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Peter Kümmel
Asimovs Robotergesetze sind Geschichte

Buch-Rezension von Peter Kümmel Nov 2011

Roboter sind nichts anderes als Computer. Und Computer sind Maschinen, die das tun, was der Mensch ihnen gesagt hat - nicht mehr und nicht weniger. Doch bereits seit den 1950er Jahren forscht man auf dem Gebiet der "Künstlichen Intelligenz", einem Teilgebiet der Informatik, welches sich mit der Automatisierung intelligenten Verhaltens befasst.

Daniel H. Wilson ist selber Informatiker und Doktor für Robotik. Insofern scheint seine Vision eines Roboteraufstands nicht völlig aus der Luft gegriffen zu sein. Stellen wir uns vor, ein entsprechend programmierter Roboter lernt stetig hinzu. Irgendwann ist er seinem Erschaffer ebenbürtig, dann sogar überlegen. Und diese Überlegenheit spielt er mit Hilfe anderer Roboter aus und beginnt einen Vernichtungsfeldzug gegen die Menschheit.

An die berühmten und vielzitierten von Isaac Asimov postulierten Robotergesetze halten sich die Maschinen in Wilsons "Robocalypse" nicht mehr. Zunächst sind es nur einzelne Störfälle: ein Roboter in einer Fast-Food-Kette hat eine Fehlfunktion, die zum Tod eines Mitarbeiters führt. Ein älterer Japaner, der seine verstorbene Ehefrau durch eine Roboterpuppe ersetzte, wird von dieser verletzt. Ein militärischer Roboter begeht Selbstmord durch einen Kopfschuss. Die Spielzeugpuppe eines kleinen Mädchens macht diesem Angst. Zwei Flugzeuge drohen zusammen zu stoßen, weil sich ihr Kurs nicht regulieren lässt.

Im Stil einer Dokumentation

Dass der Roman mit dem Ende beginnt und man dadurch schon vorab weiß, wie es ausgeht, tut der Spannung keinen Abbruch. Was mich mehr stört, ist das Fehlen von glaubhaften und tiefgründigen Charakteren. Obwohl Wilson einen Ich-Erzähler nutzt - der in den Kapiteln ohne ihn nur als Chronist fungiert -, bleibt der Roman bis kurz vor Schluß ohne wirkliche Sympathieträger und ohne wirkliche Protagonisten.

Die Grundidee selber ist nicht neu. Doch die Art der Aufbereitung ist ungewöhnlich. Im Stile einer Dokumentation schildert Wilson die Geschehnisse. Zunächst wird von "vereinzelten Zwischenfällen" berichtet. Danach zeigt er, was zur "Stunde Null" an ebendiesen Schauplätzen geschieht. Nun geht es ums "Überleben", bevor es bei den Überlebenden zu einem "Erwachen" kommt, was schlußendlich zu einer "Vergeltung" führt.

Der Autor zeigt uns deutlich, wie abhängig wir bereits heute von Maschinen sind. So viele Handgriffe lassen wir von Automaten erledigen, vertrauen in vielen alltäglichen Dingen auf Computer. So bekommen wir immer mehr automatisierte Unterstützung, die unser Leben zugegebenermaßen bequemlicher macht. Vor diesem Hintergrund erscheint die fiktive Entwicklung also gar nicht mal so unrealistisch. Letztlich ist aber der menschliche Überlebensinstinkt das Herz der Geschichte, welcher nach dieser Katastrophe sehr schnell zu Tage tritt. Man besinnt sich auf seine Wurzeln, bildet kleine Gemeinschaften. Wenige Personen treten als Führungspersönlichkeiten in Erscheinung, Aus einzenen Ideen werden gemeinsam Strategien entwickelt, um die Krise zu meistern.

Doch nicht nur stilistisch bietet "Robocalypse" ungewöhnliches, sondern auch optisch. Dabei fällt nicht nur das relativ einfach gehaltene Cover auf, sondern vor allem die abgerundeten Ecken, die ich funktionell für äußerst gelungen halte. Ein Lob dafür an den Droemer-Verlag.

Steven Spielberg hat sich übrigens schon die Rechte für die Verfilmung des Stoffes gesichert. Der Streifen soll voraussichtlich 2013 in die Kinos kommen.

(Peter Kümmel, November 2011)

Robocalypse

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Letzte Kommentare:
13.01.2017 23:22:33
Norbert Uckermaerker

Ich habe bereits einen Film gesehen , wo alle Figuren gleich angezogen waren und auch das gleiche Aussehen hatten . Es war ein utopischer Film im Fernsehen vor etwa >>>>>>>>>>>>>>>>>>Jahren , doch schon heute glaube ich , dass es Wahrheit wird . Die Robokalypse wird kommen und den Menschen auslöschen- die Roboter werden auch auf dem Mars die erste Siedlung bauen wo Menschen dann einziehen und leben werden

21.08.2013 22:00:05
anyways

In nicht allzu ferner Zukunft, gibt es nicht nur Autos die selbst steuern, quasi auf Autopilot fahren, sondern die Technisierung geht weiter. Es gibt sie endlich, die Haushaltsroboter, Kampfroboter und viele andere die in militärisch oder zivil eingesetzt werden können. Der Fortschritt hört nicht auf und so tüfteln viele Wissenschaftler an weiteren Verbesserungen, dabei ist der Professor Wassermann am erfolgreichsten. Er entwickelt eine künstliche Intelligenz ARCHOS. Ebendieser ARCHOS zettelt den größten Krieg an, den die Menschheit je erleben musste, denn er entkommt Wassermanns Labor un bringt alle Maschinen unter seine Kontrolle. Der letzte Krieg zwischen Mensch und Maschine beginnt.

