STAR WARS:
Der Aufstieg Skywalkers

Film-Kritik von Marcel Scharrenbroich / Titel-Motiv: © 2019 ILM and Lucasfilm Ltd.

Das Ende einer Saga

Vor langer Zeit…

…zogen uns blaue Lettern in ihren Bann, als sie uns kryptisch von einer weit, weit entfernten Galaxis verrieten. Als dann der epochale Score von John Williams mit einer schmetternden Fanfare einen der besten Soundtracks der Filmgeschichte eröffnete und der Schriftzug „Krieg der Sterne“ (1977) erschien, war man schon fast mittendrin in einer Jahrzehnte umspannenden Saga, die das Kino für immer veränderte…

Manch einer mag sich fragen „Krieg der…“ was? Ja, „Star Wars“ hieß früher noch „Krieg der Sterne“ und von einer „Episode IV“ wusste bis dahin auch noch niemand was. Da wurde man erst bei der Fortsetzung „Das Imperium schlägt zurück“ (1980) stutzig, als am Anfang der legendären Laufschrift (im ersten Film noch überarbeitet von Regisseur Brian De Palma) plötzlich „Episode V“ zu lesen war. Beim Schreiben von „Das Imperium schlägt zurück“ kam Regisseur George Lucas die Idee, dass mit der Auflösung des familiären Standes zwischen Luke Skywalker und Darth Vader, eine Vorgeschichte denkbar wäre. Der deutsche Untertitel zum Originalfilm von 1977, „Episode IV: Eine neue Hoffnung“, wurde erst 1995 ergänzt, als eine THX-gemasterte Veröffentlichung auf VHS erfolgte. Lucas gab an, Ideen für sechs Filme im Kopf zu haben. Dann hieß es mal neun, dann sogar zwölf. Heute wissen wir, dass die sogenannte Skywalker-Saga insgesamt neun Filme umfasst… aufgeteilt in drei Trilogien. Mehr dazu später…

Hör mal, wer da röchelt!

Ex-Senator, -Kanzler, -Imperator und Noch-Sith-Lord Palpatine ist wieder da!!! Damit lässt man jetzt keine Womp-Ratte aus dem Sack, da der vermeintlich längst Besiegte bereits in Trailern zu hören, optisch angedeutet, auf dem Filmplakat zu sehen und auch im Eröffnungstext angekündigt wurde. Da hat der Schlingel sich also seit 1983 („Die Rückkehr der Jedi-Ritter“) schön im Dunkeln gehalten und mit seinem schrumpeligen Gicht-Fingern blitzende Fäden im Hintergrund gezogen… so einen Stunt muss man sich als Filmemacher und Drehbuchautor auch erstmal trauen. Zumal, da dessen Wiederkehr beim direkten Vorgänger, „Die letzten Jedi“ (2017), von Rian Johnson noch bei niemandem auf dem Zettel stand… weder bei den Fans noch bei Disney selbst. Disney, welche in den 70ern noch Lucas‘ Drehbuch von „Krieg der Sterne“ dankend ablehnten, sind ja, seit sie George Lucas für die Rechte fürstlich entlohnten (schlappe 4,05 Milliarden US-Dollar!), voll auf dem „Star Wars“-Trip und versorgen Fans seitdem mit Stoff, nach dem sie gar nicht gefragt haben. Overkill und Abnutzungserscheinungen inklusive, wie sinkende Einnahmen bei der Haupt-Saga und der sogar gefloppte „Solo: A Star Wars Story“ (2018) bewiesen haben.

Das dürfte eine gänzlich neue Trilogie, die vor dem negativen „Die letzten Jedi“-Echo noch Regisseur Rian Johnson zu Papier bringen sollte, sowie ein geplantes Obi-Wan-Spin-off mit Ewan McGregor erstmal ausgebremst haben. Dank dem noch frischen Streamingdienst Disney+ und der gelungenen und durchaus positiv aufgenommenen Serie „The Mandalorian“ (2019; entwickelt von Schauspieler und Regisseur Jon Favreau; „Iron Man“, „The Jungle Book“ und als Harold „Happy“ Hogan im Marvel Cinematic Universe zu sehen) könnte es allerdings wieder Licht über der dunklen Wüste von Tatooine geben. Angeblich soll die erste Obi-Wan-Klappe Anfang 2021 fallen… sollten die Macht und der Impfstoff mit uns sein.

