat er es nie gebracht. Erst Eph beendet den Dornröschenschlaf dieses ´Spezialisten´.

In der Gewalt von Proll-Vampiren

Die Gegenseite ist nicht eindrucksvoller aufgestellt. Der vampirische "Meister" legt großen Wert auf eindrucksvolle Auftritte, die er mit bedrohlichen Ankündigungen à la "Jetzt hat deine letzte Stunde geschlagen!" zu würzen pflegt. Obwohl er so böse und schlau und böse und stark und böse ist, wird er vom schwächlichen Eph und seinen Mitstreitern mächtig in den untoten Arsch getreten; das kommt auch für den Leser überraschend, nachdem es bis kurz vor dem Finale so aussah, als liefe alles nach Plan für den "Meister".

Des Meisters untote Schergen entsprechen dem modernen Klischeetyp 2 - sie schmachten keine Jungfrauen an, sondern schneiden ihnen die Hälse durch. Auch sonst können sie vor Kraft kaum laufen, toben meuchelnd durch die Stadt, lassen sich mit Kugeln unterschiedlichsten Kalibers vollpumpen (nützt nichts) und zerbröseln detailfroh eklig, wenn sie angeleuchtet werden oder man ihnen die Köpfe abschlägt - ein Effekt, der in unzähligen Variationen wiederholt wird.

Das Ende bleibt offen, denn "Die Saat" ist nur der Start in eine Trilogie, für deren Verlauf der erste Teil wahrscheinlich als Blaupause dient: Es wird ca. weitere 1000 Seiten verfolgt (Eph & Co.) und getückt ("Meister" und Brut) sowie gerannt und gemetzelt (alle). Höchstens die Dimension des künstlich aufgerührten Grauens ändert sich, wenn ab Band 2 noch sechs weitere "Mächtige" mitmischen, die bisher die Umtriebe ihres abtrünnigen Gefährten zwar ungnädig aber tatenlos zur Kenntnis nahmen. Ob die daraus resultierenden Verwicklungen jene versöhnen können, die sich durch den Auftaktband gekämpft haben? Ekstatisch werden dagegen jene Leser auf die Fortsetzung warten, die ein Faible für frisch aus der Klischee-Retorte gezapften Krawall-Horror haben. Wenigstens sie dürfen sich gut bedient fühlen.

Die Saat

Die Saat

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Letzte Kommentare:
26.11.2019 05:17:59
benfi

'Die Saat' ist der erste Teil einer Trilogie, welche als Buch in Deutschland vor gut zehn Jahren gar nicht so bekannt wurde, als wie deren TV-Serienableger 'The Strain', welche welche von den Zuschauern begeistert angenommen wurde und gute Einschaltquoten bescherte. Eine Besonderheit ist, dass an diesem Buch ein Autorenduo gearbeitet hatte. Es handelt sich um den Regisseur und Drehbuchautor Guillermo del Toro sowie den Thriller-Schriftsteller Chuck Hogan. Gemeinsam wagten sie sich an ein Horror-Projekt, welches mit dem ersten Roman sehr behutsam in die Handlung eintaucht und eine große Liebe zum Detail aufweist. Interessanterweise ging das Autorenduo ebenso wissenschaftlich an das Thema des Vampirismus heran wie der nahezu zeitgleich erschienene Roman 'Der Übergang' von Justin Cronin. Allerdings behielten sie schon eine gewisse Historie der Blutsauger im Hinterkopf, während Cronin seine Kreaturen quasi erschuf. Mit einem Regisseur im Schreib-Gespann liest der Roman sich auch tatsächlich wie ein Film und ich schätze, dass die TV-Serie, welche ich (noch) nicht gesehen habe, viele dieser Kapitel nahezu exakt so abgespielt lässt. So ist das Lesen an sich schon ein unkomplizierter Genuss, der sich mit der steigenden Dramaturgie noch anhebt. Dem Leser werden einige erklärende Happen hingeworfen, doch wie bei einer Trilogie natürlich verständlich, bleiben viele Fragen offen und treiben den Leser regelrecht zum zweiten Band. Das Duo Del Toro und Hogan hat wirklich gute Arbeit geleistet und ein Thema, welches vermeintlich schon in alle Richtungen ausgeschlachtet wurde, doch noch einmal modern und mit einem wissenschaftlichen Background besonders im Bezug der chemischen Vorgänge im menschlichen Körper vorgetragen wird. Und zwar so, dass man als Laie nicht direkt abwinken muss. Sehr mysteriös gestaltet sich dazu die Frage des 'Warum', was hier und dort nur angedeutet wurde und sich wohl in dem kommenden Band zur zentralen Thematik entpuppen wird. Ein spannender Auftakt, der ein gutes Lesefutter für alle Freunde von Vampir-Romanen ist, in denen diese nicht der nette Teenager von nebenan, sondern unberechenbare Bestien darstellen!
81°

