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Jörg Kijanski
Ein überraschend realistischer Thriller für Koontz

Buch-Rezension von Jörg Kijanski Sep 2007

Der Kellner Billy Wiles führt ein recht langweiliges Leben. Tagsüber jobbt er und in seiner Freizeit kümmert er sich meistens um seine im Koma liegende Freundin Barbara. Doch sein Leben wird eines Tages auf den Kopf gestellt, da er nach seinem Arbeitsende folgenden Zettel an seinem Scheibenwischer findet.

";Wenn du diese Nachricht nicht zur Polizei bringst, um sie einzuschalten, werde ich irgendwo in Napa County eine hübsche blonde Lehrerin umbringen. Wenn du diese Nachricht zur Polizei bringst, werde ich stattdessen eine ältere Frau umbringen, die sich sozial engagiert. Dir bleiben sechs Stunden, um dich zu entschieden. Du hast die Wahl.";

Billy wendet sich an einen seiner wenigen Freunde, den Polizisten Lanny Olsen. Dieser hält den Zettel für einen Scherz, muss sich jedoch bereits am nächsten Tag eines besseren belehren lassen, denn tatsächlich wurde eine junge blonde Lehrerin ermordet. Zudem findet Billy einen weiteren Zettel an seinem Auto. Er will sich offiziell an die Polizei wenden, aber Lanny bittet ihn um einen kurzen Aufschub, denn auch wenn jeder seiner Kollegen den Zettel ebenfalls für einen Scherz gehalten hätte, so würde man ihm doch im Nachhinein vorwerfen, die Spur nicht verfolgt zu haben.

Billy gewährt Lanny ein bisschen Zeit, um sich eine Lösung auszudenken. Da sich dieser bei ihm jedoch nicht wie versprochen meldet, entschließt sich Billy seinen Freund zu besuchen. Zu spät erkennt er, dass Lanny genau auf eine der beiden Opferbeschreibungen des neuen Zettels passt. Als er bei Lanny eintrifft, findet er diesen tot in seinem Schlafzimmer vor, aber der Irrsinn nimmt damit erst seinen Lauf, denn der Täter sucht nun den direkten Kontakt zu Billy…

Richard Laymon light

Was folgt ist ein reinrassiger Thriller, wie man ihn von Koontz selten zuvor gelesen hat. Keinerlei Horror-Effekte, alles könnte so passieren. Der Täter hat bei seinen Morden eindeutige Spuren hinterlassen, die zwingend zu Billy als Täter führen. Folglich muss dieser die Leichen bzw. die auf ihn deutenden Spuren vernichten, was mitunter leicht groteske Züge annimmt, da Koontz hier offensichtlich bemüht ist, seinen von ihm hoch geschätzten Kollegen Richard Laymon zu ";kopieren";. Laymons ";Das Spiel"; und ";Nacht"; lassen sich hier zumindest ansatzweise wiederfinden, wenngleich Koontz einen konventionellen Weg beschreitet und die Laymon-typischen ";Eskapaden"; außen vor lässt.

Trotz einiger Schwächen - Koontz’ bester Roman der letzten Jahre

Die Charaktere sind wie so oft bei Koontz wenig bis schwach ausgebildet, was allerdings im Horror-Genre ein allgemein bekannter Vorfall ist. Er setzt mehr auf Affekte und Action, was zumindest dem Lesefluss zugute kommt. Aus der Hand legen lässt sich das Buch nur schwer, wenngleich es nicht an die ";Meisterwerke"; des Autors heranreicht, doch die liegen ja leider schon viele, viele Jahre zurück. Berücksichtigt man die jüngst erschienenen Werke, so ist ";Irrsinn"; sicher Koontz’ bester Roman der letzten Jahre. Allerdings sind auch bei ";Irrsinn"; einige Dialogsequenzen mehr als grenzwertig (";Trauma"; lässt im negativen Sinn grüßen).

Der Spannungsbogen ist akzeptabel, die Auflösung ebenfalls, wenngleich es sich Koontz beim Showdown zu einfach macht, nachdem der Täter zuvor über nahezu magische Fähigkeiten besaß, wobei das Wort ";magisch"; nicht wörtlich zu nehmen ist. Wie gesagt, alles was hier passiert, ist (theoretisch) möglich und das ist für Koontz ja mal was Neues. Für Koontz- und Laymon-Fans ist ";Irrsinn"; ein klarer Kauf-Tipp, für all jene, die diesen Autor noch nicht kennen (gibt es solche Menschen?) auch. Zwar keineswegs ";Champions-League";, aber gut konsumierbare kurzweilige Unterhaltung allemal.

