Schwarze Verführung

Erschienen: Januar 2013

Couch-Wertung:

50°
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Carsten Kuhr
Konkurrenz zu Wards Black Dagger

Rezension von Carsten Kuhr Apr 2013

Einst waren sie unbeschwert, genossen ihr Dasein in vollen Zügen. Bis sie einen Fehler begingen, einen Fehler, der ihr ganzes Sein veränderte, und sie auf ewig an Dämonen kettete. Die legendäre Büchse der Pandora haben sie geöffnet, sie, die sich nun die Herren der Unterwelt nennen, und in deren Körper die gefährlichsten der aus der Pandora-Büchse freigesetzten Dämonen Aufnahme fanden.

Paris lebt seit dem verhängnisvollen Tag mit dem Dämon der Promiskuität zusammen. Verführt er nicht jede Nacht einen anderen Sexualpartner nach dem Willen seines Dämons, ist sein Leben dahin. Dass es dabei beileibe nicht immer nach seinem persönlichen Geschmack zugeht, dass der Dämon, um ihn zu strafen und zu foltern gar oft merkwürdige Partner beiderlei Geschlechts für ihn aussucht, ist noch lange nicht das Schlimmste. Einmal in den Jahrtausenden seiner Existenz, ein einziges Mal schien ihm das Glück hold zu sein, er hielt seine Bestimmung, die Liebe seines Lebens in der Hand - und verlor sie. Sienna, einst eine Jägerin, ein Mitglied jener Bruderschaft, die die Herren der Unterwelt seit Generationen verfolgt und zur Strecke bringen will, stand zwar aus dem allzu frühen Grab wieder auf, doch nun ruht ein Fluch auf ihr, der sie auf ewiglich verdammen würde, wenn Paris sich ihr wieder nähern würde. Zwischenzeitlich trägt Sienna gar den Dämon des Zorns in sich, so dass an ein Happy-End keiner mehr denkt. Doch dann kommt es doch wieder ganz anders als erwartet und gedacht - die äußeren Umstände zwingen die beiden, die zusammen ebenso wenig sein können wie getrennt, gemeinsam zu streiten - eine Chance auch für die Liebe?

Gelungene Mischung ständig wiederkehrender Themata

Gena Showalter, die in ihrem Heimatland insbesondere für ihre romantischen Love-Stories bekannt ist, hat mit ihrer "Herren der Unterwelt"-Reihe für Furore gesorgt. Mira hat mit den mittlerweile neun Romanen die Bestsellerlisten erklommen, die Werke erfreuen sich, insbesondere bei einer weiblichen Fangemeinde, regen Zuspruchs.

Dabei orientiert sich die Autorin, ohne die Vorlage blind zu kopieren, am Rezept von J. R. Wards "Black Dagger"-Serie. Mit den Herren der Unterwelt stellt sie wechselnde Protagonisten ins Zentrum ihrer Bücher, die neben sexueller Anziehungskraft und romantischen Eroberungen auch tatkräftig zupacken und kämpfen können. Geschickt kokettiert sie dabei mit dem Nimbus der "nicht-ganz-so-Guten", verhalten sich unsere Protagonisten doch nicht immer politically correct, sondern verfolgen ihre Ziele gnadenlos direkt ohne auf eventuelle Kollateralschäden zu achten.

Natürlich nehmen die Darstellung des Aktes einen gewissen Raum ein, bleiben hinter den oft ins Plakative abdriftenen Darstellungen der Black Dagger aber doch noch zurück.

Das Gebotene bleibt klischeehaft, hat hohen Wiedererkennungswert und hält wenig wirklich überraschende Wendungen für den Rezipienten bereit. Doch genau das ist es, was ihre Fans bei Showalter suchen - leidlich spritzige Abwandlungen des immer gleichen Grundthemas, der Suche nach Erlösung unser Unterweltherren in den Armen ihrer Angebeteten.

(Carsten Kuhr, April 2013)

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