17.05.2015 13:32:47
Holger

Es ist doch ganz angenehm, wie del Toro und Hogan die klassischeGeschichte neu erzählen. Wer das Original von Stoker (und dessen Vorgänger "Der Vampyr" von A. Polidori um 1830 geschrieben) und die beste moderne Interpratation (die Bücher von Anne Rice) kennt, der hat seine Freude, wie altbekanntes neu zusammengesetzt wird. Und nichts anderes macht JEDER Autor mehr oder weniger offensichtlich, denn schon lange sind ALLE Geschichten erzählt.
Angesichts der ganzen Teenie-Vampire-Invasionen ist es v.a. ein Verdienst, die Vampire endlich mal wieder zu dem zu machen, was sie immer waren: Angst einflössende Monster der Nacht, die einem das Blut gefrieren lassen. Und das passiert hier. Zudem erinnert die Atmosphäre gerade am Anfang sehr an Stoker, nur ist es eben ein "Totenflugzeug" und kein "Totenschiff"...
Nicht sonderlich originell das Ganze, aber kurzweilige Unterhaltung allemal. Und mehr will es auch nicht sein.

05.02.2014 11:20:15
meni77

Die Saat begann eigentlich recht vielversprechend, ich muss dem Kritiker jedoch hinsichtlich zustimmen, dass die Handlung zum Teil auf der gleichen Stelle tritt und keine überraschenden Wendungen enthalten sind, was ich von einem Horror-Thriller schon erwarte. Es gibt sicherlich bessere Vampir-Roman wie z.B. Brennen muss Salem oder Bram-Stokers Dracula, ich zähle Die Saat zum guten Mittelmaß, die Fortsetzung DAS BLUT habe ich noch langweiliger empfunden muss ich sagen und ich weiß gar nicht, ob ich den dritten Teil überhaupt lesen werden, del Toro wird mit Sicherheit die Story verfilmen. Die Saat erreicht nicht mehr als 65 Prozent

29.01.2014 13:02:19
Regina

Laaaaaaaaaaaangweilig!!! Schon wieder Vampire. Das Thema ist ausgelutscht wie ein alter Kaugummi, genauso wie das Thema Nationalsozialismus. Ich habe "Die Saat" als Hörbuch reingezogen aber nach dem ersten Drittel aus Langeweile aufgegeben. Da bin ich von "Der Schwarm" und "Oneiros" doch wesentlich mehr begeistert. Endlich mal was neues.

12.03.2013 09:56:51
Melanie

Ich habe dieses Buch letztes Jahr verschlungen und auch den zweiten Teil. Jetzt lese ich gerade beide Bücher noch einmal da im Juni das Taschenbuch des dritten Teiles erscheint.
Ich finde gerade den Aspekt das vieles im Detail beschrieben ist spannungsfördernd.
Ich kann das Buch kaum aus der Hand legen und muss immer noch ein Kapitel mehr lesen.
es hat auch nichts mit Teenie Vampir Filmen wie twilight zu tun, sondern hat seinen eigenen Charakter. Ich finde dieses Buch und das zweite "das Blut" sehr gelungen und bin gespannt auf einen dritten Teil.
Videos oder andere Werbung habe ich zu diesem Buch noch nicht gesehen, gehört oder gelesen. Es wurde mir nur von einer Bekannten empfohlen.
Falls es wirklich verfilmt wird ist es fraglich ob es so umgesetzt wird wie im Buch, aber das ist ja immer kritisch bei Buchverfilmungen.

23.01.2013 17:54:36
Stefan

Ekstatisch werden dagegen jene Leser auf die Fortsetzung warten, die ein Faible für frisch aus der Klischee-Retorte gezapften Krawall-Horror haben. Wenigstens sie dürfen sich gut bedient fühlen.

