Gesetz der Nacht

  • Droemer-Knaur
  • Erschienen: Januar 2011
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Gesetz der Nacht
Gesetz der Nacht
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Carsten Kuhr
65°1001

Phantastik-Couch Rezension vonJan 2011

Das Schicksal der Anna Strong wird enthüllt

Bald jährt sich der Tag, an dem die frühere Lehrerin und jetzige Kautions-Jägerin Anna Strong zum Vampir gewandelt wurde. Da kann sie auch noch so vehement jegliche Verantwortung und Vorbestimmung von sich weisen, ihre Mitvampire und gestaltwandelnden Freunde verdammen, sie ist die Verheißende, die Frau, die die Vampire auf aller Welt anführen soll.

Zunächst aber gilt es, alte Feinde in ihre Schranken zu verweisen. Nach wie vor suchen ihre alten Widersacher sich ihre Kräfte dienbar zu machen. Sie wird überfallen, entführt und soll missbraucht werden. Doch so nicht, das hat Anna sich geschworen und ihrem Möchtegern-Vergewaltiger fehlt plötzlich der Kopf auf dem Hals. Dass aber ihre menschlichen Freunde und Familie bedroht werden könnte, dass sie geschickt manipuliert wird, und schlussendlich vor dem Rat der Vampire um ihre Bestimmung kämpfen muss, das hätte sie sich nicht gedacht ...

Mutige Protagonistin setzt sich gegen den Trend durch, nur als Sexpüppchen Verwendung zu finden

Während andere Verlage mit plakativen, seichten Sex-Romancies die Urban-Fantasy-Fans zum Kauf überreden wollen, geht Knaur mit Jeanne C. Steins Romanserie um Anna Strong konsequent einen ähnlichen, aber qualitativ deutlich besseren Weg. Anna Strong entspricht dabei dem gängigen Urban-Fantasy-Heldinnen-Material.

Eine junge, einsame, attraktive Frau, wird vom Schicksal ausgewählt und zur Vampirin gewandelt. Wir begleiten sie dabei, sich in der ihr unbekannten Welt zurecht- und einzufinden, entdecken mit ihr ihre neuen Kräfte und die Prophezeiung, die sie an die Spitze der Machtpyramide katapultieren soll.

Dabei ist Anna weit von den naiven, rein auf Äußerlichkeiten bedachten Modepüppchen entfernt, die uns ihre Konkurrentinnen gerne offerieren. Sie ist ein schwieriger Charakter, der seine Probleme damit hat, sich einzupassen, ein Wesen, das Fehler macht und teuer dafür bezahlen muss. Scherzhafter Verrat drohen und verletzen sie, gleichzeitig hat sie gute Freunde, die ihr zur Seite stehen. Mit den Büchern wurden diese immer besser beleuchtet, erhielten mehr Platz und damit mehr Tiefe. Dennoch bleibt, anders als bei Konkurrenzreihen, der Spot auf Anna. Dabei ist das Tempo weiterhin hoch, die Handlung spannend und abwechslungsreich.

Natürlich mag man darüber streiten, ob die vorhersehbare Bestimmung Annas unbedingt hätte sein müssen, ob ihre in einigen Szenen zu Tage tretende Naivität wirklich zu ihrem Charakter passt. Dennoch bietet die Reihe abwechslungsreiche, flott geschriebene Urban Fantasy - ohne dass die sexbesessene Barbie dabei zu sehr Pate gestanden hätte.

(Carsten Kuhr, September 2011)

Gesetz der Nacht

Jeanne C. Stein, Droemer-Knaur

Gesetz der Nacht

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