Wiedersehen und Abschied

Die überraschende Rückkehr von Palpatine (Ian McDiarmid) sorgt auch bei der Rebellen-Allianz für große Augen. Gerade erst haben Finn (John Boyega), Poe Dameron (Oscar Isaac) und Chewbacca (Joonas Suotamo) es mit Ach und Krach (und einem ramponierten Millennium-Falken) zurück zur Basis geschafft, nachdem sie an brisante Informationen eines Kontaktmannes kamen, da geht die Reise auch schon weiter. Mit Rey (Daisy Ridley) an Bord, die kürzlich erst die Jedi-Schulbank bei Luke Skywalker (Mark Hamill) drückte und ihre Ausbildung nun bei dessen Schwester Leia (Carrie Fisher; 1956 - 2016) fortführt, macht man sich auf die Suche nach einem sogenannten Sith-Wegfinder (Noch die davon gehört? Macht nix… das hat keiner.), der den Weg zum Versteck des früheren Imperators weisen soll. Von diesen Wegfindern existieren nur zwei Exemplare und dank Lukes Aufzeichnungen findet Rey heraus, dass dieser ebenfalls auf der Suche danach war. Ziel der Reise ist der letzte bekannte Aufenthaltsort Skywalkers…

Vader-Enkel und Vater-Mörder Kylo Ren (Adam Driver) ist da schon einen Schritt weiter. Im Besitz des anderen Sith-Wegfinders, hat er Palpatine bereits aufgespürt. In einem entlegenen Teil der Galaxis, auf dem stürmischen Planeten Exegol, wird Ren fündig. Dort thront Palpatine und schafft es den finsteren Jedi-Antagonisten von seinem eigentlichen Vorhaben abzubringen. Anstatt Palpatine niederzustrecken, geht er einen Deal mit dem Sith-Meister ein. Palpatine stellt ihm eine gigantische Flotte von Sternenzerstörern zur Verfügung, die jeweils über genug Feuerkraft verfügen, einen ganzen Planeten zu pulverisieren. Im Gegenzug soll Kylo Ren die Schrottsammlerin Rey aufspüren und töten. Als Befehlshaber der Ersten Ordnung macht der Anführer der Ritter von Ren sich auf die Jagd. Und dank seiner Macht-bedingten Verbindung zu Rey ist er der jungen Jedi und ihren Freunden schon bald auf den Fersen…

Mimimimi…

Das ist es nun… das große Finale der Skywalker-Saga, die mit diesem Film nun nach über 40 Jahren ihr Ende findet. Und was springt einem als erstes aus diversen „Fan“-Lagern entgegen? Antwort: (siehe Überschrift dieses Absatzes). Dass man es nicht JEDEM rechtmachen konnte, war abzusehen. Erst recht, nachdem man J. J. Abrams nach „Das Erwachen der Macht“ (2015), dem chronologisch siebten Teil, für Film Nummer 9 wieder zurück auf den Regiestuhl holte. Der erste Regisseur, der sich sowohl bei „Star Trek“ als auch „Star Wars“ austoben durfte, erntete nicht nur Lob für seine erstmalige Rückkehr zum eher klassischen „Star Wars“-Look. Nach George Lucas‘ CGI-Debakel mit den Episoden I bis III (1999 – 2005) schrien die Franchise-Verehrer regelrecht nach handgemachten Figuren, realen Sets und dem liebgewonnen Charme, der die allererste Trilogie (1977 – 1983) prägte. Ihre Rufe wurden (weitestgehend) erhört… aber „Star Wars“ wäre nicht „Star Wars“, wenn es da nicht auch was zu meckern gegeben hätte: Hauptsächlich wurde „Das Erwachen der Macht“ vorgeworfen, den ursprünglichen Saga-Auftakt, „Eine neue Hoffnung“, gnadenlos kopiert zu haben. Da ist mit Sicherheit ein Fünkchen Wahrheit im Spiel, da man bei Disney mit so einem gigantischen Projekt kältere Füße bekam, als bei einem Barfuß-Marathon auf Hoth, aber das Rad lässt sich nun auch nicht mehr neu erfinden. Du kannst andere Bereifung und Hochglanz-Felgen draufpacken… aber es bleibt immer noch ein Rad.