Was soll das einem sagen?

Naja, es wird andere Internetseiten mit anderen Kritikern geben die mich nicht so vergraulen wie dieser letzte Satz...

28.10.2012 08:50:05
Saibot

Ich bin ganz zufällig über das Buch gestolpert und habe nichts bereut.

Das Buch bietet gute Unterhaltung und als ich bemekt habe, dass es sich um ein Vampirbuch handelt - und vor allen Dingen um ein Vampirbuch, bei dem die Vampire nicht glitzernd in der Sonne tanzen - hab ich mich richtig über diesen Glücksgriff gefreut.

Wie bereits gesagt, spannend und kurzweilig geschrieben, und darauf kommt es doch an bei Unterhaltungsliteratur.
Will man was um den geistigen Horizont zu erweitern, hat man genug Ausweichmöglichkeiten.

Also, wer Spass will beim lesen sollte zugreifen.

01.05.2012 20:12:28
phil

ich habe die saat gelesen und bin jetzt bei der hälfte von- das blut - ich finde den aufbau der geschichte, die einfliesenden infos die immer wieder in den büchern vorkommen spannend - gerade diese dinge geben der ganzen sache einen realen touch dinge wie seuchen - naziverbrecherjagt und terror sind mittlerweile alltag und del toro hält dem leser mit spannung an alten wie auch an neuen verbrechen am "laufenden "
ich finde die bücher einfach genial!!!

05.07.2011 23:15:21
simsa

Darum geht es:
Ein Flugzeug landet am JFK-Flughafen in New York. Was zu Beginn ganz normal aussieht, ist alles andere als Routine. Denn von Bord kommen keinerlei menschliche Bewegungen. Weder die Elektronik scheint zu funktionieren, noch passiert sonst etwas. Als die Seuchenschutzbehörde an Bord kommt muss sie feststellen, dass alle Passagiere tot sind. Und das ist erst der grausige Anfang…

Für mich hat sich die Saat absolut spannend und fesselnd gelesen. Teilweise hatte ich wirklich Mühe das Buch zur Seite zu legen, da man immer das Gefühlt hatte etwas zu verpassen. Auch hat man als Leser das Geschehen bildlich vor Augen, was nicht immer schön ist, aber das Ganze noch lesenswerter macht. Man merkt, dass einer der Autoren auch Drehbücher schreibt. Den Film sehe ich regelrecht vor mir.
Kurz gesagt: Die Saat unterhält wirklich gut und da es sich bei dem Buch um den 1. Teil einer Trilogie handelt, müssen auch die restlichen beiden Teile dringend gelesen werden.

06.06.2011 17:09:31
(Denkt euch einen Namen aus)

Aaaalso....ich möchte bei Ihrer Meinung eigentlich nur hinzufügen, dass ich mich am Anfang des Buches wirklich gefragt habe, was in der Story sein Unwesen treibt. Das mit den Vampiren war mir überhaupt nicht klar! :P
Also liebe Freunde der Horror-Thriller...Das Buch ist wirklich gut. Ich kann es nur empfehlen!
Gruß der Namenlose

26.04.2011 18:19:07
Patricj

Es ist leichte Lektüre, die, wenn man sich von der Erwartung freimacht, dass G. Del Toro immer etwas bahnbrechend originelles kreieren muss, Spaß macht.
Es ist zumeist ernst und doch auch teilweise überspitzt.
Nachdem ich mich darauf eingelassen hatte, hatte ich viel Spaß bei der Lektüre und fühlte mich, ganz banal, gut unterhalten.
Beide bisher erschienen Bücher haben mir Spaß gemacht.

26.03.2011 14:15:07
Angela1607

Ich habe Die Saat und Das Blut von meiner Schwester bekommen, die meinte, dass ich es unbedingt lesen müsse weil sie sich vor Angst fast in die Hose gemacht hätte. Ich fand die Saat jetzt nicht so doll aber auch nicht dramatisch schlecht. Eher so´n Mittelmaß halt, es war mal wieder ein Buch das man so weglesen konnte :-D Eine Angenehme Bettlektüre meiner Meinung nach.

Tempo, Tempo? Empfand ich nicht so.

