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Marcel Scharrenbroich
Das Beste kommt zum Schluss

Buch-Rezension von Marcel Scharrenbroich Sep 2019

Was du morgen kannst besorgen, das verschiebe nicht auf… gestern?

Patrick Richter, unser vom Schicksal gebeutelter Mitdreißiger, hauptberuflich Zeit-Instabiler und deswegen stetig auf dem (Zeit)sprung, ist nicht der einzige, der die Fähigkeit besitzt, mir nichts dir nichts in die Vergangenheit oder gar die Zukunft zu hüpfen. Sophie Monroe, die seine Wege in den verschiedenen Epochen bereits mehrfach kreuzte und dabei sein verliebt-pochendes Herz stahl, besitzt diese Gabe ebenfalls. Das wissen wir bereits. Doch nun taucht überraschend noch jemand auf, der das Zeitreisen für sich entdeckt hat. Dies kommt für Patrick sehr überraschend, doch der mysteriöse Fremde setzt noch einen drauf… er kann nämlich genau kontrollieren, WO und vor allem WANN er aufschlagen möchte!

Während es Patrick bisher nur möglich war, seine Sprünge mittels Medikamentenmissbrauchs (zumindest einigermaßen) geplant herbeizuführen oder er ungewollt in Folge einer Nahtoderfahrung, sprich in Todesangst, durch die Zeit reiste - Zielort: Ungewiss -, ist es Finn Alexander möglich, sich seine Zielorte auszusuchen. Eine spezielle App, die ihn jahrelange Entwicklung und gleich mehrere Stangen Geld wert war, sorgt dafür, dass der jeweilige Nutzer beliebig innerhalb seiner eigenen Lebensspanne hin- und herreisen kann. Wer jetzt mit einem Hechtsprung in Richtung Smartphone stürzt, um im App-Store nach diesem nützlichen Progrämmchen zu suchen, den muss ich leider enttäuschen… denn Finn kommt aus der Zukunft.

Schon unzählige Male sah Finn Alexander Patrick Richters spektakuläre Flucht vor der Polizei, die vor langer Zeit… beziehungsweise kürzlich (seht ihr, da fängt es schon an mit dem Zeit-Wirrwarr…) sogar live über die Bildschirme flimmerte und Patricks imposanten Fahrrad-Stunt zeigte, bei dem er von der Fleher Brücke in den Rhein sprang… ohne diesen tatsächlich zu berühren. Kurz vorher sorgte sein enormer Adrenalinpegel nämlich für einen rettenden Sprung in eine andere Zeit. Dank seiner App ist Finn sogar direkt vor Ort, um sich das Spektakel mal mit eigenen Augen anzusehen… inklusive Popcorn. Nach diesem amüsanten Abstecher geht der Zeit-Instabile aber seinem eigentlichen Hauptaugenmerk nach und sucht Richter in seiner Wohnung auf… natürlich per Knopfdruck.

Überrascht wie nur sonst was, fällt es dem überrumpelten Patrick erstmal schwer zu glauben, dass es sich bei dem Fremden, der urplötzlich mitten in seiner Wohnung auftaucht um den mittlerweile dritten Menschen mit dieser ungewöhnlichen Fähigkeit handelt. Seine Erklärungen klingen aber nur allzu logisch. Wahrscheinlich hätte man Patrick aber auch einen rückwärts Einrad fahrenden Schimpansen im rosa Tutu, der Kettensägen jonglierend die Titelmelodie von „Game of Thrones“ im Kanon furzt, als irgendwie plausibel verkaufen können. Vor allem nachdem, was er in den letzten Tagen, Wochen und Monaten durchgemacht hat… beziehungsweise durchmachen wird… oder aktuell durchmacht (und *ZACK*, da haben wir den Kuddelmuddel wieder…).

Nachdem man sich ausgetauscht hat, willigt Patrick ein, Finn einen zeitbedingten Gefallen zu tun. Mit Hilfe von Finns App, die nun auch Patricks Trips durch die Zeiten angenehmer und vor allem besser getimet gestalten soll, reist er in die Vergangenheit, um Finns „familiäre Problemchen“ wieder gerade zu bügeln. Klingt eigentlich alles ganz einfach… Nur wird dadurch ein Stein ins Rollen gebracht, der die dystopische Zukunft aus „Terminator“ wie die LSD-bunte Bonbon-Welt von Willy Wonka aussehen lässt.

