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Carsten Kuhr
Magier, Götter und die Stadt and der Bay - die etwas andere Urban Fantasy-Saga des Tim Pratt

Buch-Rezension von Carsten Kuhr Dez 2009

Marla Mason, die magische Herrin über Felport, einer kleinen Stadt an der Ostküste der USA hat ein Problem, ein ziemliches sogar. Eine konkurrierende Magierin will sie und jede Erinnerung an sie mit einem Zauberspruch auslöschen, um ihren Platz an der Spitze der Machtpyramide in Felport zu übernehmen.

Trotz all ihrer Macht, ihres magischen Umhangs und ihrer Erfahrung kann Marla das Verhängnis alleine nicht aufhalten. Wo aber soll sie um Hilfe nachsuchen? Die Gilde der Magier ist einander spinnefeind, Misstrauen herrscht all überall, es sieht schlecht aus für unsere Kämpferin mit dem großen Herz. Eine Chance hat sie noch, und so macht sie sich zusammen mit ihrem Freund Rondeau, einer Dämonenseele im Körper eines jungen Mannes, auf, sich in San Francisco bei einem der letzten existierenden Grenzsteine die Kraft zu holen, um den Angriff zu überstehen.

Was eigentlich als ein Kurztrip an die Westküste gedacht war, das erweist sich als ein wenig aufwendiger als geplant. Kaum in der Metropole angekommen, muss sie erkennen, dass sie mitten in einen magischen Krieg geplatzt ist. Ein unbekannter Magier ist dabei, die mächtigsten Zauberer der Region einen nach dem anderen umzubringen um sich den Grenzstein zu sichern, mit dessen Hilfe Mutex eine alte, längst vergessene Froschgottheit wieder auferstehen lassen will. Dass sich Marla und Mutex ins Gehege kommen, ist klar, dass sie dabei aber in Sexorgien, Zeitreisen und Götterkriege verwickelt wird, war so nicht unbedingt vorgesehen. Zusammen mit einem schwulen Propheten, einem lang verschollenen Meistermagier und der Seele San Franciscos stellen sie sich dem Angreifer, seinen tödlichen Kolibris und den giftigen Fröschen, nur um feststellen zu müssen, dass ihre geballte Kraft und all ihre fiesen Tricks nicht ausreichen, das Unheil aufzuhalten...

Ideenreichtum und faszinierende Gestalten - so macht auch Urban Fantasy wieder Spaß

Urban-Fantasy-Plots sind zwischenzeitlich so austauschbar geworden wie die geklonten Potters oder der x-te Aufguss des Herrn der Ringe. Dass es aber auch in dieser Spielart der Phantastik durchaus noch Perlen zu entdecken gibt, beweist Blanvalet mit dem ersten von bislang vier Romanen um Marla Mason. Tim Pratts Geschichte beginnt dabei eigentlich recht gewöhnlich. Wir haben unsere mächtige Zauberin in Nöten, die zusammen mit ihren Freund auf der Suche nach Hilfe gegen eine Konkurrentin ist. Nur zu bald aber bemerkt der Leser, dass sich Pratt, anders als viele seiner Kollegen, nicht damit zufrieden gibt, nur eine mehr oder minder ergiebige Idee wiederzukäuen, sondern ein wahres Füllhorn an Einfällen und markanten Charakteren über seinen Lesern ausschüttet. Da gibt es dann solch skurrile Figuren wie einen Sexzauberer, der sich von den frei werdenden Energien seiner regelmäßig stattfindenden Orgien nährt, einen Technozauberer, der Abbilder seiner selbst erschafft, die sich alle halbe Stunde updaten und die für ihn in der Stadt unterwegs sind, während er sicher in seinem Bunker sitzt, einen Zug, der unterirdisch auf besonderen Gleisen unterwegs ist und eine zaubernde Kannibalin beherbergt, gefangene Götter, giftige gelb-grüne Frösche, die in Dimensionsspalten hausen, durchgeknallte Magier und ein drohendes Weltuntergangsszenario. Mit jedem Magier, den wir kennenlernen, erhalten wir einen dezidierten Einblick in die im wahrsten Sinne des Wortes phantastische Zauberwelt Friscos, entfaltet der Plot weitere Tiefe und Faszination. Herrlich abgedrehte Ideen paaren sich mit verqueren Charakteren, die Handlung rast von einem Höhepunkt zum nächsten, dass es eine wahre Freude ist, die Seiten umzublättern.

Hexenzorn

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Letzte Kommentare:
27.05.2010 10:10:59
deta

Was ich erwartet habe, weiß ich eigentlich nicht mehr. Es sollte eine Urban-Fantasy sein und das war sie auch, aber dass ich mich dabei so gut amüsieren werde, habe ich nicht vermutet!
Es ist eine bunte, rasante Geschichte, die mit „übernatürlichen“ Elementen und gut gezielten Prisen vom trockenen Humor gewürzt ist. Erzählt wird sie hauptsächlich von der Seite der Hauptfiguren, was sie jedoch nicht einseitig macht. Die Geschehnisse folgt einer Logik die manches auch in einer magischen Wirklichkeit machen, andererseits erlebt der Leser auch unerwartete Wendungen ganz anderer Art. Manch anderer Autor phantastische Geschichten konnte hier lernen, wie man einen guten Plot schreibt! Im Ganzen sehe ich in dem Buch ein großes Suchtpotenzial!