Hohle Helden? Keine Spur

Proll Vampire? Sind sie das nicht immer ;-D

08.03.2011 09:58:02
Thurgood

Ich kann nicht nachvollziehen, warum man sich über eine gute und ungewöhnlich präsente Werbung für ein Buch so aufregt.
Alle Nase lang liest man, die Menschen sollen mehr lesen und dann verurteilt man, wenn Verlage ihre Bücher stärker als gewohnt bewerben. Vollkommen bescheuert. Uh uh... das Buch verkommt zu Komerz oder was? Lächerlich.

Ich hatte von der Kampagne - leider - gar nichts mitbekommen und hab mir daher gestern den Teaser-Trailer bei YouTube angeguckt. Man, das Ding ist sogar richtig gut! Perfekt eine Szene des Buches eingefangen.
Und ja, vielleicht wird aus "Der Saat" und den Nachfolgern ein Film oder eine Filmreihe. Na und?
Auch kann ich nicht nachvollziehen, wie man sich so sehr wie der Herr Kritiker über das Vampir-Szenario auslässt.
Als ich das Buch kaufte, wußte ich nicht, dass es um Vampire geht. Als ich dies erfuhr, war ich besorgt, als ich das Buch las, postitiv überrascht. Ich bin beim besten Willen kein Vampir-Kenner oder -Fan, daher kann ich nicht wirklich beurteilen, wie "neu" das Szenario ist. Aber vom klassischen Vampir-Setting finde ich hier sehr sehr wenig. Im Gegenteil, ich finde die Darstellungsweise mehr als gelungen und eben speziell und anders.
Auch ansonsten ist das Buch spannend, temporeich und sympathisch. Das ist kein literarischer Meilenstein. Aber niemand(!) wird das erwarten. Und das was man von dem Buch erwartet, bekommt man mMn geliefert.

Mindestens 85°!

31.10.2010 11:21:51
Jörg Isenberg

So, "Die Saat" ist ausgelesen. Zum Ende hin war es etwas anstrengend - nicht auf den Stil oder die Handlungsgeschwindigkeit bezogen. Ich habe etwa 1500 Heftromane gelesen, die ja allesamt auf Speed konstruiert werden. Aus diesem (meinem) Blickwinkel heraus betrachtet ist "Die Saat" ein Trivial-Bolide mit mindestens 400 PS. :)
Allerdings auf Kosten des Inhalts, der war grottenlangweilig. Nicht im Detail, das nicht. Es gibt ein paar sehr schöne Szenen, rar gesät [sic!].
Andererseits sind in dem Roman gleich eine Handvoll überflüssiger Kapitel vorhanden, welche die Handlung vollkommen ausbremsen, und das erscheint mir merkwürdig paradox. Interessanterweise handelt es sich hierbei meist um Szenen, die in filmischer Umsetzung durchaus eine gewisse Existenzberechtigung hätten. Hier ist der Co-Autor exakt einer Story Line (Drehbuch?) gefolgt, jedoch kläglich an seine schriftstellerischen Grenzen gestoßen - das geschieht (handwerklich betrachtet) in einem deutschen Heftroman eher selten bis gar nicht.
Ich könnte noch eine ganze Weile über dieses Buch plaudern, es erscheint mir ein Paradebeispiel zu sein für alles, was ich mit Trivialliteratur in Verbindung bringe. Um keinen Zweifel aufkommen zu lassen: Ich kann das literarische Äquivalent zu Fast Food durchaus goutieren (ca. 1500 Heftromane lesen beansprucht eine, äh, gewisse Zeit ...). Darüber hinaus hat "Die Saat" einen in diesen Tagen wohl unumgänglichen Tribut an die Lesegewohnheiten der Harry-Potter-Generation zu zollen: Literarische Burger müssen nunmal auf die absolut notwendigen Grundzutaten reduziert sein, jeglicher "Ballast" wie Handlungslogik, Minimalansprüche an "Tiefgang" und "Einwirkungszeit" und "Originalität" und "Spielraum" (man beachte bitte die Satzzeichen)wird auf die Spielwiese für Nerds und Stänkerer verbannt. Dieses Denken folgt einem zeitgeistlichen Mechanismus und ist nicht dem einzelnen Leser anzuhaften. Mein Vorschlag: Nochmals die Kritik von Michael Drewniok lesen und den zynischen Unterton ignorieren. Auf die bloßen Fakten reduziert, hat der Mann mit seiner Einschätzung absolut recht. Aber das sollte doch niemanden daran hindern - mich eingeschlossen - seiner Lieblingslektüre mit einigem Genuss zu frönen. "Die Saat" ist entspannende WC-Leküre und erfüllt damit (für mich) ihren Zweck.

