Die Alchemie des Bösen

  • -
  • Erschienen: Januar 2013
Die Alchemie des Bösen
Die Alchemie des Bösen
Wertung wird geladen
Carsten Kuhr
89°

Phantastik-Couch Rezension von Carsten Kuhr Dez 2013

Das Warten hat sich gelohnt!

Hätte man vor ein paar kurzen Wochen erst der jungen Celeste Temple prophezeit, dass sich ihr Leben grundlegend ändern würde, sie hätte Jedem, der ihr so etwas gesagt hätte mit schallendem Gelächter zum Teufel gejagt. Und dies, obwohl sie aus guten, ja besten Hause stammend ein solches unhöfliches Verhalten aus ihrer innersten Seele verabscheut hätte, schien ihre Zukunft doch mehr als Vorhersehbar.

Doch dann löste ihr Verlobter aus heiterem Himmel das Heiratsversprechen, und sie wurde in eine Verschwörung verwickelt, die das Königreich selbst bedroht.

Zusammen mit dem Leibarzt eines Deutschen Blaublütigen und einem Auftragskiller versuchte sie die Verschwörung der Traumfresser, die die Erinnerungen der Mächtigen des Reiches in blaue Glasbücher saugten und die Kontrolle über das Reich an sich reißen wollten, zu verhindern.

Doch nun sind ihre Verbündeten ermordet, sie selbst hat, wie immer in ihren grünen Stiefeln gewandelt, ungewollt ihre Libido entdeckt und ihre Erzfeindin, die Contessa Lacquer-Sforza manipuliert wie eh und je. Rache ist ihr alles beherrschendes Ziel – doch dann tauchen die vermeintlich ermordeten Verbündeten wieder auf und nur die Contessa vermag unsere Helden auf den Pfad der zu den Bösen führt zu geleiten ...

Was ist dies für eine Trilogie, die Gordon Dahlquist uns hier in den letzten Jahren kredenzt hat? Angesiedelt in einem fiktiven Reich, das an das victorianische England erinnert, erwartet uns eine wahre Tour de Force, ein Plot, der den Abenteuerroman aus seinem Dornröschenschlaf weckt und den Steampunk zu neuen Höhen führt.

Nach dem sensationellem ersten Band, den Blanvalet in der Erstausgabe in mehreren Teilen in einem dekorativen Schuber auflegte und dem im Hardcover debutierten Mittelband erscheint der abschließende dritte Teil zwar nur als Taschenbuch, der Leser aber wird dem Roman mit Ungeduld entgegenfiebern. Und das Warten hat sich gelohnt.

Das Buch setzt direkt an den Cliffhanger des zweiten Teils an. Ohne sich groß mit Zusammenfassungen der bisherigen Geschehnisse aufzuhalten gibt Dahlquist bildlich gesprochen Gas. Voller Tempo geht es weiter hinein ins Abenteuer, betreten wir mit unseren Protagonisten vergessene Festungsbereiche, verschollene Gangsysteme, verlassene Fabriken und verquere Laboratorien, dass es eine wahre Pracht ist.

Die bekannt vielschichtig gezeichneten Figuren präsentieren sich noch einmal in all ihrer liebevoll gezeichneten Schrulligkeit, wobei es dem Autor immer wieder gelingt, seine Leser noch einmal mit nicht vorhersehbaren Entwicklungen zu überraschen. Überhaupt wartet der Plot, wiewohl so einige Motive des ersten Teils aufgegriffen werden, mit jeder Menge spannender Szenen auf, das Tempo bleibt hoch und das Finale in sich überzeugend und stimmig. So kann man dem Buch schlicht attestieren, die Trilogie würdig zu einem packenden Abschluss gebracht zu haben, und dem Leser ein paar faszinierende Stunden der Lektüre und des Vergessens des Alltags bereitet zu haben – was kann man besseres über ein Buch sagen?

Die Alchemie des Bösen

Gordon Dahlquist, -

Die Alchemie des Bösen

Ähnliche Bücher:

Deine Meinung zu »Die Alchemie des Bösen«

Hier kannst Du einen Kommentar zu diesem Buch schreiben. Wir freuen uns auf Deine Meinungen. Ein fairer, respektvoller Umgang sollte selbstverständlich sein. Danke!

Letzte Kommentare:
Loading
Loading
Letzte Kommentare:
Loading
Loading

Sci-Fi & Mystery
(MUSIC.FOR.BOOKS)

Du hast das Buch. Wir haben den Soundtrack. Jetzt kannst Du beim Lesen noch mehr eintauchen in die Geschichte. Thematisch abgestimmte Kompositionen bieten Dir die passende Klangkulisse für noch mehr Atmosphäre auf jeder Seite.

Sci-Fi & Mystery