Götterjagd

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  • Erschienen: Januar 2010
Götterjagd
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Carsten Kuhr
30°

Phantastik-Couch Rezension vonJun 2010

Die Dark-Fantasy-Kultserie geht in ihre sechste Runde

Seit Jahren sind die Dhampirin Magiere und ihr Geliebter, der Halbelf Leesil auf der Suche nach ihren Wurzeln. Inzwischen habe sie ihre geheimnisvolle Vergangenheit erkundet, sind auf der Suche nach ihrer Herkunft aber auf weitere Mysterien gestoßen.

Zuletzt waren sie im Reich der Elfen als höchst unwillkommene Gäste anzutreffen. Nun geht es weiter auf ihrer Fahrt, immer geleitet durch eine Vision, die Magiere in ihren Träumen ein uraltes Artefakt zeigt. An Bord eines lebendigen Elfenschiffes machen sie sich, begleitet von elfischen Kriegern und verfolgt von Attentätern, auf die Suche nach einer im ewigen Eis eingeschlossenen Bergfestung.

Doch nicht nur sie sind auf der Suche nach dem zauberkräftigen Gegenstand. Auch der undurchsichtige, ja getriebene Vampir Welstiel heftet sich erneut an ihre Fersen. Zusammen mit dem Feenhund Chap und dem Weisenmädchen Wynn treffen sie in der eisigen Festung auf eine uralte Wächterin und ein Wesen, das hinter Magieres Träumen steckt. Damit noch nicht genug, treffen auch die beiden sie verfolgenden Gruppen, die elfischen Attentäter und die untoten Welstiels auf der Feste ein ...

Zu lang, zu kompliziert aufgebaut, und ein Ende nicht in Sicht

Was vor einigen Jahren als eine der interessantesten High-Fantasy-Reihen im Egmont-Lyx Programm startete, das hat sich zwischenzeitlich ein wenig totgelaufen. Nachdem die ersten Kämpfe unserer Vampirjägerin gegen die Untoten ausgestanden waren, ihre geheimnisvolle Geschichte aufgeklärt war, verzetteln sich die Autoren inzwischen in einem immer breiter angelegten, verwirrenden Bild.

Dabei nehmen die fünf magischen Rassen eine nach wie vor mysteriöse Rolle ein, spielen Strömungen innerhalb der Elfen eine wichtige Rolle. Hier scheinen die Elfen ganz unterschiedliche Zielsetzungen zu haben, arbeiten gegeneinander, ohne dass der Leser aber wirklich deutlich erfährt, wer und was hinter der Uneinigkeit steckt.

Auch die jetzt immerhin bereits sechs Bände überdauernde Suche Welstiels nach dem Artefakt, das er einer Prophezeiung zufolge nur mit der unfreiwilligen Hilfe seiner Halbschwester Magiere finden kann, gestaltet sich zu langwierig. Zwar haben die Szenen, die um den edlen Toten und seine blutdurstigen Gefährten spielen, durchaus ihren makaberen Reiz, doch zieht sich der Handlungsstrang bis zum Finale zu lange hin.

Selbst nachdem das Artefakt gefunden und gesichert ist, scheint ein Ende nicht wirklich angestrebt zu werden. Man hat bei der Lektüre den Eindruck, dass sich das Autorenehepaar von einer Idee zur nächsten hangelt, dass sie versuchen, die goldene Eier legende Henne nicht zu schlachten. Das hat viel an Tempo und Reiz verloren, wirkt gekünstelt und lässt den Leser unbefriedigt zurück.

Ich bin gespannt, ob und wie es den Autoren vielleicht gelingen wird, den Leser nochmals an ihre Handlung zu bannen, doch gegenwärtig scheint zunächst der Schwung raus zu sein.

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