25.09.2010 22:34:21
Buboter

Ich hätte es ja nicht geglaubt. Im Januar hab ich das Buch noch nach 50 Seiten in eine Ecke geworfen. Jetzt hab ich es zum Glück nochmal damit versucht. Mir hat das Buch wirklich gut gefallen.
Es wird oft darüber gemault, wenn ein Roman klischeehaft ist, wenig neues bietet oder zum Teil „geklaut“ wird. Sehe ich ja grundsätzlich genauso, aber es gibt Themen, wie z. B. Vampire, da erwarte ich persönlich wenig neues. Und wenn sich ein Autor von Vampir-Romanen nicht bei Bram Stoker bedienen soll, wo dann? Blutsaugen und Lichtempfindlichkeit sind nun mal u. a. die charakteristischen Merkmale eines Vampirs. Da bleibt nicht viel Spielraum.
Der Roman stellt kein literarisches Meisterwerk da, aber er macht Spaß. Stellenweise fand ich ihn richtig gruslig, was aber eher an der Umgebung, in denen sich die handelnden Personen befanden, lag, als an den Vampiren. Spannend erzählt wird der Leser durch die Geschichte geführt. Wirklich neues gibt’s es wirklich nicht, aber wie schon erwähnt, das war bei dem Thema auch nicht zu erwarten.
Ein kleiner Kritikpunkt fällt mir ein: Zu Beginn der Geschichte, stellen sich hin und wieder die Protagonisten vor, in einer Filmszene zu stecken. Das hat genervt, war aber schnell vorbei.
Unter Berücksichtigung dieser Tatsache und mit Luft nach oben für die Fortsetzungen gibt’s 85 ° von mir.

28.05.2010 20:33:44
Maik

Oh man,warum müssen solch selbst-ernannte "Kritiker" eigentlich immer alles niederschmettern, was nicht den Anspruch hat, einen Literatur Preis zu gewinnen?Kann ein Buch nicht einfach mal nur unterhaltsam sein,ohne irgendwelche anderen Ansprüche zu haben?Mich hat dieses Buch gefesselt und ich habe es ziemlich schnell durch geackert. Ihr tollen Kritiker könnt euch ja mal selbst ans Werk machen und ein Buch schreiben, wenn ihr doch eh alle wisst, wie es geht!Lächerlich!

27.05.2010 13:49:35
theonlyjoker

mir war del toro vorher kein begriff, da ich seit der geburt meiner kinder fast kein fernsehen bzw. filme sehe. weil ich viel reise höre ich hörbücher, sicherlich ist der vorleser ein wichtiger aspekt, wenn es darum geht eine geschichte interessant zu finden oder nicht. kritiken von kritikern glaube ich ohnehin nicht, da diese jede geschichte von beginn an mit anderen vergleichen und somit niemals objektiv sein können. deshalb sind mir meinungen von lesern wesentlich wichtiger. die geschichte ist schnell und hält sich nicht mit überflüssigem ballast wie übertriebene gefühlsbeschreibungen der protagonisten in bestimmten situationen auf. es wird nicht alles vorgekaut und unnötig in die länge gezogen. es passt in die heutige zeit. für leute die im heute leben 90 punkte für romantiker von gestern 50 punkte.

23.04.2010 09:44:35
Marc Marinovic

Ich gehe manchmal in die Buchhandlung und suche mir die Bücher aus wo ich etwa nach 1 1/2 seiten das gefühl habe dass, ich von dem buch angesprochen werde und von manchen bücher wird man einfach gefesselt.
Und bei diesem Buch... Kan man es garnicht ausdrücken hatte ich pro tag mindestens 3-4 kapitel lesen sonst habe ich keine ruhe gefunden.