Für mich persönlich hat Abrams einen hervorragenden Job abgeliefert und klassisches „Star Wars“-Feeling in eine neue Generation übertragen. Und selbstverständlich hatte er ja für die Fans der ersten Stunde noch ein paar Asse im Ärmel. Allen voran die Reunion von Han Solo (Harrison Ford) und Chewbacca (Peter Mayhew (1944 – 2019)/Joonas Suotamo). Schon der erste Trailer sorgte dafür, dass weltweit gestandene Männer in Tränen ausbrachen und sich filmten, während sie mit Spielzeug-Millennium-Falken freudestrahlend durchs Zimmer rannten (Echt wahr!!!). Keine Ahnung, was die Nörgel-Fraktion erwartet hat, da „Star Wars“ schon immer bestes Entertainment war und auch als solches gesehen werden sollte. Es ist weder eine Religion noch der heilige Gral der Filmgeschichte… einfach eine verdammt gelungene Spaceopera, die auf vielen Quellen basiert (Filme von Akira Kurosawa, den Serials „Flash Gordon“ und „Buck Rogers“, Edgar Rice Burroughs‘ „John Carter vom Mars“, „Captain Future“, Sagen, Mythen und Märchen…) und das beste aus einer reichen Auswahl an Zutaten in einem üppigen Menü vereint. Bumms… nun möge die Steinigung beginnen.

Ach ja… da war ja dann noch die Sache mit „Die letzten Jedi“. DA traute man sich inhaltlich etwas aus der Komfort-Zone heraus, erntete aber wiederum viel Kritik (Ehrlich… verwundert das noch jemanden?). Zugegeben, einige Szenen waren wirklich abstrus und befremdlich. Wollten sich nicht nahtlos einfügen. Man mag nun sagen, dass der Mittelteil einer Trilogie von Haus aus einen schweren Stand hat, aber bei „Star Wars“ zählt diese Entschuldigung nicht, da „Das Imperium schlägt zurück“ bei nicht gerade wenigen Genre-Liebhabern den Ruf als bester Teil der gesamten Saga genießt. Optisch wurde zwar reichlich Bombast geboten, was überaus toll in Szene gesetzt und mit staunenden Augen anzusehen war, aber an der Story, die sich von selbst geklärt hätte, wenn man die Mühle vorher vernünftig aufgetankt hätte, mag man sich durchaus reiben. Kein Wunder also, dass J. J. Abrams als Retter in der Not die Kohlen aus dem Feuer holen musste (eigentlich war „Jurassic World“-Regisseur Colin Trevorrow für den Posten vorgesehen, flog aber wegen der obligatorischen kreativen Differenzen mit Überlichtgeschwindigkeit aus dem Projekt… schneller als er „Utinniiiii!“ kreischen konnte), was er auch durchaus souverän über die Bühne geschaukelt hat. Um Vorheriges wieder gerade zu biegen, mussten natürlich neue Kompromisse eingegangen werden, was auch das zuerst nicht geplante Revival von Sith-Oldie Palpatine beinhaltet. Dass man bei Disney nicht von Anfang an einen festgelegten Trilogie-Fahrplan in Stein gemeißelt hatte, sollte dadurch nur noch unterstrichen werden.

Résumé

Rückblickend betrachtet hat jede Trilogie ihre Daseinsberechtigung und könnte – so abgedroschen es klingt – als Kind ihrer jeweiligen Zeit betrachtet werden. Etablierte die Ur-Trilogie jene Kassenmagneten, die wir heute noch als Blockbuster bezeichnen, ist George Lucas‘ Prequel-Trilogie (also die chronologisch Zweite, ab 1999) ein perfektes Beispiel des beginnenden CGI-Zeitalters, als Filme beinahe komplett im Studio und mit digitalen Effekten zugepflastert gedreht wurden. Beispiele hierfür sind natürlich auch Peter Jacksons „Der Herr der Ringe“-Trilogie, „Matrix“, „Sky Captain and the World of Tomorrow“ oder auch Robert Rodriguez‘ Frank Miller-Adaption „Sin City“. Die mittlere Trilogie hat es wahrlich am ärgsten erwischt, da die Technik sich in den Folgejahren rasant weiterentwickelt hat und manche Szenen noch schwerer ertragbar macht, als bei ihrer Uraufführung (Stichwort: Ein gewisser Gungan mit Schlappohren und Sprachfehler). Wo die Ur-Trilogie trotz diverser Neuveröffentlichungen auf moderneren Datenträgern (DVD, Blu-ray und nun 4K-UHD) noch einen unvergleichlichen Charme besitzt – trotz knackscharfer Bilder, die offensichtliche Miniatur-Modelle und Plastik-Kulissen immer deutlicher offenbaren -, wirkt die Vorgeschichte um Anakin Skywalker und seinen beruflichen Aufstieg nur noch veraltet. Keine Ahnung, wie wir die aktuelle Trilogie aus dem Hause Disney in ein paar Jahren sehen werden, aber sie bewegt sich definitiv auf dem aktuellen Stand der Technik und verfügt zudem über die besonderen Zutaten, die Fans der ersten Stunde seit über 40 Jahren in dieser fernen Galaxie festhält: Reale Sets, detailliertes Creature-Design, praktische Effekte und Charaktere, mit denen man gerne auf eine epische Reise geht.

