Schicksalswende - Die Powder-Mage-Chroniken 2

Erschienen: Februar 2019

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Carsten Kuhr
So geht Fantasy heute - Götter, Pulver-Magie und jede Menge Schlachtengetöse

Buch-Rezension von Carsten Kuhr Apr 2019

Willkommen in einer etwas anderen Fantasy Welt. Das Schießpulver hat man bereits erfunden, Kanonen und Vorderlader beherrschen das Feld der Ehre. Wenn man denn von Ehre überhaupt sprechen kann.

Seit Jahrzehnten befindet sich das Land Adro nun bereits im bewaffneten Konflikt mit den Kez. Dass diese über weit mehr Fläche und damit Einwohner verfügen, die sie ins Feld entsenden können, hat dazu geführt, dass das Adronische Heer in Sachen Taktik mehr als genug Übung bekam. Nicht zu vergessen die Magier, die auf beiden Seiten im Kampf eingesetzt werden.

Dass die Kez einen leibhaftigen Gott, der aus den Fernen des Alls auf den Planeten zurückgekommen ist, auf ihrer Seite haben, hat die Waage allerdings doch etwas aus dem Gleichgewicht gebracht.

Was ist bislang geschehen?

Feldmarschall Tamas, ein integrer, von allen geachteter Militär hat den verräterischen König und dessen Kabale meucheln lassen und eine Revolution ausgerufen. Im anschließenden Kampf hat sein Sohn Taniel Zwei-Schuss, unterstützt durch eine mysteriöse junge Wilde aus den unbekannten Regionen der Knochenaugen, dem Gott mittels seiner Pulvermagie eine Kugel durchs Auge und eine zweite durch sein Herz geschossen - allein, Kresimir will nicht tot bleiben. Doch was noch viel schlimmer ist - der Gott wird langsam aber sicher verrückt!

Währenddessen sucht der alternde Polizeiinspektor Adamat in der Hauptstadt Adopest weiterhin den oder die Verräter im Reich. Daneben gilt sein Augenmerk der Rettung seiner entführten, und als Geisel gehaltenen Frau und seines ältesten Sohns.

Während Tamas mit zwei Elitekompanien hinter den feindlichen Linien strandet, wird Taniel von seinen eigenen Vorgesetzten gefangen genommen und soll, wegen Subordination, am Stricke hängen.

Nicht ganz das Niveau des Auftaktbandes, aber packend und spannend allemal

Mittelbände einer Trilogie - der der Autor eine zweite Trilogie, die ebenfalls in dieser Welt spielt, den Fokus aber auf andere Figuren und Ortschaften legt, hat folgen lassen - haben es in sich.

Es ist schon eine Crux - der Auftakt ist gemacht, die wesentlichen Figuren sind ebenso eingeführt, wie die Welt, der zugrundeliegende Konflikt skizziert. Nun also muss der Verfasser die Zeilen bis zum möglichst ebenso triumphalen wie dramatisch-unvorhersehbaren Finale voll bekommen. Und dies, ohne allzu viel zu verraten, oder zu viele Sympathieträger abtreten zu lassen.

Vorliegend schließt McClellan seinen Plot direkt an die Handlung des ersten Bandes an. Dabei gibt es zunächst fast keine merkbaren Fortschritte - alle drei Protagonisten, denen wir in ihren jeweiligen Handlungssträngen folgen, agieren zwar in sich stimmig und nachvollziehbar weiter, allerdings fehlt es an wirklich neuen Entwicklungen.

Der General führt seine Truppen, mit denen er hinter den feindlichen Linie strandet, der Detektiv dreht weiterhin jeden Stein um, unter dem er bildlich gesprochen seine entführte Familie und die Verräter vermutet, und der vermeintliche Götterkiller gibt sich dem Rausch hin. Soweit, bis gut zur Hälfte des Buches, nichts Neues im Lande Adro.

Das soll nun aber nicht heißen, dass es etwa langweilig zugehen würde.

Für jede Menge Dramatik ist gesorgt, widerfährt doch einem Jeden der drei Hauptfiguren Dramatisches.

Allerdings verliert der Autor im ersten Drittel des erneut umfangmäßig einem Ziegelstein gleichenden Romans ein wenig das große Ganze aus dem Auge. Hier legt der Autor sein Augenmerk für meinen Geschmack etwas zu sehr auf die Details, ohne dass für den Leser gleich ersichtlich ist, warum McClellan hier diese Situation so in den Mittelpunkt rückt.

Erst in der Nachschau wird deutlich, wie geschickt der Autor hier geplant hat, um seinen Handlungsbogen auch im Mittelband gespannt zu halten.

Allerdings bietet sich der Roman dieses Mal nicht so gelungen als Kombination aus Kriegsschilderung mit Politischen Ränken und auf Erden wandelnden Göttern an, wie der Auftakt. Alles scheint sich mehr auf die Action zu konzentrieren, die interessanten Ausflüge in politische Intrigen, die Darstellung des Klassenkampfs aber auch die Aufdeckung klerikaler Untiefen und Untaten fehlt dieses Mal weitgehend.

Dafür erfahren wir en detail mehr über das Militär, dessen Strukturen, über die Beschaffung von Nachschub und die Veruntreuung desselben.

Zudem, und das tut dem Roman so richtig gut, zeigt uns McClellan immer mehr von seiner Welt. Wir lernen einen Teil von Kez kennen, besuchen Deliv und erleben eine, nein… gleich mehrere Invasionen unterschiedlicher Mächte.

Auch wenn die drei Hauptfiguren umfangmäßig fast gleich gewichtet werden, ist es ganz klar der alternde Feldmarschall Tamas, der mich am meisten fasziniert hat. Mit ihm bereisen wir die Lande der Gegner, fliehen vor übermächtigen, gnadenlosen Feinden und fechten mehr als eine aussichtslose Schlacht. Hier gelingt es dem Autor geradezu mustergültig, uns die innere Zerrissenheit, die Einsamkeit und Selbstzweifel des Protagonisten begreifbar zu machen.

Während Taniel im Grunde genommen ein tumber Killer ist, dessen magische Begleitung weit interessanter daherkommt, als der zu impulsive Militär, Adamat zwischen Verzweiflung ob seines Schicksals und Furcht um seine Familie schwankt, versucht der Feldmarschall sein Leben zu lenken, entscheidend einzugreifen und den Vorgängen sein Siegel aufzudrücken. Über diese interessante, vielschichtige Figur erleben wir das Land, dessen Bewohner und Konflikte sehr direkt.

Fazit:

Insgesamt gesehen bietet der Roman eine gelungene Fortschreibung der Geschehnisse des ersten Teils, reihen sich packend aufgezogene Schlachtengemälde aneinander, ohne dass der Plot aber ganz an den ersten Teil heranreicht.

Schicksalswende - Die Powder-Mage-Chroniken 2

Schicksalswende - Die Powder-Mage-Chroniken 2

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