Meine meinung: Ich kann dieses Buch nur Wärmstens empfelen da es unerwartensten dinge auftauchen

15.04.2010 11:15:03
deta

Wie sollte ich es sagen: ich habe mehr erwartet! Für mich zu schlicht zu seicht. Man hat das Gefühl in einem Drehbuch zu lesen und nicht in einem Buch. Es wird daraus womöglich ein guter Eckel – Grusel - Moovie, für ein Buch ist er leider nichtssagend. Hier sind die Blutsauger und die Untoten, dort die Helden, die die Welt retten wollen. Sie rennen, sie kämpfen. Punkt. Keine Tiefe, keine Geschichte dahinter… Nach \\"Pans Labyrinth\\" habe ich wirklich mehr erwartet!
Tja, Sexszenen wurden dem Leser erspart. Heutzutage ist das auch schon etwas wert.

09.04.2010 18:27:56
Krimibraut

Also, den 50 Grad der obigen Rezession kann ich mich echt nicht anschließen.

Habe mir das Buch geholt und angefangen zu lesen und konnte es nur selten weglegen, es musste überall mit hin.

Für mich ist es ein superspannend geschriebenes Buch, das mMn aber auch mit etwas weniger Ekelfaktor ausgekommen wäre.

Und eben, weil das Thema Vampire momentan so richtig ausgelutscht ist und sonst keinen mehr hinterm Ofen hervorlockt, vor allem solche Romane mit so richtig "weichgespülten" Hauptfiguren, ist dies mal wieder eine Story, die echt lesenswert ist und Lust auf Band 2 macht.

Die Fragen, wie es ein Vampir erledigen kann knapp 300 Passagieren das Blut auszusaugen und das in solch kurzer Zeit oder wo denn um alles in der Welt er denn die Unmengen hingepinkelt hat, die bleiben offen, man muss ja aber nicht alles hinterfragen oder kapieren, dafür isses ja "nur" ein Roman. Da muss ja nicht alles logisch sein. :-)

Von mir gibts 95 Grad, die letzten 5 behalt ich ein, weil ich , auch wenn ich mich für ziemlich abgebrüht halte, an manchen Stellen echt mal schlucken musste um den unguten Klumpen im Magen zu bezwingen.

10.03.2010 18:43:57
sahlmann

Unabhängig vom möglicherweise beeindruckendem Werbeetat, von dem man aber allenfalls in einer Buchhandlung etwas spürt, hat mir der Roman gefallen. Sogar sehr gut gefallen! Natürlich merkt der Leser schon recht schnell, dass die Autoren eine Verfilmung im Hinterkopf haben. Natürlich ist das Thema Vampire ausgelutschter denn je... und ich lasse auch viele oder alle anderen Kritikpunkte gelten, aber: Das ändert nichts daran, dass die Saat ein wirklich guter und spannender Horrorthriller ist. Das klassische Vampirthema mit einem starken modernem Einschlag - wie von Michael Crichton oder Frank Schätzing geschrieben.
90 Punkte!!
Wer das Buch noch nicht kennt: jetzt nicht weiterlesen! ... Das Einzige, was mich wirklich etwas gestört hat, war dann zum Ende hin die doch schon obligatorische Suche nach dem "Meister", dem Obervampir. Außerdem beschäftigt mich die Frage, wie es denn dem Obervampir gelungen ist, alle Flugpassagiere zu Beginn innerhalb von Minuten auszusaugen... der Typ muß sowas von flink sein :-) 300 Fluggäste? 1500 Liter Blut.... Der Vampirurin hätte beim öffnen der Tür aus dem Flugzeug fließen müssen.... dennoch: Guter Thriller!

