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Carsten Kuhr
Die Zwerge und die Elben - ein scheinbar unerschöpfliches Thema

Buch-Rezension von Carsten Kuhr Jul 2010

Jahre ist es mittlerweile her, dass die vereinten Bemühungen der Völker siegreich beendet werden konnten. Die dunkle Gefahr, die von Thir-Ailith, der Stadt der Dunkelelben, ausging, konnte beseitigt werden. Seitdem hat sich viel getan im Miteinander der Völker. Die Zwerge haben ihre alte Heimstatt wieder aufgebaut und neu bevölkert, die Menschen und Goblins haben ihnen dabei geholfen und auch die vom Aussterben bedrohten Elben konnten mit Hilfe ihrer befreiten Brüder und Schwestern zu neuen Taten schreiten.

Doch einer der Helden, der Elb Lhiuvan, einst Anführer der mutigen Krieger der Langlebigen, ging aus der Auseinandersetzung verändert hervor. Seit dem Kampf gegen die Dunkelelben ist er innerlich rastlos, will seine Fähigkeiten im Töten weiter schulen und nutzen. Die Hochzeit Tharlias mit mit dem zwergischen Kriegsmeister Thilus bietet ihm die Gelegenheit, sich dem magischen Tor, durch das damals die Dunkelelben ihre Kräfte bezogen, erneut zu nähern. Warum es ihn überhaupt hierhin zieht, was ihn veranlasst, die versiegelte Stadt zu betreten, weiß er selbst nicht, doch der Kontakt mit der dunklen Wesenheit führt dazu, dass sich ein fremder Geist in seinem Körper niederlässt. Eine Macht, die die Elben beeinflusst und aufstachelt - ein neuer Krieg der Völker droht ...

Spannende Unterhaltung für Fantasy-Gelegenheitsleser

Frank Rehfeld schließt an seine erfolgreiche Zwergenkrieg-Trilogie mit vorliegendem Band nahtlos an. Unter dem Signet "Die Zwerge von Elan-Dhor" sind erneut drei Bücher vorgesehen, mit denen er seine Saga um die unterschiedlichen Völker seiner Schöpfung weiter vorantreiben wird.

Bei seiner ersten Trilogie in Diensten des Blanvalet Verlages habe ich ein wenig die bekannten und unbekannten Besonderheiten der Völker vermisst. Natürlich waren auch seine Zwerge ein trinkfreudiges, stolzes Völkchen, seine Elben großgewachsen und ein wenig überheblich, über die bekannten Schwächen der Menschen breiten wir gnädigerweise lieber einmal den Mantel des Schweigens aus, doch ähnelten sich Verhaltensweisen und Eigenheiten doch oftmals allzu sehr. Hier hat er sich vorliegend bemüht, insbesondere die Elben ein wenig differenzierter und damit auch interessanter auszugestalten. So versucht er seine Schöpfung über einen zweiten Handlungsstrang, der vom ersten Aufbegehren der Völker gegen die sie anleitenden Elben in der Vergangenheit berichtet, mit mehr Hintergrund auszustatten. Diese Kapitel bieten nach und nach ein durchaus faszinierendes Bild einer Entwicklung, wie sie so zu den bekannten Vorurteilen und Machtverteilung führt.

Natürlich erfindet der Autor das Rad nicht neu. Geboten wird routiniert geschriebene Abenteuer-Fantasy ohne große Novitäten oder Tiefgang. Die abwechslungsreiche Handlung steht ganz im Zentrum des Textes, hier bleibt er seinem erfolgreichen Konzept treu. So richtet sich das Buch sicherlich in erster Linie an Fans, die nach ihrem Nicholls und Heitz nach entsprechend weiterem Lesefutter suchen und vorliegend auch gut unterhalten werden.

Elbengift

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