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Verena Wolf
Dahinplätscherndes Vampyr-Teenie-Abenteuer

Buch-Rezension von Verena Wolf Apr 2010

Zoey ist jetzt im zweiten Band der House-of-Night-Serie eine Weile im Vampyrinternat für Gezeichnete. Sie hat ihre Clique, fühlt sich wohl und hat der biestigen Aphrodite die Rolle der Anführerin der Schulvereinigung "Töchter der Dunkelheit" abgeluchst. Aber es trifft sie schwer, dass zwei Jungs, die sie von früher kennt, scheinbar von Vampyren ermordet aufgefunden werden und dann gerät ausgerechnet Heath, ihr Exfreund in Gefahr. Und dann muss sie erkennen, dass ihre Mentorin Neferet nicht so perfekt ist wie sie scheint. Wird ihr das jemand glauben?

In Teil eins der Serie war die Story noch neu und recht spannend. Aber der Reiz des Neuen verwässert in "Betrogen". Es ist immer noch witzig, der Clique beim schnoddrigen Quatschen zuzuhören und ihre kleinen Liebeleien mitzubekommen, aber es wirkt zunehmend sehr amerikanisch und austauschbar. Gerade die ständigen Überlegungen, was Zoey wohl beim Einführungsritual der etwas für Europäer albern anmutende Verbindung "Töchter der Dunkelheit" sagen, tun und bewirken könnte, sind eher - ja - langweilig. Auch die totale Hingebung der Clique, die in sooooo treue Anbetung Zoeys umschlägt, wirkt ermüdend. Dass Zoey plötzlich Heath wieder cool findet, nur weil er das Kiffen und Alkohol einschränkt und zwischen ihm und ihrem Fast-Exfreund und Fast-Freund Eric hin und hergerissen ist, kein Problem. Dass sie aber auch noch Loren anhimmelt, den schicken Poesie-Lehrer, wirkt sehr teenie-mäßig zum Augenverdrehen. Dass dann in ihrer eigenen Clique der Tod zuschlägt wirkt wie auf Biegen und Brechen konstruierter Tiefgang.

Teenagerverwirrnis zwischen Blutdurst, hübschen Jungs und Entführungen

Gut ist, dass Aphrodite, Zoeys Schulfeindin Numero Eins aus dem ersten Teil, auf einmal gar nicht mehr so eindeutig zickig-doof ist, sondern mit ihren Visionen und auch sonst zwar garstig subtil, aber Zoey doch unter die Arme greift. Auch, dass Neferet ihre dunkle Seite hat und Zoey mit Schrecken erkennen muss, dass außer ihr - und vielleicht Aphrodite - keiner ahnt, was für ein zweigesichtiges Biest hinter ihrer aalglatten Fassade lauert, ist nicht verkehrt. Die leicht erotischen Bluttrink-Episoden geben der ganzen Geschichte ein wenig Sexy-Schick und die Story der Menschenjungen-Morde ist als Rahmenhandung recht spannend. Zoey muss allein den finsteren zombiehaften Wesen aus Teil Eins gegenübertreten, um Heath zu retten. Schade nur, dass die wahre Auflösung der Story - wer, was, warum - genau verkaufsträchtig auf Teil Drei vertagt wird. Insgesamt ganz nett für zwischendurch, aber nichts, was man lang im Gedächtnis behält. Vielleicht zieht Teil Drei wieder mehr an.

Betrogen

Betrogen

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Letzte Kommentare:
20.11.2012 19:12:53
Lilian

Den zweiten Teil find ich etwas schwächer als den 1. Ich hatte gehofft, dass Zoeys Beziehung zu Eric mehr wird stattdessen kommt diese Dreicks- bzw. ja fast vierecksgeschichte dazu. Ich mag Heath zwar auch, hab mir aber immer gewünscht, dass Eric und Zoey zusammen kommen. Auch Zoeys Freunde werden etwas vernachlässigt. So kommt Damien zum Beispiel gar nicht so gut zur Geltung wie in Teil 1. Aber sehr gut fand ich es trotzdem.

18.10.2010 20:54:10
kira Rüther

Ich finde auch diesen Teil nicht schlecht geschrieben.
Toll ist auch das Aprothite und Zoey sich viel besser verstehen aber doch schade ist das Steve stirbt und das Erik erst in der Mitte des Buches dazu kommt aber es stimmt auch das der zeite Teil im vergleich zu ersten Band doch an intensität abgenommen hat aber trotzdem noch sehr gut ist.

17.05.2010 08:52:19
Tempe

Der zweite Teil von der Serie House of Night, gibt leider ein bisschen ab, was im ersten Teil noch neu und zu entdecken gilt, wird im 2. Teil aufgewärmt.
Es gibt auch diesmal neue Abendteuer für Zoey doch leider sind diese lauwarm und nicht das was man erwartet.
Ich hoffe doch das der 3. Teil ein bisschen vom ersten Teil wieder erlangt.