12.01.2010 09:35:55
Frank

Mein "Problem" mit diesem Buch beginnt bereits mit dem Cover. Auf diesem ist groß der Name "Guillermo del Toro" zu lesen. Und eben dieser del Toro steht eigentlich für einige der innovativsten Filme aus dem Bereich der Phantastik, die in den letzten Jahren erschienen.
Nun hat er also einen Roman (gemeinsam mit Chuck Hogan) geschrieben. Da waren meine Erwartungen groß. Vielleicht zu groß.
Denn die Geschichte die dann serviert wird (und den Auftakt einer Trilogie darstellt) ist zu großen Teilen alles andere als innovativ.
Eine zusammengewürfelte Gruppe die verhindern muss, dass die Welt von Vampiren "übernommen" wird. Also wird sich auf die Jagd nach deren Anführer gemacht um das Böse im Keim zu ersticken. Auf dem Weg zu ihm werden ein paar Vampire gemeuchelt (die irgendwie auch nicht sonderlich gefährlich wirken) und einige Informationsbröckchen an die Leserschaft verteilt. Schließlich folgen ja noch 2 weitere Bücher.
Das ist durchaus unterhaltsam geschrieben, bietet aber wenig neues. Erst am Ende des Buches wird mit der Einführung einer anderen Vampirgruppe deutlich, dass da eventuell noch eine interessante Storyline in der Hinterhand gehalten wurde (was kein Spoiler ist - die Existenz dieser "anderen" Vampire wird schon weit früher erwähnt).
Und hätte irgendein Nobody diesen Roman geschrieben, wäre meine Erwartungshaltung auch eine andere gewesen. Von daher gebe ich 80%. - da es dennoch eine kurzweilige, gut zu lesende Geschichte ist, die sich ja durchaus noch steigern kann.
Bleibt nur die Frage was es zuerst geben wird. Das zweite Buch, oder den ersten Film ;-) ?

07.01.2010 23:15:03
Sonny

Hmmm, hat del Toro mit an dem Buch geschrieben, oder dient sein Name nur Werbezwecken?
Wen juckt´s? Heraus gekommen ist ein spannendes Buch.
Jeder, der heutzutage über Vampire schreibt, versucht sich über die alten Clichees eines Bram Stoker hinweg zu setzen um etwas vermeintlich Neues zu bringen. Die Teenie-Kuschel-Varianten sind dabei auch nicht mein Fall. Aber davon kann bei der Saat keine Rede sein. Die Blutsauger in diesem Buch sind, wie bereits erwähnt, eher eine Mischung aus Vampir und hirnlosem Zombie. Und sie spielen nicht unbedingt die Hauptrolle, sondern sind eher Mittel zum Zweck. Mal abgesehen von den typischen Logikfehlern eines Vampirromans, konzentriert sich dieses Buch weniger auf deren Entwicklung, als eher auf die Reaktionen der Umwelt. Blutleere = Vampire funktioniert in massig Storys. Die Saat konzentriert sich aber mehr darauf dieses Ergebnis wirklich an die Öffentlichkeit zu bringen. Welcher halbwegs gebildete Mensch würde heutzutage schon an Geschichten über Vampire glauben? Und genau da setzt die Saat ein. Ein Wissenschaftler, darauf geschult nur bekannten Fakten zu glauben, wird mit dem Unglaublichen konfrontiert. Statt ernst genommen zu werden, wird er von noch Ungläubigeren offiziell diffamiert. In rasch wechselnden Szenen wird die Story voran getrieben. An keiner Stelle kommen Längen auf. Gerade der Vergleich mit dem Verhalten der Ratten macht die Story interessant.
Insgesamt flüssig zu lesen und auch spannend. Ich kann nur hoffen, das die Fortsetzung(en) das Niveau halten.

29.12.2009 22:39:48
Isi

Das Buch ist der Wahnsinn. Ich liebe es. Als ich damals in der Buchhandlung stand hatte mir dort jemand erzählt wie gut es sei und das echt später "krank" würde. Also "krank" ist meiner Meinung nach überhaupt kein Ausdruck für dieses Meisterwerk.
Das Buch ist Spannung pur!
Ich kann es nur empfehlen.
Im ürigen weiß einer denn wann die Fortsetzung des uches kommt?

27.12.2009 00:40:58
kauli

Ein unterhaltsamer Thriller mit einigen Schwächen. Zugegeben, die Geschichte um die Vampire ist nicht unbedingt neu. Aber so wie das Buch geschrieben ist, mit seinen kurzen und überschaubaren Kapiteln war es keine Minute langweilig.
Teilweise fand ich die Geschichte total gruselig auch wenn die Vampire wohl eher Zombies darstellten, so wie sie beschrieben wurden. Auch blieben die Vampirgegner etwas blaß.
Besonders toll aber fand ich die Eingangsgeschichte, in der die Großmutter ihrem Enkel von Sardu erzählt; das ist geschrieben, als würde man selbst mit im Raum sitzen und der "Bubbe" zuhören.
Fazit: Ein kurzweiliger Gruselspaß, einfach zu lesen, spannend erzählt.

