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Carsten Kuhr
Landser im Weltall – oder mehr?

Buch-Rezension von Carsten Kuhr Jul 2015

Wir schreiben das Jahr 2108. Die Überbevölkerung der Erde ist an einem Punkt angelangt, der einen Exodus mehr als notwendig macht. Erste Kolonien auf fernen Planeten wurden gegründet, nun gilt es diese gegen die Russisch-Asiatische Konkurrenz zu sichern. Zu diesem Zweck ermöglicht man den Sozialhilfeempfängern, die die Sozialbauten in den einstigen Metropolen Nordamerikas bevölkern, dem Militär beizutreten. Niemand wird wirklich geworben oder mit falschen Versprechungen geködert, ein Jeder kann selbst entscheiden, ob er die Truppe vor Ablauf seiner 5-jährigen Dienstzeit verlässt. Dann ist der Sold futsch, doch das Leben geht, unterstützt durch den Staat, immer weiter.

Andy Grayson ist einer dieser Menschen, die sich dafür entschieden haben, etwas aus seinem Leben zu machen. Er hofft natürlich zur Navy zu kommen und im All Dienst zu tun, die Marines, die die Kolonien schützen wären auch toll, zur Not bleibt die TA, die Territorialarmee die sich auf der Erde um Unruhen kümmert. Doch zunächst muss er die Grundausbildung überstehen – eine Zeit, die dem Drill, dem Lernen und dem Gehorsam verpflichtet ist.

Dann geht es, wie kann es auch anders sein, in die Slums der Erde. Mit seinen Kameraden der TA befreit er Botschaftsangehörige, greift in den Kampf um Detroit ein, bei dem die Parias der Elendsviertel den Aufstand proben und erlebt seine erste Schlacht, in der er sich gegen seine einstigen Leidensgenossen auszeichnet. Aus politischen Gründen und mit jeder Menge Beziehungen wechselt er zu den Marines – man könnte getrost Sagen, vom Regen in die Traufe wird sein Schiff doch von Aliens angegriffen, er selbst havariert mit seiner großen Liebe auf der Kolonialwelt – die sich nicht länger in Händen der Menschen befindet ...

Flache Charaktere, eine bekannte Handlung ohne wirkliche Höhepunkte

Der in Deutschland geborene und aufgewachsene Kloos legt mit seinem ersten Band um die Alien Wars einen waschechten Military-SF Roman vor. Es geht um die Darstellung der Ausbildungszeit, in der die Rekruten gedrillt und zu Kämpfern geformt werden, dann geht es in erste Kämpfe. Das ist nicht eben sonderlich neu oder innovativ, aber ein Sub-Genre, das gerade in den letzten Jahren boomt.

Allerdings gibt es im Roman selbst wenig wirklich Überzeugendes zu entdecken. Sicherlich ist die Darstellung der Verelendung weiter Kreise der Bevölkerung, die in ihren staatlich geförderten Ghettos eingepfercht werden gelungen, doch die Figuren lassen zu wünschen übrig. Das sind allesamt flache Charaktere, die auch über die Lektüre nie wirklich Gestalt annehmen, die schablonenhaft agieren und ihre Handlungen kaum einmal hinterfragen oder über die Situation reflektieren. Hier wird stur der Befehlsstruktur gehorcht, liegt der Schwerpunkt unstrittig auf der Darstellung der Kämpfe.

Und selbst diese haben wir in den Titeln der Konkurrenz überzeugender, packender gelesen. Das kommt mir alles ein wenig arg bekannt vor, lässt einen frischen Ansatz vermissen und fasziniert nicht wirklich. Nie habe ich um das Wohl und das Leben meines Ich-Erzählers gebangt, wurde ich in die Handlung hineingezogen. So bleibt der Roman eine Enttäuschung und dem Interessierten der Rat, doch lieber bei der Konkurrenz zuzugreifen.

Alien Wars - Sterneninvasion

Alien Wars - Sterneninvasion

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Letzte Kommentare:
14.04.2019 02:31:01
Nightflyer

Ich höre das Hörbuch zurzeit im Nachtdienst und fühle mich bisher sehr gut unterhalten, mir gefällt aber auch das Genre. Ich bin jetzt bei der Schlacht von Detroid, mal schauen was noch kommt.

27.11.2018 19:48:10
Micha S.

Ich höre es mir gerade als Hörbuch an wenn ich täglich zur Arbeit und zurück pendle. Als erstes habe viel wieder erkannt, was ich aus meiner eigenen 8jährigen Zeit beim Militär kenne und musste manches mal schmunzeln, wenn es um militärische Marotten und Eigenheiten geht. Man merkt, dass der Autor hier eigene Erfahrungen hat einfliessen lassen.
Was die Erzählung und Handlung bisher angeht, fühle ich mich eigentlich sehr gut unterhalten.
Die Schlacht um Detroit ist spannend erzählt und ich habe mitgefiebert.
Und besonders diese Unerbittlichkeit von kriegerischen Auseinandersetzungen (Die oder ich, wobei ja auch dem Protagonisten klar ist, dass er vor Monaten noch genausogut auf der anderen Seite hätte stehen können) finde ich gut hervorgehoben.

Gerade die Ich-perspektive und das Präsens finde ich gut, Vergangenheitsform und den aussenstehenden Erzähler hat man doch in 99 von 100 Büchern.
Und ehrlich gesagt erwarte ich hier keine dauernden Selbstreflexionen, es ist Military-SF, und ist sicher nicht geschrieben worden um den Literatur-Nobelpreis zu ergattern.
Fazit: Wer das Genre mag, macht nichts falsch.

19.04.2016 14:18:02
Alpha

Sehe das ähnlich wie der Rezensent, vor allem, dass die Charaktere nicht über ihr Tun reflektieren. "Habe gerade zum ersten Mal Menschen getötet. Stört mich das? Nein." Als weiterer Schwachpunkt kommt für mich hinzu, dass das Buch aus der Ich-Perspektive und im Präsens erzählt wird. Durch die Ich-Perspektive bleiben die anderen Figuren noch viel blasser, als es der Protagonist schon ist und durch den Präsens kommt keine Geschichtsstimmung auf.

26.08.2015 11:41:37
Anne

Ich erkenne den Roman in der Rezension nicht wieder und finde, das hat er nicht verdient. Er kommt sonst auch eher gut weg, wurde sogar für den Hugo nominiert, wenn auch leider durch Unterstützung der "Sad Puppies".

Ein bißchen sollte man schon für Military SciFi übrig haben. Wenn Sie nur Einzelromane von David Weber und nur entfernt Richtung Military SciFi gehende Romane von van den Boom und Resnick eher schlecht bis sehr schlacht rezensiert haben, ist das wirklich ihr Genre?

Ich empfehle Webers Honor Harrington Romane oder David Campbells Lost Fleet auszuprobieren. Safehold von Weber sollte man auch mal anschauen. Wenn da nichts gefällt, dann wird das nichts mehr.

Man rezensiert ja auch nicht Vampirromanschnulzen, wenn man nichts dafür übrig hat.