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Verena Wolf
Moderne Urban Fantasy rund um und auf dem Meer

Buch-Rezension von Verena Wolf Sep 2011

"Es war unfassbar. Er hatte überlebt. Er atmete, wo kein Mensch atmen konnte."

Das Erzähltempo ist zu Beginn des Buches sehr schnell. Nach knapp 50 Seiten ist all das, was oben in der Kurzbeschreibung beschrieben ist, bereits sehr komprimiert passiert. Der charismatische Christopher hat seine wahre Natur erkannt und hat sich zum ersten Mal in ein Nixenwesen verwandelt. Aber die Wesen, die er wirklich liebt, sind Menschen - Maya, die Meeresbiologin und seine Adoptivschwester Jeannie. Und gerade jetzt treten die drei eine monatelange Reise auf einem Forschungsschiff an. Kann Christopher da überhaupt verbergen, was er wirklich ist und diese "Anfälle", die ihn immer öfter heimsuchen kontrollieren?

Rasant statt reine Romantik

Wer eine poetische, langsame Reise eines mystischen Wesens zu sich selbst und die Entdeckung als träumerischen Höhepunkt erwartet, wird das so nicht finden. Auch wird sehr schnell klar, dass Maya Christopher hoch attraktiv findet, was sie - wie regelmäßig erwähnt wird - deutlich "im Unterleib" spürt. Das beruht - auch das wird auf den ersten Seiten klar - auf Gegenseitigkeit. Also keinerlei verzwickte Verwicklungen, keine Dreieckskonflikte auf platonischer Ebene, die einen romantisch zum Seufzen bringen. Dabei lag es doch bei dem Setting so auf der Hand, weil Jeannie Christopher ja auch liebt und nur seine Adoptivschwester ist.... Nein, solche Verdächtigungen des Lesers gehen zu weit, hier hat jeder seinen Platz. Fast schade. Verblüffend für das schöne, romantisch verspielt aufgemachte Cover geht es zwischen Maya und Christopher ziemlich explizit zur Sache. Hier wird nicht in hellblau-jugendfrei abgeblendet, sobald sie in die Betten fallen, sondern sehr detailliert ihre nächtlichen Begegnungen in allen Details beschrieben.

Story mit viel Liebe zum Meer

Der Hauptteil des irritierend, da ungewohnt vielzeilig gesetzten Buches spielt auf dem Schiff der Meeresbiologen. Es ist spannend, wie das Trio Christophers Verwandlung meistert und gleichzeitig mit wissenschaftlicher Neugier ihr auf den Grund gehen will. Deutlich wird die Liebe der Autorin zur See und deren Bewohner. Die "Meeresblau" wie eine Strömung durchziehende ökologisch motivierte Kritik an der Ausbeutung und Verschmutzung der Meere ist gelungen und wird nicht zum Selbstzweck. Kleine Formulierungsschnitzer und logische Ungereimtheiten gibt es jedoch in "Meeresblau": Vom ewigen Unterleib-Gefühl abgesehen, wirkt es manchmal fast lustig, wie sich die zwei Tiefseeprofessoren gegenseitig die Meerestiere erklären und die üblichen Wissenschaftler eher wie hemdsärmlige Raufbolde rüberkommen. Jedoch ist das Tempo, je weiter das Buch voranschreitet immer besser gelungen. "Meeresblau" findet seinen Rhythmus und wirkt nicht mehr so gehetzt wie am Anfang. Großes Lob für den Ausklang des Buches: Strauss (er)schafft ein sehr stimmiges Ende, das die Meeresstimmung sehr gut spiegelt.

(Verena Wolf, Oktober 2011)

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