Bote der Finsternis (Im Schatten Simyalas 2)
- Piper
- Erschienen: Juli 2025
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Die Suche nach der verschwundenen Elfenstadt
Die Suche nach der sagenumwobenen Elfenstadt geht weiter. Nachdem Wulfhardt, Scharlatanin Franya, Halbelf Lindion und der Halbork Alrik den adligen Cousin von Wulfhardt aus den Fängen der Diener des Namelosen, der unheilige Gott dieser Welt, befreit haben, befinden sie sich nun in der Residenz der adligen elfischen Gräfin Naheniel Quellentanz. Dort versuchen sie jetzt das Geheimnis des magischen Artefaktes zu ergründe, welches sie in der geheimen Elfenhöhle entdeckt haben.
Während Wulfhardt dieses mit Hilfe der Schriften aus der Bibliothek der Gräfin versucht, hat Franya einen ganz pragmatischen Ansatz und versucht es mit Zauberei. Durch einen Zufall entdecken sie die magische Wirkung des Steins bei Mondlicht und erhalten dadurch den nächsten Hinweis für Simyala. Dieser besteht aus der “Harfe der Winde”, die sich in der Magierakademie in Punin befindet.
Die Heldengruppe auf der Suche nach der magischen Harfe
Wulfhardt berichtet unterdessen von der Legende eines großen aventurischen Helden, der vor vielen Jahrhunderten gegen den Basiliskenkönig gekämpft und besiegt hat. Durch diese Tat ist es ihm gelungen Simyala zu beschützen und die Stadt der Hochelfen vor dem Untergang zu bewahren. Scheinbar ist auch diese Sage mehr als wichtig für die Suche der Helden.
Um die Zeit effizient zu nutzen teilt sich die Gruppe auf. Wulfhardt reist mit seinem adligen Cousin Graf Allerich, Lindion und Alrik zum Schauplatz des Kampfes aus der Legende. Dort sollen die Freunde weitere Nachforschungen anstellen und herausfinden, ob nicht vielleicht doch ein Körnchen Wahrheit an dieser Geschichte sein könnte….
Franya macht sich unterdessen mit Gräfin Quellentanz auf den Weg nach Punin um dort in der Magierakademie die Harfe der Winde zu begutachten und im besten Falle zu erwerben. Eigentlich ein einfacher Plan, leider ist Franya vor vielen Jahren aus der Akademie verbannt worden und ist seitdem in der Stadt kein gern gesehener Gast mehr….
Unterdessen befinden sich die Skaldin Eyvin und ihre Begleiterin Vike (bei der es sich um eine Streunerin handelt) ebenfalls auf dem Weg nach Punin. Dort erhoffen sie sich Hinweise auf den verschollenen Thorwaler Beorn den Blender zu erhalten, der Eyvins Vater ist. Diese muss Beorn finden, da ihr ehemaliger Reisebegleiter Leif sie durch eine magische Tätowierung verflucht hat und sei den Fluch nur dann wieder lösen kann.
Seitdem erscheinen immer wieder ein Eisdrache sowie ein Dunkelelfritter, welche die beiden Freundinnen töten möchten. Durch einen Zufall befinden sich Eyvin und Vike gleichzeitig mit Franya bei einer magischen Tanzvorführung und durch Zufall sind alle drei von der gleichen Person in eine Falle gelockt worden. Was könnte besser Zusammenschweißen als ein gemeinsamer Gegner?
Und schon befinden sich alle Parteien auf der Suche nach Beorn und nach dem Schlüssel zu Simyala, denn das eine wird auch das andere liefern.
Ein Abenteuer in der Welt des „schwarzen Auges“, nicht nur für Fans
Mit “Bote der Finsternis” liefern Lena Falkenhagen und Thomas Finn nun den zweiten Teil ihres Fantasyepos „Im Schatten Simyalas”. Dieses ist eine Geschichte aus der Welt des „Pen & Paper” Rollenspiels „Das schwarze Auge”, kann aber von jeder Person gelesen werden, die sich für dieses Genre interessiert. Durch viele Anmerkungen, einem ausführlichen Glossar sowie Kartenmaterial können auch Neulinge in der Welt Aventuriens in die Geschichte eintauchen.
Die Handlung der Romane ist wie eine lange Rollenspielkampagne aufgebaut. Während „Ruinen der Elfen”, der erste Band der Saga, die Grundlage für die Handlung geboten hat und die Figuren eingeführt wurden, wird dieses in diesem vorliegenden zweiten Band ein wenig vertieft. Die Figuren bekommen mehr Tiefe, mehr Hintergrundgeschichte und auch neue Fähigkeiten und bekommen neue Questen. Leider sind diese neuen Fähigkeiten nicht immer nur positiv, denn der „Namenlose” lauert überall.
Während sich die Heldengruppe aus dem ersten Band aufteilt und neue Abenteuer an unterschiedlichen Orten erlebt, treffen die Skaldin, die Streunerin und die Scharlatanin aufeinander und bilden eine neue Heldengruppe. Es stoßen aber auch neue Figuren zu den Gruppen dazu, die manchmal mehr oder weniger Einfluss auf die Helden haben und sich zu wichtigen Nebenfiguren entwickeln.
So passiert es dann nicht nur einmal, dass man eine Nebenfigur in der Handlung um Eyvin und Vike kennenlernt, die man dann in der Handlung von Wulfhardt wiedertrifft. Oder auch andersherum, was dann auch schlussendlich zum Treffen der beiden Gruppen und den Beginn einer neuen Freundschaft führt.
Von der Idee bin ich total begeistert von diesem Epos und ich kann es eigentlich kaum abwarten, den dritten Band zu lesen. Vom Lesefluss fand ich es dann zwischendurch doch etwas schwierig zu lesen, da die Autoren oft zwischen den Hauptfiguren springen. So ist in einem Kapitel beispielsweise Lindion die Hauptfigur und im nächsten Kapitel Franya mit einer zeitgleichen Handlung. Leider habe ich selbst keine bessere Idee, da man sich nur so das Puzzle der Geschichte am besten Zusammensetzen kann.
Fazit:
„Bote der Finsternis” ist gute High Fantasy aus der Welt des „Schwarzen Auges”. Fans werden begeistert sein, dass es weitere Geschichten aus Aventurien gibt, doch auch Neulinge werden mit dieser gut durchdachten Fantasysaga ihre Freude haben.

Lena Falkenhagen, Thomas Finn, Piper


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