Fehler, die Lucas begangen hatte (Erklärung der Macht, politisches Geschwätz, das keine Sau interessiert, der Gungan, dessen Name nicht genannt werden darf, eine bockige, ätzende Hauptfigur, die den ultimativen Bösewicht entmystifiziert und schon als Kleinkind nervt, die Frankenstein-Geburt von Darth Vader, einen quietschgrünen Jedi-Meister, der am Stöckchen geht, aber Haken schlägt als gäbe es kein Morgen, sobald er das (kleine) Lichtschwert schwingt, einen genialen und bedrohlichen Antagonisten, der nach gefühlt 5 Minuten Screentime in den Orkus geblasen und somit gnadenlos verheizt wird… hatte ich schon diesen bestimmten Gungan erwähnt?) blieben erfreulicherweise eine verblasste Erinnerung, die man gerne gänzlich ausblendet. Auch wenn eine durchs All schwebende Leia in Rian Johnsons Trilogie-Mittelteil für rollende Augen sorgte und auch hier nicht alles Gold war, was glänzte, ist „Star Wars“ für mich wieder zu dem geworden, was ich seit Jahren schmerzlich vermisste: Blendende Unterhaltung, die neu und trotzdem vertraut war. Helden aus der Kindheit erzählten mir neue Geschichten. Nahmen uns wieder an die Hand und zeigten, dass auch am Arsch der Galaxis in Würde gealtert werden kann. Mit Sicherheit werden die neuen Filme keine so großen Fußspuren in der Filmwelt hinterlassen, wie es ihre inhaltlichen Vorgänger taten… dafür gibt es mittlerweile zu viele Bombast-Hochglanzproduktionen mit Übersättigungs-Potential. Aber sie schaffen es trotzdem noch, uns zweieinhalb Stunden zu entführen und gebannt in ihrer Welt zu verharren.

„Deine Augen können dich täuschen, traue ihnen nicht!“ - Obi-Wan Kenobi („Krieg der Sterne“)

Seit dem 30. April kann sich der geneigte Spaceopera-Freund nun auch auf dem heimischen Sofa ans große Finale der neunteiligen Skywalker-Saga wagen. Überraschend ist die Tatsache, dass nur wenige Tage darauf – am inoffiziellen „Star Wars“-Tag, dem 4. Mai (kurz erklärt: May the 4th = May the Force = Möge die Macht…) – auch Disney+-Abonnenten in den Genuss von „Der Aufstieg Skywalkers“ kommen können. Dieses bestimmte Datum bietet sich natürlich an und sollte dem eifrigen Mäusekonzern noch den einen oder anderen Glückstaler in den Geldspeicher spülen. Ob es anhand der aktuellen Qualitäts-Drosselung aber ein ähnliches Vergnügen wird, wie die physischen Varianten, darf angezweifelt werden.

Sowohl Blu-ray als auch 4K-UHD machen eine Menge richtig. Obwohl J. J. Abrams seiner Devise aus „Das Erwachen der Macht“ treu blieb und „Der Aufstieg Skywalkers“ mit analogen Kameras auf 35mm- und 65mm-Film drehte, bewegen wir uns hier auf Top-Niveau. In der Postproduktion wurde ein hochauflösendes Digital Intermediate angefertigt, welches nun auch die Grundlage für die Heimkino-Veröffentlichung ist. Die UHD übertrifft die schon hervorragende Blu-ray dabei nochmals. Speziell in punkto Bildschärfe hat das neue Medium die Nase vorn und auch die deutlich satteren Farben sorgen für optischen Hochgenuss. Zurückhaltendes Filmkorn sorgt für einen natürlichen Effekt, was das Bild in der Gesamtheit nicht zu künstlich wirken lässt. Generell etwas dunkler, ist die 4K-Scheibe aber auch beim Schwarzwert der Favorit. HDR10 ist Grund dafür, dass ein gelungenes Gleichgewicht zwischen sehr hellen und sehr dunklen Szenen herrscht… von denen es in beiden Fällen zu Genüge gibt. Besonders Abrams‘ persönliche Leidenschaft, die Lens Flare-Effekte (Linsenspiegelungen = Lichtquelle trifft auf Kameralinse), kommt ultra-hochauflösend sehr effektiv zur Geltung.