Schon bald ist das Zeitgefüge komplett durcheinandergewirbelt und Patricks Wegbegleiter Sophie Monroe und Carsten Grünfeld, der sich bereits im Ruhestand befand… befindet, oder… befinden wird (AAAARGH… ich höre mein Gehirn rau(s)chen!), sehen sich mit allerlei Gefahren konfrontiert, die alles verändern könnten. Doch auch sie müssen in Aktion treten, da Patrick Richter selbst das Ziel eines Anschlags wurde… wird… werden könnte (*TILT*).

Ein actionreiches Finale

Der launige Zeitreise-Thriller „Instabil“ von Sam Feuerbach & Thariot startet in die letzte Etappe, die diese Trilogie auch wunderbar abschließt. War die Strecke nach einem rasanten Start auf dem Mittelteil zwar etwas holprig, wird das Pedal im Endspurt nochmals bis zum Anschlag durchgedrückt. Hier laufen nun alle losen Fäden zusammen. Es geht pausenlos durch alle Zeiten und die Ausmaße der Sprünge erreichen neue, ungeahnte Dimensionen. Wer braucht da noch einen DeLorean?

Die Autoren Sam Feuerbach & Thariot treffen dabei genau den richtigen Ton. Zwischen Action, Spannung und Dramatik, kommt auch immer wieder der fein eingestreute Humor gut zur Geltung. Natürlich ist Siggi, die K11-Smartphone-KI, die sich bei Patricks erstem Trip in die Zukunft automatisch auf sein Handy geladen hatte, wieder ausschlaggebend für einige Lacher, da sie sich im „Learning Mode“ befindet und eine spürbare charakterliche Entwicklung durchmacht. Auch die anderen Protagonisten entwickeln sich weiter, was glaubhaft wiedergegeben wird. Zudem machen wir endlich die Bekanntschaft mit einer Figur, die bisher nur angedeutet wurde… beziehungsweise uns aus Erzählungen bekannt war. Erfreulicherweise fällt Patrick dann auch wieder in alte Muster zurück und die arrogante Überheblichkeit, die mir persönlich im Mittelteil sauer aufstieß, ist nun (Achtung: Wortspiel!) Schnee von gestern.

Der Schauspieler und Synchronsprecher Robert Frank liest erneut auf hohem Niveau und macht das Hörbuch aus dem Ronin Hörverlag zu einem runden, spannenden Erlebnis, das Genre-Fans mehr als nur zufriedenstellen dürfte. 10 Stunden und 43 Minuten Popcorn-Unterhaltung, die meinetwegen gerne noch ein paar weitere Ableger auf den Weg bringen dürfte. Potential für weitere Abenteuer bietet die schweißtreibende Zeitreise-Story mitten im Ruhrgebiet allemal. Das - nach mittlerweile sieben gemeinsamen Büchern - eingespielte Autoren-Duo Sam Feuerbach & Thariot, hat bestimmt noch weitere Geschichten-Asse im Ärmel, die es wert wären, ausgespielt zu werden.

Fazit:

Startete die „Instabil“-Trilogie mit „Die Vergangenheit ist noch nicht geschehen“ noch sehr rasant und spannend, da man als Leser/Hörer nicht viel mehr wusste als der Hauptprotagonist, trat der Mittelteil „Die Gegenwart ist nur ein Kartenhaus“ in weiten Teilen auf der Stelle und legte erst in der zweiten Hälfte eine Geschwindigkeits-Schüppe drauf. Der finale Teil, „Die Zukunft ist Schnee von gestern“, läuft hingegen direkt zu Höchstform auf und prescht mit hohem Tempo wie ein schnell geschnittener Action-Film voran. Auch Patrick Richters im letzten Band plötzlich aufgetretene „Coolness“ wurde wieder heruntergefahren und man bekommt den Sympathieträger aus dem Auftakt, dem man so auch alle Daumen drückt und angespitzt einem möglichen Happy End entgegenfiebert.

Instabil 3 - Die Zukunft ist Schnee von gestern (Hörbuch)

Instabil 3 - Die Zukunft ist Schnee von gestern (Hörbuch)

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