Die Chroniken von Alice - Finsternis im Wunderland (Die Dunklen Chroniken 1)

Erschienen: März 2020

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Julian Hübecker
„Kein normaler Mensch würde eine Begegnung mit dem Jabberwock überleben.“

Buch-Rezension von Julian Hübecker Mai 2020

Zehn Jahre war Alice in einem Irrenhaus gefangen. Zehn Jahre, in denen ihr nichts blieb, als die Albträume, die sie dorthin geführt haben, und Hatcher, einem Mörder als einziger Lichtblick. Doch dann kann sie entkommen und sie muss sich ihrem persönlichen Feind stellen, um die Vergangenheit hinter sich zu lassen: dem Kaninchen.

Zwei Extreme: die Alte und die Neue Stadt

Alice glaubt nicht mehr an ein Leben außerhalb der Irrenanstalt, in der sie seit zehn Jahren sitzt. Sie hat kaum noch Erinnerungen daran, was damals passiert ist, als sie in eine Gummizelle gesteckt werden musste. Alles was sie noch weiß, ist, dass ein Mann mit großen Ohren ihr sehr weh getan hat. Diesen Mann kennt sie als das Kaninchen – sie ahnt noch nicht, dass jener Mann sie nicht vergessen kann.

Neben Alice‘ Zelle sitzt Hatcher ein. Auch er hat eine sehr bewegte Vergangenheit aus Untergrundkämpfen und Familientragödie, bis er schließlich zum berüchtigten Axtmörder wurde. Durch ein Loch in der Wand halten sie all die Jahre Kontakt und können schließlich fliehen. Gemeinsam landen sie in der von verschiedenen Banden beherrschten Alten Stadt, in der Frauen und Mädchen verschleppt und verkauft werden und unheimliche Gerüchte von Zauberern und merkwürdigen Wesen die Runde machen.

Damit Alice ihre Erinnerungen zurückbekommt, machen sich Alice und Hatcher auf die Suche nach dem Kaninchen. Doch Hatcher hat immer wieder Visionen von einem gefährlichen Wesen, dem Jabberwock. Jeder scheint sich vor ihm zu fürchten, selbst die mächtigsten Bandenkönige. Doch was will der Jabberwock? Schlussendlich scheint er eng mit Alice‘ Schicksal verknüpft zu sein.

Nichts für Zartbesaitete

Neuinterpretationen von Märchen und klassischen Geschichten machen zurzeit überall die Runde. Meist geht es um eine veränderte Sicht, während Christina Henry Alice im Wunderland völlig neu angeht. Es sind einige wesentliche Elemente, die sie aus der altbekannten Geschichte von Lewis Carroll herausnimmt, wie etwa die Raupe, das Kaninchen, Grinsekatze oder Dideldum und Dideldei. Doch sie alle bekommen ein neues Gewandt, sind nur auf dem zweiten Blick als düstere Spiegelbilder ihrer klassischen Ebenbilder erkennbar.

Henrys Die Chroniken von Alice – Finsternis im Wunderland hat eine Düsternis an sich, die beim Lesen komplett ausfüllt. Es passieren nicht nur Gräueltaten, sondern ist allein die Atmosphäre so dicht und dunkel, dass man sich wie Alice fühlt, ohne ihre Erinnerungen an ihre besseren Tage in der Neuen Stadt. Es ist packend, die Wege von Alice und Hatcher nachzuverfolgen, Hinweise auf die Originalgeschichte zu entdecken und sich einfach hineinzubegeben.

Bei all der Erzählkraft enttäuscht jedoch das Ende, welches zu schnell und einfach erzählt ist. Zwar folgt noch ein zweiter Band, doch wird dieser von einer Nebenhandlung seitens Hatcher handeln.

Fazit:

Obwohl das Finale lau anmutet, fesselt die Geschichte doch enorm. Christina Henry packt einen direkt an der Kehle, drückt zu und schleift mit sich in Alice‘ Abenteuer. Was bleibt einem also anderes übrig, als weiterzulesen und sich auf den Spuren des Kaninchens zu begeben?

Die Chroniken von Alice - Finsternis im Wunderland (Die Dunklen Chroniken 1)

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