Beim Sound müssen Synchronisations-Verfechter, zu denen wohl ein Großteil der Käufer gehören wird, ein paar Abstriche machen. Während die Original-Tonspur über Dolby Atmos 7.1.4 verfügt, müssen deutsche Hörer „nur“ mit Dolby Digital Plus 7.1 auskommen… was sich schlimmer anhört als es eigentlich ist, da die Tonspuren sich auf ähnlichem Niveau bewegen. Nicht unbedingt ein Ritterschlag für den O-Ton. Die Blu-ray kommt im englischsprachigen Original mit DTS-HD MA 7.1, in Deutsch hingegen ebenfalls mit Dolby Digital Plus 7.1. Untertitel sind bei beiden Datenträgern auf Wunsch zuschaltbar.

In der uns vorliegenden 4K Ultra HD-Keep Case-Box (im O-Card-Schuber mit Titelprägung) ist neben der Blu-ray-Fassung auch noch eine dritte Disc enthalten. Diese umfasst das sehenswerte Bonusmaterial, welches allein schon beim Herzstück, der Dokumentation „Das Vermächtnis Skywalkers“, mit satten 126 Minuten zu Buche schlägt. Ein nostalgischer Trip, der Hinter-den-Kulissen-Material der Ur-Trilogie zeigt und gekonnt mit den Dreharbeiten des Saga-Abschlusses verbindet. Selbstverständlich kommen auch die Darsteller und Teile der Crew zu Wort. Des Weiteren finden sich die Featurettes „Die Speeder-Jagd auf Pasaana“, „Dreharbeiten in der Wüste“, „D-O: Schlüssel zur Vergangenheit“, „Die Kreaturen“ und „Warwick & Sohn“ auf der blauen Scheibe. Im letztgenannten Beitrag gibt es ein Wiedersehen mit Warwick Davis, der sein Debüt schon 1983 in „Die Rückkehr der Jedi-Ritter“ als Ewok Wicket gab. In den beiden Folgejahren nahm er diese Rolle erneut in „Die Ewoks – Karawane der Tapferen“ und „Kampf um Endor“ wieder auf. Vielen mag er auch als nervig-quirliger „Leprechaun“ aus der gleichnamigen Horror-Reihe bekannt sein… oder natürlich als Ravenclaw-Hauslehrer Filius Flitwick aus den „Harry Potter“-Verfilmungen. In „Der Aufstieg Skywalkers“ hat der frühere „Willow“-Darsteller Verstärkung aus der eigenen Familie mitgebracht, in Form seines 2003 geborenen Sohnes Harrison.

Fazit:

Ein würdiges Finale, das optische Leckerbissen und effektgeladene Schauwerte en masse bietet. J. J. Abrams hat das bestmögliche aus der (vor allem hinter den Kulissen) holprig verlaufenden Abschluss-Trilogie herausgeholt. Der plötzliche Tod von Leia-Darstellerin Carrie Fisher, die völlig unerwartet am 27. Dezember 2016 in Los Angeles verstarb, durch ihren lasterhaften Lebensstil aber mit 60 Lebensjahren bereits schwer gezeichnet war, lässt den Abschied der liebgewonnenen Charaktere gleich doppelt bitter wirken. Sollte sie doch eigentlich das Kernstück des letzten Films werden, nachdem ihre Kollegen Harrison Ford und Mark Hamill in den direkten Vorgängern im Fokus standen. Bereits gedrehte, aber ungenutzte Szenen aus diesen Filmen wurden verwendet, um der Prinzessin einen letzten Auftritt zu bereiten. Carrie Fishers Tochter Billie Lourd ist im Umfeld ihrer Mutter ebenfalls in einigen Szenen des Films zu sehen.

142 Minuten „Star Wars“… mit allem, was dazugehört. Lose Enden laufen zusammen, epische Szenen mit Gänsehaut-Garantie und ein Schaulaufen der alten Garde. Und das, in mehr als ordentlicher Qualität. Sowohl in High- als auch Ultra-High-Definition.

Gesamt-Wertung: 9
Film: 9 | Blu-Ray: 9 | 4K-UHD: 9

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