Frankenstein - Die tote Stadt

Erschienen: Januar 2013

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Carsten Kuhr
Letzter Auftritt für Victor Frankenstein

Buch-Rezension von Carsten Kuhr Okt 2012

In Rainbow Falls, Montana geht gar Sonderliches vor. Man hat sich in der kleinen Gemeinde ja schon an so einiges gewöhnen müssen. Knapp außerhalb der Ansiedlung hatte das Militär Abschuss-Silos errichtet, in denen zu Zeiten des Kalten Krieges atomare Sprengköpfe auf ihren Startbefehl warteten, nun aber hat eine ganz andere Bedrohung die streng bibelfeste Bevölkerung heimgesucht.

Künstliche Wesen, äußerlich von den Menschen, deren Platz sie einnehmen, kaum zu unterscheiden, werden von Victor Leben, wie sich Victor Frankenstein nach seiner grandiosen Niederlage in New Orleans nun nennt, gefertigt, die eines nicht allzu fernen Tages die fehlerbehaftete Menschheit ersetzen sollen.
Die Sicherheitsorgane, Polizei wie Stadtverwaltung, wurden schon übernommen, doch es regt sich auch Widerstand. Die örtliche Gemeinde der apokalyptischen Reiter der Offenbarung hat sich gut bewaffnet verschanzt, Deucalion, Victors erstes Geschöpf, und die beiden Ex-Cops Carson und Michael sind ebenso involviert wie der Ex-Knackie Mr. Lyss und dessen geistig zurückgebliebener Begleiter Nummy.

Die Geschichten in der Geschichte machen den Roman lesenswert

Im vermeintlich letzten Band der Frankenstein-Aufarbeitung steht erneut Rainbow Falls, das kleine Kaff in Montana, im Zentrum der Aufmerksamkeit. Erneut steht die Action ganz im Mittelpunkt des Romans. Eingebettet in die Handlung, die mich von ihrer Anlage her sehr an einen Film erinnert hat, präsentiert uns Koontz immer wieder in kleinen Geschichten in der Geschichte teilweise ergreifende Szenen, in denen Figuren abseits der Protagonisten beleuchtet werden. Diese kleinen Zugaben sind es dann auch, die den Roman wirklich lesenswert machen. Mit einem Auge nicht nur für die Situation, sondern auch für Schicksale besticht er mit zum Teil ergreifenden Bildern.

Daneben bringt er seine Handlung in einem packenden Showdown zu einem letztlich befriedigenden Abschluss. Auch wenn die Serie insgesamt gesehen wohl um zwei Bände zu lang geraten ist, hat Koontz mit der modernen Aufarbeitung des alten Shelley´schen Mythos eine gelungene Umsetzung in eine moderne Umgebung vorgestellt, die spannend und kurzweilig zu unterhalten wusste.

(Carsten Kuhr, März 2013)

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