Hexenzirkel

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  • Erschienen: Januar 2011
Hexenzirkel
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Carsten Kuhr
56°

Phantastik-Couch Rezension von Carsten Kuhr Aug 2011

Die Hexe auf der Suche nach dem Mörder

Persephone Alcmedi hat eine aufregende Zeit hinter sich. Im ersten Band der Reihe hat sich unsere freie Hexe mit der intriganten Hohepriesterin Vivian angelegt und diese an den Vampir Menessos ausgeliefert. Dass sie dabei von diesem ein Mal bekommen hat, weiß außer ihr niemand, und so soll es eigentlich auch bleiben. Ruhe bewahren, sich um ihr Pflegekind kümmern und endlich mehr Zeit auch für den beeindruckenden Werwolf Johnny finden, das steht auf ihrer Agenda. Dumm nur, dass weder ihre Freundinnen noch Werwölfe und Vampir und erst recht nicht das Schicksal ihr eine Zeit der Muße gönnen wollen.

Nachdem Vivian verschollen ist, muss ihr Platz neu besetzt werden. Die Mächte im Hintergrund wollen eine fotogene junge Frau auf dem medienträchtigen Platz sehen. Mehr als zwanzig Bewerberinnen machen sich auf, die Prüfungen zu durchlaufen. Unter ihnen, wen wundert es wirklich noch, natürlich auch unsere Persephone. Gegen ihren Willen wurde sie nominiert, doch wenn sie einmal antritt, dann will sie auch gewinnen - schließlich ist sie die Lustrata, die Richterin über die Gerechtigkeit, und wenn sie die Auswahl nicht siegreich absolviert, ist ihr Ruf dahin. Doch dann werden Konkurrentinnen ermordet, Menessos taucht bei der Prüfung auf und Persephone wird bis an ihre Grenzen gefordert ...

Flache Charaktere, aber flüssig und angenehm zu lesen

Linda Robertsons Urban-Fantasy Reihe um die Hexe Persephone Alcmedi fügt sich nahtlos in die entsprechende Phalanx der einschlägigen Serien ein. Die übernatürliche Welt hat ihr Coming Out gehabt, die unterschiedlichen Wesen versuchen nun, im Licht der misstrauischen Öffentlichkeit sich in die Gesellschaft einzugliedern und ihren Platz zu finden.

Mit der Hexe Persephone hat die Autorin die perfekte Erzählerin gefunden. Vom Schicksal auserwählt, die noch etwas diffuse Stellung der Lustrata auszufüllen, muss sie ihren Platz in dieser Welt zunächst einmal suchen. Dass ihre Kräfte beträchtlich sind und sie ihre Intelligenz zu Großem befähigt, überrascht nicht weiter. Als Außenseiterin kann sie auf keine Seilschaften innerhalb des Hexenzirkels zurückgreifen, sondern muss sich auf ihre Freunde und Verbündete verlassen. Hier kommen dann, erwartungsgemäß, die verschiedenen Spezies ins Spiel. Seien es die Werwölfe oder die Vampire, das Gebotene unterscheidet sich nicht sonderlich von dem Üblichen.

Auf die sexuelle Anziehungskraft, die von den natürlich charismatischen Übernatürlichen ausgeht, bewegt sich in seiner Beschreibung im Rahmen des Gewohnten. Die sexuellen Begegnungen fügen sich stimmig in die Erzählung ein, geraten nicht zum Selbstzweck und werden zwar offen, aber nicht plakativ geschildert. Das hat nach wie vor den Reiz des Unschuldigen, den insbesondere unsere Protagonistin ausstrahlt, und fügt dem Plot mit der Suche nach dem Täter weitere Spannung und Dramatik bei, auch wenn viele der auftretenden Charaktere eher eindimensional ausgestaltet werden. Schnell und angenehm lesbare Unterhaltung, nicht mehr, aber auch nicht weniger.

(Carsten Kuhr, September 2011)

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Linda Robertson, -

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