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Andreas Kurth
Traditionelle Fantasy mit Unterhaltungswert

Buch-Rezension von Andreas Kurth Jul 2010

Als der frisch zum Ritter geschlagene Aldric Talvalin nach einem blutigen Wirtshausstreit die heimatliche Burg Dunrath erreicht, findet er die Besatzung hingemetzelt vor. Nur sein Vater lebt noch, ist aber dem Tod nahe. Auf dem Sterbebett lässt dieser den Sohn Rache für den heimtückischen Überfall schwören. Aldric flieht, wird aber bei einer Verfolgungsjagd durch einen Pfeil schwer verletzt. Er schleppt sich mit letzter Kraft weiter, und wird schließlich von dem Zauberer Gemmel gefunden und gesund gepflegt. Durch einen Gedächtniszauber erfährt dieser die Vorgeschichte, und beide entkommen gerade noch rechtzeitig vor dem Eintreffen der Verfolger. Sie ziehen sich in eine Zaubererhöhle zurück, wo Aldric während der nächsten zwei Jahre von Gemmel ausgebildet und unterrichtet wird.

Reise zum Drachenhort

Derweil haben die Zauberer Duergar Vathach und Kururr cu Ruruc - der von Duergar aus dem Reich der Toten zurück geholt wurde - die Ländereien des Clans der Talvalin besetzt. Sie wissen, dass Aldric noch lebt, und halten seinen ebenfalls überlebenden Bruder gefangen. Der junge Ritter wird schließlich von Gemmel ausgesandt, um ein wichtiges und mächtiges Artefakt aus einem Drachenhort zu holen. Unterwegs lernt er die junge Kyrin kennen, die für einige Zeit seine Begleiterin wird. Vervollständigt wird das Trio von Dewar ar Korentin, einem ehemals kaiserlichen Offizier, der jetzt dem König von Alba dient, zu dessen Reich das Fürstentum der Talvalins gehört.

Die beiden dunklen Magier verfolgen Aldric und seinen Anhang mit Hilfe von Gestaltwandlern und magischen Augen - aber sie vermögen Aldric nicht zu stoppen. Nach vielerlei Abenteuern erlangt der junge Ritter den magischen Drachenstab, und es kommt zum großen Showdown. Die Zauberer beider Seiten setzen magische Tricks und Waffen ein, sogar eine Armee der Untoten wird ausgesandt. Schwertkämpfe, Zaubererduelle - es bleiben kaum Wünsche offen.

Von Tolkien geprägt

Um Morwoods Werk zu beurteilen, muss man die Entstehungszeit berücksichtigen. Der Roman wurde erstmals 1983 veröffentlicht - lange vor der grandiosen Verfilmung des " Der Herr der Ringe". Es gab also längst noch nicht die Flut an fantastischer Literatur, wie wir sie heute kennen. Morwood ist daher noch sehr stark von Tolkien geprägt. Da gibt es lange und ausgiebige Schwertkämpfe, die Zauberer duellieren sich wie einst in Isengart, es wird eine Armee der Untoten aufgestellt, wie in "Die Rückkehr des Königs". Und es gibt die Geschichte einer Klinge mit einem besonderen Namen, aber das ist seit der Artus-Sage auch nichts Besonderes mehr. Allerdings hat "Der schwarze Reiter" auch eigene Elemente zu bieten. So nimmt der Zauberer den verwaisten jungen Ritter als Pflegesohn auf und bildet ihn aus. Was in diesen zwei Jahren genau geschieht, wird allerdings nicht verraten Der Zeitsprung ist ein wenig problematisch, aber immerhin bekommt die Geschichte danach wieder Dynamik.

Die Liebesgeschichte zwischen Aldric und Kyrin ist ein wenig unausgegoren, letztlich wird dem Leser nicht deutlich, warum die jungen Frau in ihre Heimat zurückkehrt. Es ist auch festzustellen, dass nicht nur Morwood von Tolkien beeinflusst wurde, sondern er offenbar seinerseits spätere Autoren beeinflusst hat. So finden sich einige Elemente aus "Der schwarze Reiter" in Terry Goodkinds Saga "Das Schwert der Wahrheit" wieder. Die besondere Bedeutung des Schwertes, die Ausbildung seines Trägers, die Bezeichnung als Bringer des Todes, die Krähen als Beobachter - alles findet sich so oder so ähnlich in Richard Rahls Geschichte wieder. Goodkind hat sicher nicht bei Morwood abgeschrieben, aber ein paar Anleihen hat er schon gemacht, was ich jedoch für legitim halte. Insgesamt kann man sagen, dass Peter Morwood ein solides Fantasy-Buch geschrieben hat, das unterhaltsam ist, aber nicht zum Kult-Buch taugt. Dafür fehlt es ein wenig an Action, gibt es zu viele Widersprüche bei den Charakteren und mangelt es ein klein wenig an Originalität.

