Haus Ashford - Magie verpflichtet (Stephen Oakwood 1)

  • Blanvalet
  • Erschienen: März 2025
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Haus Ashford - Magie verpflichtet (Stephen Oakwood 1)
Haus Ashford - Magie verpflichtet (Stephen Oakwood 1)
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90°1001

Phantastik-Couch Rezension vonJun 2026

Die geheimen Magier in London

Seit drei Jahren ist der Vater von Stephen Oakwood verschwunden. Seit drei Jahren ist Stephen auf der Suche nach ihm, findet aber keine wirklichen Hinweise. Im Abschiedsbrief seines Vaters steht, dass er irgendwann wieder zurückkommen wird und dass Stephen seine Drucraft trainieren soll. Bei Drucraft handelt es sich um Magie, bei der die Essentia Kraft aus der Umgebung und dem eigenen Körper sammelt, um damit magische Utensilien herzustellen. Stephen ist es bisher gelungen, einen kleinen Edelstein als Sigl zu erschaffen, mit dem er blaues Licht machen kann. In der Nähe seines Hauses ist aber eine Essentia-Quelle, mit der er bald ein neues Projekt starten möchte.

Ansonsten ist er ein ganz normaler junger Mann, der sich seinen Lebensunterhalt in London als Mitarbeiter einer Zeitarbeitsfirma verdient. Im Moment sortiert er Akten beim „Ministry of Defense“, doch darin sieht er definitiv nicht seine Berufung. Als er eines Abends nach Hause kommt, steht plötzlich eine junge Frau vor seiner Tür, die nicht nur seinen Namen kennt, sondern auch über seine Drucraft Bescheid weiß. Stephen bittet Lucella mit auf sein Zimmer, Fehler Nummer Eins, und erzählt ihr auch dann noch frei heraus von seinem Können, Fehler Nummer Zwei.

Ein Magier ohne richtige Ausbildung

Lucella stellt sich als eine der möglichen Erbinnen des mächtigen Hauses Ashford heraus, das schon seit geraumer Zeit eine vorherrschende Familie in der Britischen Gesellschaft darstellt. Scheinbar handelt es sich bei Stephen ebenfalls um einen entfernten Verwandten der Ashfords, da seine Mutter wohl einen von ihnen ist. Leider erkennt Lucella in Stephen nun eine mögliche Gefahr und hetzt ihm ihre beiden Leibwächter auf den Hals, die ihn auch nach einer kurzen aber heftigen Schlägerei entführen.

Stephen kann mit Hilfe seines blauen Lichts entkommen und trifft kurz darauf aber mit Tobias einen weiteren möglichen Erben der Ashford Familie. Dieser entschuldigt sich zuerst einmal für seine Cousine Lucella und möchte Stephen nun gerne zu seinem Familienanwesen mitnehmen. Dort ist gerade eine große Zusammenkunft und Stephen soll am heutigen Abend Charles kennenlernen, der im Moment noch das Oberhaupt vom Haus Ashford ist.

Natürlich ist Stephen zuerst etwas verhalten, wittert aber dennoch die Chance, etwas mehr über die Drucraft und deren Anwendung zu erfahren – und möglicherweise trifft er ja auch auf seine Mutter. Leider ist die Wirklichkeit sehr ernüchternd. Alles ist fremd und eher gehoben, was Stephen leider nicht ist. Und der Traum, bei den Ashfords aufgenommen zu werden, zerplatzt, als Charles ihm Geld gibt, damit er sie in Ruhe lässt. Völlig gedemütigt tritt Stephen den Rückzug an.

Alles ändert sich aber in den nächsten Tagen, da Lucellas Schläger beinah Stephens Kater Hobbes umbringen, um ein Exempel zu statuieren. Leider schreckt genau dieses Stephen nicht ab, sondern erweckt seinen Kampfgeist. Schon bald darauf beginnt er, sich noch weiter in Drucraft zu vertiefen und findet ganz plötzlich neue unerwartete Freunde, die ihm helfen, sich zu verbessern.

Autor Benedict Jacka startet seine zweite große Reihe

Mit dem Roman „Magie verpflichtet“ hat Blanvalet den ersten Teil der Reihe „Haus Ashford“ veröffentlicht. Dies ist nach der Serie um den Magier Alex Verus nun seine zweite groß angelegte Reihe, hat aber mit den Verus-Geschichten rein gar nichts zu tun. Im Vorwort weist er sogar explizit darauf hin, dass in der Welt von Haus Ashford die Magie komplett anders funktioniert. Damit erschafft er ein völlig neues Universum, mit dem er neue Leser begeistern kann, aber auch die Fans seiner bisherigen Arbeiten abholt.

Im Mittelpunkt der Geschichte steht sein Ich-Erzähler, von dem man auch lange Zeit nicht den Namen kennt. Dieser berichtet uns Leserinnen und Lesern natürlich aus seiner Sicht die Geschehnisse und gibt uns auch einen Crashkurs in Sachen Magie. Zuerst natürlich nur das wenige was er selber kennt, doch je mehr er darüber lernt, desto mehr versinken wir Leser auch in diesem Strudel des Wissens.

Dabei ist es schon schwer zu ertragen, wie ungeschickt sich Stephen so manches Mal anstellt. Kaum sagt jemand etwas über Magie oder seinen Vater, fällt die Fassade. Dann sind seine Schutzschilde heruntergelassen und er ist komplett vertrauensselig. Leider muss er es auf die harte Tour lernen, besser gewappnet zu sein. Durch die Ich-Perspektive ist das Buch auch in einem netten Plauderton geschrieben, dem man gut folgen kann. Leider sind wir als Leser dadurch auch ein wenig voreingenommen, denn Personen oder Orte, die Stephen nicht leiden kann, können wir auch nicht leiden und umgekehrt.

„Magie verpflichtet“ ist ein guter Einstiegsband für eine Serie mit viel Potential. Hier werden die Grundlagen gelegt und es passiert im großen Handlungsstrang so gesehen noch nicht wirklich viel. Stephen lernt die Grundlagen der Drucraft kennen, wird im Formen der Sigl immer besser und fängt an, sich in der Welt der Magier einzugliedern. Die ersten Handlungsstränge werden gelegt, die im weiteren Verlauf der Reihe noch spannend werden können, und am Ende gibt es einen Cliffhanger, der einen als Leser sofort zum nächsten Buch greifen lässt. Zum Glück gibt es das schon und man muss nicht ewig auf die Fortsetzung warten.

Fazit:

Der Auftakt zu „Haus Ashford“ ist mehr als gelungen. Die Handlung um Stephen Oakwood wird erst langsam aufgebaut, nimmt dann aber rasant an Geschwindigkeit zu, sodass man das Buch nicht aus der Hand legen kann – Suchtgefahr für Urban-Fantasy-Fans.

Haus Ashford - Magie verpflichtet (Stephen Oakwood 1)

Benedict Jacka, Blanvalet

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