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Marcel Scharrenbroich
Zeitreisen für Anfänger

Buch-Rezension von Marcel Scharrenbroich Okt 2020

Nahtlos zurück in die Vergangenheit… also Gegenwart. Nein, AUS der Gegenwart… äh, Zukunft, ich meine…

Puh… bei Zeitreisen kann einem schon mal der Glühfaden durchscheppern. Wenn es einen als unbeteiligten Beobachter schon verwirrt, wie soll es dann erst denjenigen gehen, die hopplahopp durch die Zeit brettern? Auch da kann es schnell mal drunter und drüber gehen, was selbst die erfahrene Zeitreisende Esta Filosik feststellen musste. Die geübte Diebin hatte schon so manchen Sprung gut überstanden und war entsprechend routiniert, da sie regelmäßig bedeutende Artefakte in allen möglichen Epochen stibitzte. Ihr letzter Trip führte sie, dank eines magischen Armbands, mit dem sich die Zeit beeinflussen lässt, ins New York des Jahres 1901. Dort sollte sie das mächtige Buch Ars Arcana finden, welches sich im Besitz des Magier-Ordens Ortus Aurea befand. Der Wälzer sollte Estas Auftraggeber Professor Lachlan, der Esta wie ein Vater großzog und ausbildete, helfen, den Orden zu zerschlagen, der einst die Magie verbot und Magier mit Hilfe einer mächtigen Schwelle in der Stadt gefangen hielt. An Stelle des Buches stieß Esta in 1901 aber zuerst auf den Bühnenmagier Harte Darrigan, der nicht nur Zaubertricks für ein leicht zu begeisterndes Publikum auf der Pfanne hatte. Darrigan war selber auf der Jagd nach dem Ars Arcana, was das ganze Unternehmen zusätzlich komplizierte. Nachdem sich Esta in die Untergrund-Truppe um Dolph Saunders eingeschlichen hatte, eskalierte die Lage schließlich, denn der unscheinbare Nibsy Lorcan kochte sein ganz eigenes Süppchen. Nicht der einzige, der andere Pläne verfolgte…

„Der letzte Magier von Manhattan“, der direkte Vorgänger und Ars Arcana-Auftakt, endete mit einem rasanten Showdown auf der Brooklyn Bridge, bei dem nicht alle Protagonisten überlebten. So mancher erweist sich allerdings nun als quicklebendig und Esta muss die schockierenden Offenbarungen der jüngsten Zeit erstmal verarbeiten. Es sah nämlich alles danach aus, dass ihr bisheriges Leben auf Lügen aufgebaut war. Mit den neuen Erkenntnissen und noch größeren Zielen geht es nun zurück. Zurück in die Vergangenheit… also wieder in die Gegenwart. Aus der Zukunft… ich meine… ach komm...

Eine sprunghafte Schnitzeljagd

Harte Darrigan lebt! Er hat den Vorfall auf der Brücke weitestgehend schadlos überstanden. Weitestgehend… denn in ihm schlummert nun die Macht des Ars Arcana, die sich nur schwer unterdrücken lässt. Und Esta muss mit der Erkenntnis leben, dass Dolph Saunders ihr Vater war. Und dass Professor Lachlan, alias Nibsy Lorcan, ihn heimtückisch ermordete und Esta mit falschen Absichten, überschüttet mit Lügen, großzog. Sie kehrt zurück ins New York des Jahres 1902. Dort hatte sie erst kürzlich mit Harte das Ars Arcana aus der Halle der Chephren entwendet, was dem Orden natürlich überhaupt nicht gefiel. Zusammen mit dem Buch erbeuteten sie vier Artefakte, die jeweils einen magischen Stein enthielten: Das Auge des Drachen, der Stern des Dschinn, die Träne von Delphi und das Herz des Pharao. Ursprünglich waren es fünf, doch einer, Ischtars Schlüssel, befindet sich bereits in Estas Besitz. Er ziert den Armreif, der ihr das Reisen durch die Zeit ermöglicht. Zusammen mit dem Ars Arcana, erschufen die Steine einst die magische Schwelle, die den Mageus das Verlassen von New York unmöglich machte.