Irrsinn

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Letzte Kommentare:
30.07.2019 22:00:22
Fussel

Das Buch enttäuscht mich sehr. Ich liebe Psychothriller und habe bereits viele gelesen. Das hier ging leider gar nicht. An den Haaren herbei gezogene Zusammenhänge. Auch der schreibstil ist merkwürdig ich wollte schon auf den ersten 100 Seiten wissen, wie das Ende ist. Der Weg dahin war mir egal. Habe es aber trotzdem bis zum Ende durchgelesen. Das war das erste und letzte Buch von Dean Koontz für mich.

08.10.2009 12:59:32
Patzi

In den letzten Thriller die ich gelesen habe, floss immer mächtig viel Blut und die meist mürrisch,depressiven Kommissare mussten sich mit irren, psychopatischen, übermenschlichen Serienkillern herumschlagen.
Als ich Irrsinn von Dean Koontz in den Händen hielt und den Klappentext gelesen habe, rechnete ich mit einem ähnlichen Inhalt. Gut, auch in diesem Buch fließt Blut, aber irgendwie ist es anders als in den erwähnten Thrillern. Man wandert beim Lesen des Buches auf einem Grat zwischen Faszination und IRRSINN des Geschehen und man kann sich jederzeit gut in die Empfindungen der Hauptperson hineinversetzen.

Das Buch hat mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt und ich kann es nur jedem Thriller Fan empfehlen. Vor allem diejenigen die keine Lust mehr auf blutrünstige, depressiven Geschichten des Thriller Genres haben, ist Irrsinn zu empfehlen. Man wird langsam entwöhnt.

15.08.2009 11:57:11
Lisa

Ich bin so gar nicht der meinung, koontz würde richard laymon kopieren oder auch nur ansatzweise so schreiben wie er. Ich finde Dean Koontz hat weitaus mehr Niveau als Laymon. Das Buch fand ich toll geschrieben, manchmal etwas unrealistisch aber so ist das ja oft bei Thrillern :)
Das Ende etwas weit hergeholt aber doch nur etwas.

20.11.2008 17:03:06
daniel

Seit langer Zeit das Beste von Koontz, keine Superhelden mit übernatürlichen Fähigkeiten oder der Verpflichtung "das Gute" zu tun.
Klar kommt es mit einem gewissen moralischem Anspruch, der vielleicht den einen oder anderen Leser (speziell Fans vom Laymon) ab(auf)stößt. Ok die Dialoge waren meiner Meinung nach noch nie "die" Stärke von Koontz, sondern seine Sucht erzeugende Schreibe, die auch recht sinnfreie Romane (einmal)lesenswert machten. Irrsinn kann mann aber durchaus auch zweimal lesen, da sich hier zahlreiche Tiefen und Querverbindungen auftun, sowie der Held welcher fast all seine Kraft aus der Liebe zu seiner (im Koma) liegenden Frau schöpft, am Ende zu jemanden wird, der sich eigentlich nicht wirklich noch seiner Frau oder anderen ganz anvertrauen sollte/kann..Was ich für Koontz Verhältnisse als Debüt empfinde. Lesenswert!!(viel besser als Todesregen, und besser als Intensity(Laymon-Verschnitt ohne Sex).

21.11.2007 11:45:32
Bio-Fan

Nach längerer Zeit der Abstinenz habe ich mich mal wieder an einen Koontz heran gemacht. "Irrsinn" hat mich denn nicht vom Hocker gerissen. Die Grundidee der Geschichte fand ich ganz originell, doch von einem Autor mit Koontzs Potential(was er ja in seinen früheren Werken bewiesen hat) hatte ich mir mehr erhofft. Muss man nicht gelesen haben.

02.11.2007 10:01:55
K.-G. Beck-Ewerhardy

Die Geschichte ist überaus stereotyp, wenn man Koontz üblichen charaktereaufbau kennt. Das Gutmenschentum, das er in seinen Büchern zunehmend betreibt und das in "Todesregen" geradezu ad absurdum geführt wurde findet hier wieder seinen Niederschlag. Bis zur Mitte des Buches ist das noch nicht so spürbar, aber gegen Ende wird es eine wenig - sagen wir mal "mechanistisch".

27.10.2007 12:20:19
Frank

Solide.Bei "Irrsinn" handelt es sich um einen reinrassigen Psychothriller,der gänzlich frei von phantastischen Merkmalen ist.Die Grundidee des Romans hätte auch von Richard Laymon stammen können - er hätte sie aber wohl weniger konventionell umgesetzt.Auf alle Fälle ein Fortschritt gegenüber dem grottigen "Todesregen".
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