Der schwarze Reiter

Der schwarze Reiter

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Letzte Kommentare:
08.07.2013 13:31:52
blutreiter

Der junge Aldric Talvalin wächst bei seiner Familie in Dunrath Castle auf und wird dort von seinem älteren Bruder Joren in der Kampfkunst unterwiesen. Dabei zeigt er sich als sehr gelehriger Schüler. Bei einem Fest und nach einer sehr verwunderlichen Jagd von Aldric nimmt sein Vater Haranil Talvalin den Reisenden Duergar Vathach bei ihnen auf und bietet ihm ein trockenes Zimmer.

Kurz darauf reist Aldric in eine nahe Stadt, wird dort aber wegen Nichtigkeiten mehrere Tage festgehalten. Bei seiner Rückkehr findet er seine gesamte Familie tot vor, einzig sein Vater klammert sich noch für kurze Zeit ans Leben und nimmt ihm das Versprechen ab, bittere Rache im Namen Talvalin zu nehmen. Aldric leistet einen Bluteid und schwört Duergar Vathach tötliche Rache. Dann muss er jedoch vor dessen Schergen fliehen...



Übrig war nur noch die dumpfe Erkenntnis, dass seine Flucht sich nun dem Ende zu neigen schien. Die Müdigkeit breitete eine verführerische Wärme in ihm aus wie eine Droge oder ein Gift. Sie lud ihn zum schlafen ein und ließ seine Muskeln steif werden, während er gierig die kühle Luft einsog, um der Versuchung zu widerstehen.

[Peter Morwood.Der schwarze Reiter.Piper 2009 S. 10]



Schwer verwundet landet Aldric beim Zauberer Gemmel, der ihn aufnimmt und gesund pflegt. Unterdessen erweckt Vatch den dunklen Zauberer und Kriegsfürsten Kalaar cu Ruruc. Beide machen daraufhin Jagd auf Aldric, da er den Zauberstein von Echainon bei sich trägt. Ein mächtiges Artefakt, dass Duergar Kontrolle und Kalaar Sicherheit bringen kann. Doch Gemmel und Aldric verstecken sich mehrere Jahre in der Bergspitze des „Mutter der Stürme“ und Aldric genießt bei Gemmel eine weitere, weitaus härtere Ausbildung.

Schlußendlich wird er von Gemmel auf die Suche nach dem Drachenstab geschickt, der als einziger Gegenstand stark genug zu sein scheint, gegen Kalaar cu Rurucs magische Kräfte bestehen zu können........

Obgleich man bei diesem Werk kaum von etwas wirklich Neuem reden kann, war ich von der ersten Seite an gefesselt. Peter Morwood hat eine sehr interessante Struktur zu Anfang gewählt und auch seine sprachlichen Mittel wirken für mich eher gehobener, als wie gewöhnlich eher einfach. Es hat wirklich Spaß gemacht, die Charaktere zu verfolgen und den kleinen bissigen, aber ungemein witzigen Humor zu lesen. Dass dieses Buch der „Dark Fantasy“ zugeordnet ist kann ich in einigen Fällen wirklich nachvollziehen, es ist gut beschriebene Brutalität, die aber nicht übertrieben, sondern situationsgemäß passt. Es ist kein Kinderroman und behandelt Sachlagen auch reifer. Besonders aber die vielfach immer wieder ,eigentlich nebenbei, aufgezeigten Probleme Aldrics haben mich fasziniert. Da wird zum einen ein Bild von einem starken und gnadenlosen Krieger aufgezeigt, zum anderen aber der dann mit Gewissensbissen kämpfende und bei Frauen sehr schüchterne, junge Mann. Ich kann nur sagen, ein wirklich lohnenswertes Buch, das ich gerne weiterempfehle und sehr erwartungsvoll dem nächsten Band entgegenfiebere.

Kleiner Haken ist die fehlende Karte, die mir bei der Orientierung sehr hilfreich gewesen wäre.