Eigentlich müssten Esta und Harte nur die Steine und das Buch irgendwie vereinen. Irgendwas sollte dann schon geschehen… und im besten Falle – zumindest so beabsichtigt – würden sie damit die Mageus von New York aus ihrem unfreiwilligen Freiluft-Gefängnis befreien. „Nur“… leichter gesagt als getan, wenn man nicht den Hauch einer Ahnung hat, wie der ganze Plan vonstattengehen soll. Selbst dann nicht, wenn Darrigan die vier Artefakte nicht über die Kontinente verstreut hätte. Ja, da war er wohl etwas voreilig… beziehungsweise übervorsichtig, doch mit dem Orden wollte man sich nicht direkt wieder anlegen. Auch nicht mit dem finsteren Jack Grew, der seinerseits ebenfalls hinter dem Ars Arcana her ist. Nachdem es den beiden Flüchtigen gelungen ist, die Schwelle zu überschreiten, machen sie sich auf nach St. Louis, wo Darrigan das erste Artefakt bei einem alten Freund deponiert hat. Der skrupellose Jack ist ihnen dabei schon dicht auf den Fersen, wobei Esta in aller Hektik die Zeit ein wenig zu sehr dehnt. Sie und Harte landen ungeplant im Jahr 1904… und in New York herrscht Chaos.

Wie war das mit der „Dilogie“?

Tja, ursprünglich als Zweiteiler geplant, kann man dieses Vorhaben nach der Lektüre von „Die Diebin des Teufels“ nun wohl getrost über den Haufen treten. Abgeschlossen ist hier mal gar nix. Vielmehr wirkt das Buch wie eine Vorbereitung auf ein großes Finale… was mit genauerem Blick über den Teich auch nicht verwundert. Dort hat die Autorin nämlich bereits nachgelegt. Im zweiten Ars Arcana-Band werden Charaktere aber erstmal vertieft, neue Protagonisten eingeführt und bestimmte Weichen gestellt. Dies wurde von Lisa Maxwell auch alles spannend beschrieben, auch wenn es ein wenig knapper und gestraffter hätte sein dürfen. Das Hin und Her zwischen Esta und Harte kennen wir schon aus „Der letzte Magier von Manhattan“ und dies ist nicht der einzige Aspekt, bei dem „Die Diebin des Teufels“ auf der Stelle tritt. Der dauernde Wechsel zwischen 1902 und 1904 kann leicht verwirren, zumal hier ganz eigene Handlungsstränge vorangetrieben werden. Im Gesamten betrachtet, haben wir uns im Schneckentempo weiterbewegt und sind am Ende von der Sache her nicht viel weitergekommen, als zu Beginn der Fortsetzung.

Nun denn, da können wir uns wenigstens freuen, noch einmal mit Esta, Harte, Viola, dem Morphium-süchtigen Jack und Gichtlatte Nibsy auf Reisen durch die Zeit zu gehen. Die bisherige Hatz war auf jeden Fall sehr unterhaltsam, spannend und vom Sprachstil sehr angenehm und detailliert geschrieben… auch wenn ich fälschlicherweise einen Abschluss erwartet hatte. 2021 wird es dann hoffentlich auch in einer deutschen Übersetzung weitergehen, wenn Lisa Maxwells „The Serpent’s Curse“ mit etwas Glück (und Vorfreude) von Droemer Knaur in heimische Regale gezaubert wird. Meine Daumen sind jedenfalls gedrückt. Ach ja, das Cover-Artwork ist erneut eine Wucht und stellt das tolle Blickfang-Design von „Der letzte Magier von Manhattan“ sogar noch in den Schatten.

Fazit:

Es dauert ein wenig, bis man wieder vollkommen drin ist, denn Lisa Maxwell wirft nicht direkt mit zusammenfassenden Fakten aus „Der letzte Magier von Manhattan“ um sich. Liest man beide Romane in einem Rutsch, ist diese Resümee-Sparsamkeit sogar zu begrüßen, da ich nicht noch mal mit dem Kram bombardiert werden möchte, den ich gerade erst in aller Ausführlichkeit gelesen habe. Mit einer Pause von fast einem Jahr geht die eine oder andere Info aber schon mal flöten und da dauert es auch gerne mal einige Kapitel, bis es wieder >KLICK!< macht. Mit einigen Abstrichen gegenüber dem Vorgänger (meine falsche Erwartungshaltung fließt da nicht mit ein) bleibt „Die Diebin des Teufels“ eine gelungene Fantasy-Fortsetzung (Mittelteil?), die womöglich erst nach Abschluss der Reihe besser/gleichwertig gegenüber dem Vorgänger gewürdigt wird.

Die Diebin des Teufels (Die Rätsel des Ars Arcana 2)

Die Diebin des Teufels (Die Rätsel des Ars Arcana 2)

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