Seit die Gebrüder Čapek die Begriffe „Roboter“ und „Automat“ prägten, schufen sie unbewusst eine latente Angst vor einer Maschine, die die Kontrolle übernimmt. Auch in unserem von Computern geprägten Zeitalter scheint diese nicht kleiner geworden zu sein. Daniel H. Wilson schildert einen Krieg Mensch gegen Maschinen aus Rückblenden. Ein blutiger, ein alles zerstörenden Krieg mit nur wenigen Überlebenden. Seine Protagonisten, die den Kampf gegen die metallene Übermacht führen sind auf fast allen Kontinenten tätig. Die Erlebnisse dieser schienen bis zur Hälfte des Buches auch vielschichtig und interessant. Leider flachte das zum Ende des Buches ab und mein Interesse ließ merklich nach. Ein paar wesentliche Details hat der Autor für meine Begriffe nicht genügend berücksichtigt. Wo bekommen die vielen Kriegsopfer Nahrung her, wenn keiner mehr dafür arbeiten kann? Bei so vielen zivilen Opfern, die nicht anständig begraben werden können, ist die Gefahr eines Seuchenausbruchs exorbitant groß, auch das unterschlägt uns der Autor. Bis auf wenige Ausnahmen sind seine Protagonisten eher unverwundbare Supermänner. Ebenfalls störend fand ich am Ende der Kapitel immer seine Vorwegnahme zukünftigem.

Fazit: Keine neue Umsetzung eines alten , bekannten Themas.

30.12.2011 00:59:02
Synapse11

Menschen, Monster und Maschinen

Inhalt:
Der Wissenschaftler Dr. Nicholas Wassermann konstruiert einen Roboter Namens “Archos”. Mit ihm nimmt das Unheil seinen Lauf. Archos wartet auf den richtigen Moment seine “höhere Intelligenz”unter Beweis zu stellen. Nachdem er sich seinem Schöpfer überlegen fühlt, versucht er ihn zu töten und die Herrschaft über die Menschheit und sämtlicher technischer Geräte an sich zu reißen.
Menschen werden von genau dem “technischen Fortschritt” getötet, auf den sie sich bislang verlassen haben. Maschinen wie Hausroboter, Autos, Flugzeuge, Handys, elektronisches Kinderspielzeug und “mitdenkende” Gebäude geraten außer Kontrolle. Später werden selbst die eigenen Mitmenschen zur Gefahr. Jeder gegen jeden, wenn das nackte Überleben zählt. Andere verbünden sich und es bildet sich eine neue Streitmacht gegen Archos, der selbst vor Kindern nicht halt macht und sie zu seinem Vorteil missbraucht. Mit allen Mitteln kämpfen die Menschen ums Überleben und werden über Nacht wohl oder übel zu Helden.

Meine Meinung:
Das Genre Fiktion/Fantasy war völliges Neuland für mich. Dennoch bin ich von dem Buch begeistert. Schon die raffinierte Aufmachung des Covers hat meine Neugier geweckt und ich wurde nicht enttäuscht. Auch die abgerundeten Ecken überraschten mich positiv sowie der “gefalzte” Einband welcher unschöne Knicke im Buchrücken verhindert.
Der Leser spürt, dass sich Daniel H. Wilson mit der “Materie” auskennt, über die er schreibt.
Das Buch schildert vorerst keine zusammenhängende Handlung sondern einzelne Episoden in Form von Augenzeugenberichten und technischen Aufzeichnungen. Alle weisen einen eigenen Spannungsbogen auf und ergänzen sich letztendlich. Einige dieser Berichte enden mit einem Cliffhanger und stellen dadurch einen spannenden Übergang zu späteren Kapiteln her. Je weiter man liest, desto dramatischer werden die Ereignisse. Erst im Rückblick ist die zusammenhängende Handlung erkennbar und der Leser fiebert mit den Protagonisten dem Finale entgegen. Amüsant fand ich, dass ein Roboter sogar analysiert wieviel Speichel jemand auf den Boden spuckt- “Ungefähr fünfzehn Milliliter” (S. 382) Begeistert haben mich die technischem Raffinessen und die Phantasie des Autors. Fiktion und Realität sind geschickt miteinander verwoben. Anfangs war ich unsicher, ob es meinen Geschmack trifft, da es nicht gerade ein Frauenbuch ist. Doch ich bin begeistert und kann es auch der weiblichen Leserschaft empfehlen.

Meine Lieblingstextstelle:
“Wenn man sich in einer nicht alltäglichen Situation befindet, lernt man das Alltägliche wieder zu schätzen.” (S. 153)

Fazit:
Das Buch bietet phantastische Unterhaltung und Nervenkitzel für technikbegeisterte Leser. Ein spannender Action “Krimi” und wenn sie es nicht selbst lesen mögen - lassen sie es sich als eBook von ihrem Hausroboter vorlesen. ;-)

Gibt es bald eine Fortsetzung? - Meine Synapsen stehen auf Empfang!