Königsfall - Der Paladin (Königsfall-Reihe 2)

Erschienen: Juli 2019

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Lisa Reim
Ein ungewöhnlich guter zweiter Teil

Buch-Rezension von Lisa Reim Feb 2020

Viele Jahre sind ins Land gezogen, seit Owen als Geisel des Königs Severn in Königsfall festgehalten wurde. Nun ist Owen ein junger Herzog und verteidigt die Grenzen des Reiches Ceredigion gegen die Überfälle der Nachbarländer. Doch König Severn droht noch eine viel größere Gefahr: Ein junger Mann ist aufgetaucht, der behauptet Prinz Eyric zu sein, einer jener Königssöhne, die Severn vor Jahren getötet haben soll, um sich des Thrones zu bemächtigen. Obwohl Zweifel an Eyrics Glaubwürdigkeit bestehen, ist Severns Machtposition gefährdet. Der Usurpator hat sich mit dem Reich Atabyrion verbündet und auch die Loyalität der anderen Nachbarstaaten und nicht zuletzt der Adligen im eigenen Land steht auf dem Prüfstand. Besonders Owen und seine Kindheitsfreundin Evie finden sich mitten in Severns Machtkampf wieder und müssen ihre Treue unter Beweis stellen. Eine harte Prüfung für das junge Paar, deren Liebe zueinander in dem Intrigenkonstrukt keinen Platz hat. Denn für König Severn sind die beiden nichts weiter als Schachfiguren, deren Bedürfnisse zu seinem Wohle geopfert werden müssen.

Es wird ernst

Der mittlere Band einer Trilogie hat es oft nicht leicht. Häufig dient er nur als Verbindungsstück, als Zwischenspiel, das zwar irgendwie notwendig ist, aber trotzdem den Lückenfüller-Charme nicht ganz los wird. Jeff Wheeler hat diese Problematik elegant umschifft und aus seinem zweiten Teil alles rausgeholt, was die Story hergibt. Das Netz der Intrigen zieht sich immer mehr um altbekannte und neue Charaktere zusammen, während die konzentrierte Erzählweise des ersten Teils beibehalten wird. So erwachsen Owen geworden ist, so ist auch die Handlung herangereift: Verrat und Giftmischer lauern hinter jeder Ecke, im Hintergrund wird ordentlich gemeuchelt und man kann sich nie sicher sein, auf welcher Seite das Gegenüber eigentlich steht. Wo der erste Teil die Machenschaften am Königshof aus der Sicht eines Kindes schilderte, wird in der Fortsetzung das ganze Ausmaß der verschiedenen Intrigen spürbar. Denn jetzt spielen auch die benachbarten Reiche eine größere Rolle und die rätselhafte Magie der Quelle, die man immer noch nicht vollends durchschauen kann, wird immer relevanter.

Auch im zweiten Teil hat sich Jeff Wheeler wieder von historischen Ereignissen inspirieren lassen. Ende des 15. Jahrhunderts trat ein gewisser Perkin Warbeck in England auf den Plan, der vorgab einer der verschwundenen (und möglicherweise durch Richard III. getöteten) Prinzen zu sein. Doch größere Konsequenzen zog dieser Umstand nicht nach sich. Warbeck wurde schnell als Hochstapler entlarvt, zudem war Richard III. aus dem Hause York am Ende der Rosenkriege umgekommen; auf dem Thron saß nun Heinrich VII. aus dem Hause Lancaster. Da in Wheelers phantastischer Version dieser Geschichte Richard III. alias Severin immer noch über das Land herrscht, spinnt er hier ein Szenario zusammen, dass den König in arge Bedrängnis bringt. Denn ob Perkin Warbeck alias Eyric wirklich nur ein Scharlatan ist, der von Severins Feinden gezielt eingesetzt wird, um Ceredigion zu erobern, ist nicht leicht zu durchschauen.

„Treue bindet mich“

Die Beziehung zwischen Owen und König Severn ist auch im zweiten Teil Dreh- und Angelpunkt der Handlung. Severn mag nicht der grausame Herrscher sein, für den ihn so mancher halten mag, doch wirklich berechenbar ist er auch nicht. Dass er alles tun würde, um an der Macht zu bleiben, wird nur allzu deutlich. Owen hat seine Loyalität zu diesem König nie in Frage gestellt, doch da nun seine Liebe zu Evie und ihre gemeinsame Zukunft auf dem Spiel stehen, hadert er mit sich. Und von der Wahl seiner Seite hängt das Schicksal eines ganzen Reiches ab. Es ist diese besondere Mischung aus politischen Intrigen und persönlichen Bedürfnissen, die den zweiten Band zu einem spannungsgeladenen Gemisch machen.

Fazit:

Jeff Wheeler hat im zweiten Teil der Königsfall-Saga die Spannungsschrauben weiter festgezogen: Die Ränkespiele haben sich verschärft, von Owen wird einiges abverlangt. Die Hoffnungen sind geschürt, dass sich auch der dritte Teil in Hochform präsentieren wird. Denn immerhin trägt der letzte Band der Trilogie den Titel „Der Verräter“ …

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