Clive Barker:
Die Hellraiser Trilogie

Phantastik-Couch Spezial von Marcel Scharrenbroich

Für manche Dämonen …Engel für andere.

Wenn man an die bedeutendsten Schriftsteller von Horror- und Phantastik-Literatur denkt, fallen unweigerlich Namen wie Edgar Allan Poe, H. P. Lovecraft, Bram Stoker, Robert Louis Stevenson oder H. G. Wells. Unumstrittene Meister ihres Fachs, die über die Jahrhunderte für wohlige Gänsehaut sorgten und es mit ihren Werken – die ihrer Zeit teilweise weit voraus waren – auch heute noch vermögen, dass wir uns immer tiefer in die vermeintlich sichere Couch graben und mit feuchten Fingern vorsichtig zur nächste Seite blättern. Verlagert man den Blick dann auf die Gegenwartsliteratur, kommt man an der schier unüberwindlichen Mauer, die in großen Lettern den Namen STEPHEN KING trägt, kaum vorbei. Nach dem aktuellen Kinoerfolg seines Bestsellers „ES“, reißen sich die Hollywood-Studios regelrecht um jedes Drehbuch des Vielschreibers und verfilmen alles, was nicht bei drei …sagen wir besser zwei …auf den Bäumen ist. So wird schon bald der „Friedhof der Kuscheltiere“ erneut seine Pforten öffnen und auch Horror-Clown Pennywise wartet in „Kapitel 2“ auf seinen nächsten Auftritt, um sich dem mittlerweile erwachsenen „Klub der Verlierer“ vorzuknöpfen. Auch im TV treibt der „King of Horror“ sein Unwesen, auch wenn „Der Nebel“ sich nach nur einer Staffel bereits wieder verzogen hat. Mit „Castle Rock“ steht allerdings eine neue Show in den Startlöchern, die diverse Charaktere aus dem King-Kosmos aufgreift und in einen Topf …besser gesagt in eine große Handlung wirft, rund um die namensgebende, fiktive Kleinstadt, die in vielen seiner Romane Erwähnung findet.

Allerdings geht es hier NICHT um Stephen King. Warum verliere ich dann so viele Worte über ihn? Nun, das liegt daran, dass der vielbeschäftigte Autor – der bisher mehr Geschichten zu Papier brachte, als ich Haare auf dem Kopf habe – über den hier eigentlich im Vordergrund stehenden Schriftsteller einst sagte „Ich habe die Zukunft des Horrors gesehen …sie heißt CLIVE BARKER“.

Fotos: © Turbine Medien GmbH