03.11.2009 08:24:00
mase

„Die Saat“ hat mich sehr gut unterhalten, aber als Vampirroman würde ich dieses Buch im Ganzen nicht bezeichnen. Die Blutsauger haben mit der weitläufigen Vorstellung wie ein Vampir auszusehen und zu handeln hat, wenig zu tun und die Kreaturen haben mich in ihren Handlungen mehr an Zombies erinnert. Dadurch, dass wir sie kaum unmittelbar in Aktion erleben, sondern der Fokus meist auf die Wissenschaftler und die Opfer gerichtet ist, würde ich „Die Saat“ mehr als Wissenschaftsthriller mit fantastischem Element kategorisieren., da das Autoren Duo auch gänzlich auf die typischen Grusel- oder Schockerkomponenten verzichtet. Erst der Showdown wird einem Vampirbuch gerecht.

Gut gefallen hat mir die Fülle an interessanten Informationen, die wir hier zu lesen bekommen. Wissenswertes z.B. über Flugzeuge oder Ratten machten die kurzweilige, durch viele kleine Kapitel angetriebene Story stets lesenswert. Ständig wechselnde Schauplätze und Cliffhanger sorgen zusätzlich für Tempo.
Schriftstellerisch ist dieses Buch sicherlich kein Meisterwerk und könnte wohl auch eins zu eins als Drehbuch übernommen werden, aber ich habe mich tatsächlich keine Seite gelangweilt.

Gerne lese ich Geschichten, in welchen grundverschiedene Personen zusammenfinden, um die Welt vor dem Bösen zu retten. Hier hat sich am Schluss ein vierköpfiges Team gefunden, die den Vampiren die Stirn bieten wollen.

Freue mich schon auf den 2. Teil und die kurz vorgestellte „andere“ Vampirgruppe und den Sonnenjäger.

02.11.2009 03:28:40
Alexi1000

Guillermo del Toro ist ein begnadeter Regisseur. Er ist unter anderem für die Hellboy Verfilmungen und für die gerade in Produktion befindliche Hobbit - Verfilmung verantwortlich...
auch der recht gute Blade II und der weniger bekannte Cronos stammen vom Ihm.

Jetzt also sein erster Roman, mit Co - Autor. Ich war äußerst gespannt!

erstmal vorweg: ein wirklich gutes Buch und spannend!

Gerade am Anfang, wenn die Unsicherheit um das unheimliche Flugzeug am Airport um sich greift, fast bist zum bersten spannend!
Da zeigt sich schon mal, das der Autor (oder Co??) ein guter "Handwerker" ist.
Wenn die Geschichte dann ins Rollen kommt, werden meiner Meinung nach Interessante Charaktere zu Tage gefördert.

Warum habe ich dann "nur" 85° vergeben?

Der Autor hat es geschafft, in meinem Kopf genau solche Bilder entstehen zu lassen, wie in seinen Filmen, und ganau da liegt paradoxer Weise der Punktabzug:

ohne viel verraten zu wollen, hier hat er sich leider zu oft aus Motiven seiner Filme bedient!
(die "Reaper" - ähnlichen Vampire werden einigen Blade - Fans sehr bekannt vorkommen...).
So hat mir etwas das überraschende Moment gefehlt...

aber wie gesagt, alles in allem sehr lesenswert! Ärgerlich nur, das man jetzt auf zwei weitere Fortsetzungen warten darf....

01.11.2009 00:09:28
sue82

Ich muss sagen mir hat das Buch gefallen. Es war Spannend und unheimlich. Teilweise spielten sich die Szenen, wie in einem Film im Kopf ab. Die Vampire selber kommen klasse rüber. Diese Vampire sind noch blutdürstig und sehnen sich nicht mal ansatzweise nach Romantik. Dabei kommen aber leider die Charaktere, die Gegenspieler der Vampire, etwas zu kurz. Sie sind etwas flach und blass geraten. Klar auch del Toro erfindet das Genre nicht neu, aber das Buch ist auf jeden fall unterhaltsam. Der Schluss selber ist offen und lässt viel Spielraum für die Fortsetzung des Buches.
Fazit: Wann kommt der Kniofilm und die Fortsetzung des Buches? Ich kann das Buch empfehlen.