Leser-Wertung

-
Zum Bewerten, einfach Säule klicken.
 50° 100°

Zum Bewerten, einfach Säule klicken.

Bitte bestätige - als Deine Wertung.

Gebe bitte nur eine Bewertung pro Buch ab, um die Ergebnisse nicht zu verfälschen. Danke!

1 x 91°-100°
0 x 81°-90°
1 x 71°-80°
0 x 61°-70°
1 x 51°-60°
0 x 41°-50°
0 x 31°-40°
0 x 21°-30°
0 x 11°-20°
0 x 1°-10°
B:75
V:2
W:{"1":0,"2":0,"3":0,"4":0,"5":0,"6":0,"7":0,"8":0,"9":0,"10":0,"11":0,"12":0,"13":0,"14":0,"15":0,"16":0,"17":0,"18":0,"19":0,"20":0,"21":0,"22":0,"23":0,"24":0,"25":0,"26":0,"27":0,"28":0,"29":0,"30":0,"31":0,"32":0,"33":0,"34":0,"35":0,"36":0,"37":0,"38":0,"39":0,"40":0,"41":0,"42":0,"43":0,"44":0,"45":0,"46":0,"47":0,"48":0,"49":0,"50":0,"51":0,"52":0,"53":0,"54":0,"55":0,"56":0,"57":0,"58":0,"59":0,"60":1,"61":0,"62":0,"63":0,"64":0,"65":0,"66":0,"67":0,"68":0,"69":0,"70":0,"71":1,"72":0,"73":0,"74":0,"75":0,"76":0,"77":0,"78":0,"79":0,"80":0,"81":0,"82":0,"83":0,"84":0,"85":0,"86":0,"87":0,"88":0,"89":0,"90":0,"91":0,"92":0,"93":0,"94":1,"95":0,"96":0,"97":0,"98":0,"99":0,"100":0}

Wir schreiben das Jahr 2047: Indien feiert 100 Jahre Unabhängigkeit. Doch in dem Land, das mit seinen pulsierenden Großstädten, hypermodernen Computern und künstlichen Intelligenzen in der Moderne angekommen ist, werden auch zerstörerische Tendenzen sichtbar. Und während zehn Menschen auf ganz unterschiedliche Weise um ihr Schicksal und das ihres Landes ringen, entfaltet sich zwischen Slums und Großrechnern die digitale Zukunft der Menschheit...

Cyberabad

Cyberabad

Deine Meinung zu »Cyberabad«

Hier kannst Du einen Kommentar zu diesem Buch schreiben. Wir freuen uns auf Deine Meinungen. Ein fairer, respektvoller Umgang sollte selbstverständlich sein. Danke!

Letzte Kommentare:
17.01.2020 17:59:10
geronimox

Mühsam zu lesen. Leider hat Autor McDonald dem dramaturgischen Mund etwas zu voll genommen, und serviert uns gleich zehn Hauptpersonen, deren Geschichten er in kapitelmäßiger Rotation erzählt. Wer sich als Leser nicht nebenbei ein persönliches händisches Personenregister anlegt, gerät mit den Handlungsfäden schnell durcheinander.

Mein zweiter Kritikpunkt ist die exzessive Verwendung indischer Namen und indischer Begriffe, die nicht im Text als Fußnote, sondern erst am Romanende in einem Glossar erklärt werden. So muß man auf mancher Buchseite mehrmals den lesefluss unterbrechen um hinten im Roman Begriffe nachzuschlagen. Ich gebe zu, schon nach 100 Seiten die indischen Begriffe genervt ohne Erklärung überlesen zu haben.

Die sich gegen Ende herauskristallisierende Story: Ein auch noch im Jahr 2050 verarmtes und fanatisch religiöses Indien trifft auf HiTech und gottgleiche Künstliche Intelligenz, entpuppt sich als »anderswo schon besser gelesen«.

Mein Fazit: Durch zu viele Protagonisten und indische Begriffe verwirrend. Weniger von beidem wäre mehr gewesen. Trotz interessanter Ideen nur anstengend zu lesen, deshalb von mir nur

6/10
-

31.10.2012 23:48:41
kluseba

Ian McDonalds “Cyberabad” ist sicherlich ein durchaus phantasievoller und gerade in Bezug auf die detaillierten Beschreibungen diverser imaginärer technischer Erfindungen ein sehr intellektueller und allein von dieser Warte aus betrachtet nicht unrealistischer Roman. Diverse Elemente des Science-Fiction-Genres vermischen sich mit einigen Aspekten der indischen Kultur, zumal die verschiedenen Charaktere aus den unterschiedlichsten Milieus und Regionen stammen, was immerhin für viele abwechslungsreiche episodische Mosaiksteinchen im Gesamtgefüge sorgt.

Doch was zunächst vielversprechend klingt, wird rasch unglaublich ermüdend. Der Roman ist gespickt mit kompliziertem Vokabular, das sich entweder auf die genannten technischen Elemente oder aber auf diverse indische Kulturaspekte bezieht. So muss der geneigte Leser ständig neue Wörter nachschlagen, was den Lesefluss ganz erheblich beeinträchtigt. Manche Passagen werden dadurch förmlich ungenießbar, wenn der Autor in einem Anflug von fast schon arrogantem Intellekt teils massiv mit unnützen Fremdwörtern um sich wirft.

Dabei verzettelt sich der intellektuelle Schreiber leider so sehr in den Details und in unnötigen Hintergrundinformationen, dass die eigentliche Geschichte nicht so wirklich ins Rollen kommen möchte. Die neun bis zehn Charaktere, die in diesem Epos näher betrachtet werden, lassen trotz ihrer hohen Anzahl und der Länge des Werkes vor allem an Tiefe vermissen und sind alles Andere als anziehend oder irgendwie faszinierend. Quantität steht hier definitiv über Qualität. Die verschiedenen Handlungsfäden laufen nur schleichend zur Hauptintrige zusammen und viele Passagen wirken daher arg zäh bis belanglos. Abgesehen davon ist die gesamte Geschichte am Ende so übertrieben phantastisch geraten, dass sie im Kontrast zu den präzise beschriebenen politischen, sozialen und technischen Aspekten fast schon asynchron wirkt und streckenweise arg aus der Luft gegriffen erscheint. Der Autor versucht einfach zu viele Themen in seine Geschichte zu integrieren von künstlichen Intelligenzen über postmoderne Geopolitik bis hin zu außerirdischen Phänomenen. Das geht gehörig schief, denn überall wird nur hektisch an der Oberfläche der Dinge gekratzt.

So überwiegen bei dieser eigentlich innovativen und vielversprechenden Geschichte insgesamt mehr als deutlich die negativen Elemente. Es kostet viel Geduld und Toleranz um es ganz durch das Buch zu schaffen und danach fragt man sich doch, ob man nicht doch seine Zeit verschwendet und umsonst auf ein berauschendes Ende gewartet hat, das den geneigten leidenden Leser für sein starkes Durchhaltevermögen hätte entschädigen können. Unter dem Strich kann ich das Buch trotz seiner zahlreichen Nominierungen und Preise weder Anhängern des Science-Fiction-Genres, noch Begeisterten intellektueller Romane oder Freunden der vielfältigen indischen Kultur empfehlen. Am Ende kann ich diesen Roman lediglich als ambitionierten Fehlkauf abhaken.

30/100