Haus Ashford - Magisches Erbe (Stephen Oakwood 2)

  • Blanvalet
  • Erschienen: Oktober 2025
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Haus Ashford - Magisches Erbe (Stephen Oakwood 2)
Haus Ashford - Magisches Erbe (Stephen Oakwood 2)
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Phantastik-Couch Rezension vonAug 2026

Ein schweres Erbe und dunkle Machenschaften

Die Reise von Stephen Oakwood geht weiter. Wenige Wochen nach dem Kampf um die magische Quelle ist es Stephen nicht nur gelungen, noch einmal bei seinem Großvater vorstellig zu werden, sondern auch Kontakt mit seiner Mutter am Flughafen aufzunehmen. Beides verlief erneut nicht wirklich gut für ihn. Während sein Großvater ihm wieder gezeigt hat, dass Stephen nicht zur Familie gehört, war das Gespräch mit seiner Mutter ein wenig erbaulicher - aber auch nur ein wenig… Seine Mutter darf sich scheinbar nicht mit ihm in der Öffentlichkeit zeigen und hat um ein Treffen an einem eher abgelegenen Ort gebeten.

Dieses Treffen in einem verlassenen Park verlief dann deutlich besser und Stephen konnte etwas über sich und seine Vergangenheit erfahren. Leider aber nichts über den Aufenthaltsort seines Vaters. Dennoch gibt ihm seine Mutter - nur spärliche - Informationen und will definitiv mehr über ihn und sein Leben wissen. Trotz aller Freude, bleibt er nach dem Treffen doch ein wenig frustriert zurück. Das ist auch leider nicht das Einzige, was in seinem Leben gerade nicht wirklich rund läuft.

Die Welt der Magie und der Adelshäuser

Die Suche nach magischen Quellen, was im Moment Stephens einzige Arbeit ist, entpuppt sich als immer schwieriger. Kaum, dass er eine Quelle gefunden hat, wird er von Plünderern überfallen, die ihm seinen Fund streitig machen und dadurch auch sein Einkommen kosten. Dazu hat Stephens Freund Colin nach den letzten Ereignissen mit den anderen Freunden aus dem Pub gesprochen und einer von diesen hat sich bei seiner Arbeit groß aufgespielt. Das hat sich herumgesprochen und so ist es auch geschehen, dass Stephen von seinem Job als Sucher beurlaubt wurde. Man redet nicht über Drucraft und Quellen in der Öffentlichkeit.

So kommt es, dass Stephen mal wieder auf der Suche nach einem Job ist. Genau in dem Moment taucht sein Cousin Calhoun Ashford bei ihm auf und bietet ihm einen Job als Bodyguard für seine Verlobte an. Wann genau das ist und die Details, kann er aber im Moment noch nicht offenbaren. Das löst Stephens Problem aber noch nicht wirklich. Bei allen anderen Drucraft-Agenturen wird gerade kein Sucher gebraucht und als er schon kurz vorm aufgeben ist, wird er von einem „Mr. Smith“ angerufen, der ihm einen Job als Sucher unter der Hand anbietet. Natürlich nimmt Stephen diesen an und schon ein paar Wochen später erhält er per E-Mail ein noch seltsameres Angebot, welches ihm aber 4000 Pfund einbringen könnte.

Da das Angebot zu gut um wahr zu sein scheint und er in der magischen Welt noch nicht den vollen Durchblick hat, fordert er so etwas wie Nachhilfestunden in dieser Welt bei seinem Großvater ein. Dieser ist zuerst nicht begeistert, lenkt dann aber schließlich ein und beantwortet Stephens Fragen. Das Gespräch hat Stephen deutlich weitergebracht, so dass er den Job annimmt. Ein schwerer Fehler, denn schon bald befindet er sich im Kreuzfeuer mit einer schwer bewaffneten rivalisierenden Partei.

Damit aber noch lange nicht genug, denn in der Zwischenzeit hat auch der eher zwielichtige Byron Kontakt mit Stephen aufgenommen und möchte ihn in den seltsamen Geheimbund der Geflügelten aufnehmen. Dieser soll laut Byrons Aussage schon seit Jahren die Geschicke der Menschheit lenken und scheinbar war Stephens Vater vor einigen Jahren auch Mitglied. Daher denkt Byron nun, dass Stephen ein geeigneter Kandidat für dessen Nachfolge wäre. Leider denkt Mark, Byrons aktueller Protegé, da völlig anders…

Der zweite Band der neuen Reihe von Autor Benedict Jacka

Eigentlich erwartet man irgendwie immer, dass zwischen den jeweiligen Bänden einer Reihe auch die gleiche Zeit vergangen ist, wie auch im richtigen Leben. Natürlich ist es oft nicht so und so knüpft die Handlung von „Magisches Erbe“, dem zweiten Teil von Benedict Jackas Reihe „Haus Ashford“, nur einige Tage nach dem abrupten Ende des ersten Bandes an. Man ist also eigentlich schon wieder mitten im Geschehen, obwohl es nicht direkt mit dem Cliffhanger weitergeht, sondern erst ein paar Seiten später Zeit für diese Entwicklung und die daraus entstehenden Konsequenzen sind.

Gerade dieses macht auch die Handlung aus. Man nimmt scheinbar direkt am Leben von Hauptfigur Stephen Oakwood teil - auch wenn es gewisse Zeitsprünge in der Handlung gibt - und durchlebt mit ihm alle Höhen und Tiefen. Man ist in seiner Gedanken- und Handlungswelt gefangen und freut sich über seine Fortschritte oder erleidet seine Niederlagen. Dabei ist natürlich seine Sicht sehr eingeschränkt und manchmal muss man dann einfach denken „Wirklich? Das ist dein Plan?“, aber im Großen und Ganzen kann man sich doch gut in den noch recht Jungen Stephen, der irgendwie auf der Suche nach seinen Eltern und nach Zugehörigkeit ist, verstehen.

Genau dieses Verhalten führt nicht nur einmal dazu, dass er in Schwierigkeiten gerät. Seine Kontakte zum Haus Ashford werden immer besser, vor allem der Kontakt zu seiner Halbschwester und Mutter. Dazu noch der Erbe des Hauses, der ihn als Sicherheitsmann einstellt. Auf der anderen Seite aber auch Stephens eher dunkle Seite, die ihn zu den Geflügelten hinzieht. Obwohl er da eher wie eine Motte ins Licht fliegt, da ihm diese mit Informationen über seinen Vater locken. Zum Glück gibt es da aber noch andere Parteien, die ihm für seinen Fokus nützlich sind.

Eigentlich wollte ich jetzt etwas schreiben von „typisch zweiter Teil“, kann ich aber nicht. Das Buch setzt die Geschichte nahtlos fort und bringt uns Leser - ebenso wie den Hauptcharakter - noch viel tiefer in die Welt der Magie. Neben der Plünderung der Quelle und dem Kampf gegen den verrückten „Rubinrot“, brilliert dieser Band noch durch viele kleine andere Höhepunkte, die den Vorgeschmack auf den nun erschienenen dritten Teil der Reihe liefern.

Fazit:

„Haus Ashford“ verliert auch beim zweiten Band nichts von seinem Potential. Die Handlung wird zwar langsam aufgebaut, dafür erschafft Autor Benedict Jacka in diesem Handlungsaufbau einen mehr als interessanten Kosmos um seine Hauptfigur Stephen Oakwood.

Haus Ashford - Magisches Erbe (Stephen Oakwood 2)

Benedict Jacka, Blanvalet

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